VfK erleichtert nach dem ersten Saisonsieg

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VfK-Kapitän Marc Aschmoneit (rechts) erzielte nach über einem Jahr wieder ein Tor.

BÖNEN -  Nach dem kapitalen Fehlstart mit vier Spielen ohne Sieg hat sich der VfK Nordbögge mit dem 5:3-Erfolg am vergangenen Wochenende gegen Arminia Hamm das erste Erfolgserlebnis in der Fußball-Kreisliga A1 verschafft. „Irgendwann musste das ja passieren“, sagte Kapitän Marc Aschmoneit, sprach aber zugleich von einer zentnerschweren Last, die abgefallen sei.

Mit dem hochverdienten Sieg über den Aufsteiger kletterten die Nordbögger auf einen einstelligen Tabellenplatz und untermauerten zudem, dass sie in den unteren Regionen eigentlich nichts zu suchen haben. Spielertrainer Dennis Juraschuk hatte nach der schwachen Leistung eine Woche zuvor beim Hammer SC (0:4) erklärt, dass der VfK nun nach unten gucken müsse. Doch zwischen dem Gastgeber am Sonntag an der Feuerwache und den Arminen offenbarte sich durchaus ein Klassenunterschied.

Dennoch war es das 1:0 von Jonas Wiggermann, der den Ball nach einem Torwartfehler in der 27. Minute über die Linie drückte, das den Spielverlauf entscheidend beeinflusste. „Wie Dennis schon gesagt hat, manchmal braucht man ein dreckiges Tor. Und es war wichtig endlich mal zu führen“, erklärte Aschmoneit. Danach fiel vieles leichter. Auch der Kapitän traf nach über einjähriger Durststrecke wieder ins Netz. „Ich gucke normal nicht wirklich auf die Statistik. Aber da es vorher die erste Saison war, in der ich nicht getroffen habe, weiß ich das schon“, freute sich Aschmoneit über seinen Abstauber zum 2:0 (42.).

Der 39-Jährige hofft nun, dass der Sieg „Startschuss zu einer Befreiung“ ist. Erst verwendete er das Wort Aufholjagd, korrigierte sich doch angesichts von 13 Punkten, die der VfK schon Rückstand auf die Ligaspitze hat. Schon vor dem Auftakt hatte der Routinier die schlechte Vorbereitung im Blick vor einem Fehlstart des Vorjahresdritten gewarnt. Dass seine Mannschaft dann jedoch fünf Spiele auf den ersten Dreier warten musste, hatte er auch nicht erwartet. „Aber das kam ja nicht zufällig“, so Aschmoneit. Nordbögge musste zahlreiche Ausfälle verkraften, traf zudem mit Heessen, BVH und HSC auf drei Topteams der Liga. „Wir haben alle Unwägbarkeiten angesprochen und sind jetzt auf einem guten Weg“, sieht Aschmoneit die Talsohle jedoch durchschritten.

Wie weit der VfK seine Leistung bereits stabilisiert hat, wird sich am Sonntag zeigen, wenn um 15 Uhr das Derby mit der IG Bönen am Schulzentrum angepfiffen wird. Die IG ist mittlerweile nämlich auch eine Spitzenmannschaft und belegt mit 15 Punkten Rang drei. „Entgegen der Erwartungen“, sagt Aschmoneit, schließlich war die IG im Vorjahr noch ein Abstiegskandidat. „Die Bönener sind in den letzten Spielen der vergangenen Saison auch schon anders aufgetreten. Bei denen hat sich etwas verändert, was wir jetzt auch gerne hätten.“ zwölf von 14 Liga-Partien hat die IG mittlerweile saisonübergreifend gewonnen. „Wir sind vom Papier her nicht Favorit“, sagt Aschmoneit vor dem Derby. Die Vorzeichen haben sich schließlich geändert. - bob

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