Lahmes Bönener Derby endet torlos

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Die Nordbögger (blaue Trikots) verdienten sich den Punkt im torlosen Derby bei der SpVg mit viel Laufarbeit.

Bönen - Der Schlusspfiff von Schiedsrichter Fabian Rohrwasser sorgte dann doch noch einmal für Emotionen in einem ansonsten lahmen A-Liga-Derby zwischen der SpVg Bönen und dem VfK Nordbögge.

Zwei Gästespieler machten sich am Rehbusch von der Mittellinie aus auf den Weg zum Tor, einzig SpVg-Keeper Patrick Heller hätte das Tor in der Nachspielzeit noch verhindern können. Doch dann pfiff der Unparteiische ab und es blieb beim 0:0.

„Das war unglücklich“, so VfK-Spielertrainer Jürgen Serr, der unmittelbar nach dem Abpfiff noch rege diskutierte. „Der Schiedsrichter hat wohl vor der Ecke gesagt, das sei die letzte Aktion“, so Serr. Die Szene hatte es in sich, denn erst lenkte Nordbögges Schlussmann Robin Wittenborn die Hereingabe an den eigenen Pfosten. Nach dem Klärungsversuch der Gäste verlor Cengiz Güner als letzter Bönener Mann den Ball, sodass Lars Lenser und Daniel Möller freie Bahn hatten. „Ich behaupte mal, das Tor hätten sie gemacht“, meinte Serr bereits wieder entspannt.

Ein Tor der Nordbögge hätte den Spielverlauf allerdings auch auf den Kopf gestellt. Die Gäste suchten 90 Minuten ihr Heil in der Defensive, griffen erst nach der Mittellinie an und schafften es kaum, Entlastungsangriffe zu starten. Die SpVg bestimmte das Geschehen, agierte aber viel zu langsam und zu umständlich.

„Wir schaffen es momentan nicht, uns genügend Chancen herauszuspielen“, ärgerte sich Bönens Trainer Hendrik Dördelmann. „Wir sind nicht genug in Bewegung und versuchen es stattdessen mit der Brechstange. Der Ball muss mehr laufen und die Positionen gehalten werden.“

So entwickelte sich ein ganz schwaches Derby mit kaum nennenswerten Aktionen. Bönens Manuel Müller spitzelte den Ball nach 14 Minuten knapp am Tor vorbei. Wittenborn parierte den Versuch von Jörn Holtmann (21.), während Lars Lenser für die Gäste einen Freistoß von halblinks verzog (47.). Das waren schon die Höhepunkte der ersten Hälfte. „Es war schwer auf dem Platz zu kombinieren. Der ist so stumpf. Das ist nicht einfach für die Mannschaft, die das Spiel machen muss“, nahm Serr den Gegner in Schutz.

Die Nordbögger boten dem Gastgeber nur selten Lücken. Neben Serr zeigte mit Kevin Garske auch der zweite Innenverteidiger ein starkes Spiel. Und wenn auf den Außenbahnen mal ein wenig Raum war, spielte die SpVg das zu schlecht aus. Zumindest nahm die Rehbusch-Elf nach dem Wechsel etwas mehr Tempo auf. So musste Wittenborn in der 48. Minute gegen Sören Symmank klären, blockte Serr die Schüsse von Kevin Scheibke und Symmank (51.), köpfte Scheibke freistehend weit vorbei (53.). Danach verflachte die Partie aber schnell wieder. Erst in der 84. Minute wurde es nach einem 25-Meter-Schuss von Björn Kempe erneut gefährlich. Wittenborn reagierte gut. Sven Koslowski köpfte nach Flanke von Müller knapp drüber (88.), ehe Holtmann und Koslowski per Kopf in Wittenborn ihren Meister fanden, der den Ball zu der Ecke lenkte, die mit dem kuriosen Abpfiff des Schiedsrichters endete.

„Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, was die heute gegeben. Mit dem Punkt können wir leben“, war Serr zufrieden: „Hut ab, Nordbögge hat sich den Punkt kämpferisch verdient“, zollte auch Dördelmann dem Lokalrivalen für dessen Einsatz Respekt. - bob

SpVg: Heller – M. Öncül (75. Koslowski), Güner, Schneck, A. Öncül (66. Cakir) – Holtmann, Kempe – Symmank, Wittwer (63. Thiemann), Müller – Scheibke

VfK: R. Wittenborn – Frey, Serr, Garske, Siebert – Lenser, Rodriguez, J. Seepe (65. P. Wittenborn), Wiggermann, F. Bennemann – Möller

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