Nordbögge und Bönen stellen das Fußballspiel an die erste Stelle

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Treffen morgen im Derby wieder aufeinander: Hakan Elik, Thomas Kul und Kevin Scheibke.

BÖNEN - Am 9. Juni vergangenen Jahres vermieste der VfK Nordbögge dem Nachbarn SpVg Bönen mit einem 3:2-Sieg am Rehbusch den möglichen Bezirksliga-Aufstieg endgültig. Morgen könnte der Tabellendritte erneut Schicksal spielen. Bönen verspielte am vergangenen Sonntag gegen den BV Hamm (2:4) sein Punktepolster, hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf Verfolger FC Pelkum.

„Wir müssen doch sowieso jedes Spiel gewinnen“, sieht SpVg-Trainer Axel Maurischat die Partie gegen den Ortsnachbarn als normal an. Kollege Dennis Juraschuk meint ebenfalls, dass seine Nordbögger die Liga nur bedingt spannender machen können. „Bönen hat es ja im Spiel gegen Pelkum immer noch selber in der Hand“, erklärt er. Juraschuk geht es in erster Linie darum, dass 1:7 aus dem Hinspiel vergessen zu machen. „Damals fehlte uns die fußballerische Qualität.“ Die Chancen für eine Revanche sieht er momentan gegeben: „Es steht ja eine ganz andere Elf auf dem Platz“, blickt der VfK-Spielertrainer auf das Personal, dass ihm am Sonntag zur Verfügung steht. Vor allem Neuzugang Björn Kempe und Rückkehrer Sven Peschel, beide mit SpVg-Vergangenheit, werden das spielerische Niveau des Gastgebers heben.

Der Blick zurück aufs Hinspiel erzeugt bei Maurischat ein bisschen Wehmut. Im vergangenen Herbst war sein Team voll in der Spur. „Vor allem hatten wir mit Thorsten Renk und Ramazan Dincer zwei extrem schnelle Stürmer, die maßgeblich am Erfolg beteiligt waren.“

Die Vergangenheitsform gilt für Renk weiter. Dincer ist im Gegensatz zur Niederlage vom vergangenen Wochenende aber höchstwahrscheinlich wieder dabei. „Auch, wenn er das Donnerstagstraining wegen einer beim B-Jugendtraining erlittenen Verletzung absagen musste“, schränkt Maurischat ein. Fehlen wird den Bönenern, die ansonsten mit derselben Elf auflaufen wollen wie zuletzt Daniel Sadrinna wegen einer Magen-Darm-Grippe.

Beim VfK fehlt wahrscheinlich Marc Aschmoneit wegen einer Oberschenkelverletzung aus dem 2:1-Sieg in der Mark. Ansonsten ist Nordbögge, den Namen nach, gut besetzt. „Naja, einige haben aber Trainingsbedarf“, so Spielertrainer Juraschuk, den nach dem Neustart 2014 bisher nur die gute Punkteausbeute zufriedenstellt.

Das kann Maurischat nun nicht unbedingt unterschreiben. „Einige meiner Spieler müssen an ihrer Einstellung arbeiten“, ärgert er sich über gute 15 Minuten beim 1:0 bei der IG Bönen und die zu kurze Drangperiode beim Heimspiel gegen BV Hamm. „Ein Spiel dauert 90 Minuten. Wir müssen das spielerische Element wiederentdecken“, fordert er während Juraschuk das Derby locker angeht: „Wir freuen uns drauf und können frei aufspielen.“ - ml

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