Fußball

Wittenborn wird im Derby zum Elfmeterhelden

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VfK-Keeper Robin Wittenborn war im Derby gegen Bönen auf dem Posten.

Bönen – Im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga B1 hat das 1:1 (0:0)-Unentschieden im Gemeindederby vor rund 120 Zuschauern an der Feuerwache weder dem VfK Nordbögge noch der SpVg Bönen II weitergeholfen. Beide Mannschaften stehen weiter unter Druck.

Durch die Last-Minute-Niederlage des TVG Flierich-Lenningsen gegen Herringen II (siehe nebenstehender Bericht) und den Sieg des TSC Hamm II war die SpVg-Reserve schon vor dem Anstoß auf den wahrscheinlichen zusätzlichen Abstiegsplatz gerutscht. Nordbögge ist mit zwei Punkten mehr nun Zwölfter.

„Wir müssen das Spiel ganz klar gewinnen“, ärgerte sich SpVg-Coach Ralf Thiemann über die eklatante Abschlussschwäche seines Teams. Sein Gegenüber Sven Kaczor sprach zwar von einer „gerechten Punkteteilung“, gab aber zu, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte nicht gut ausgesehen hätte.

Kein Sieger im Derby an der Feuerwache

Bönen nutzt seine Chancen nicht

Die Bönener hatten sich mit Justin Sporkert, Yusuf Güney, Robin Gessinger und Eyüp Senel aus der spielfreien Ersten verstärkt. Und besonders die drei Offensivakteure machten auch viel Wirbel – allerdings ohne Ertrag. Malik Öncül, Güney gleich zweimal und Gessinger vergaben im ersten Durchgang große Chancen.

Mit dem 0:0 zur Pause gut bedient, steigerten sich die Nordbögger nach dem Wechsel. „Wir haben uns reingekämpft“, lobte Kaczor. Der VfK besaß sogar ein leichtes Übergewicht, doch Sven Koslowski scheiterte gleich zweimal frei im Strafraum, schoss erst drüber (54.) und verstolperte dann den Ball (62.). Voll traf auch Nikolaj Kirmse drei Minuten später die Kugel nicht, als er nach einer Flanke am zweiten Pfosten frei zum Schuss kam. Seinen Aufsetzer vermochten die Bönener aber nicht mehr vor der Linie zu klären.

Wittenborn: Erst Foul, dann Elferheld

Die Gäste gaben sich nicht geschlagen, blieben aber immer wieder an der Nordbögger Abwehr hängen. „Sie standen hinten gut“, musste Thiemann zugeben. Nach vorne boten sich dem VfK große Räume. „Wir haben aber mehrfach die falschen Entscheidungen getroffen“, ärgerte sich Kaczor über die ausgelassenen Kontergelegenheiten.

Auf der anderen Seite war nach einem Pass von Güney in der 71. Minute Gessinger eher am Ball als der herausgeeilte VfK-Keeper Robin Wittenborn, bei dem er dann geschickt einfädelte. Den fälligen Elfmeter von Öncül parierte der Schlussmann jedoch stark. Kurz darauf war er allerdings auch geschlagen. Mohamed Hussein hatte mit einem Flankenwechsel Güney Platz verschafft, nach dessen Pass Gessinger sich zehn Meter vor dem Tor um seine Gegner drehte und unhaltbar einschoss (78.).

"Das hat Spaß gemacht."

Bönen schnürte den Gastgeber danach ein, fand aber keine Lücke in der aufmerksamen VfK-Abwehr mehr. So haderte Thiemann über das fehlende Siegtor, meinte jedoch: „Das hat Spaß gemacht. Das war ein gutes B-Liga-Spiel.“

VfK: R. Wittenborn – Danielzik – Altberg, Hoffmann – Solakis – Schnieber, Francki – Strauß – Kirmse, Koslowski, Müller; Garske, Lenser, P. Wittenborn
SpVg II: Keil – E. Senel, Quint, Lehnertz, Al Kawaz – Luboch, Gözütok – Gessinger, Öncül, Sporkert – Güney; Scheibke, Hussein
Tore:  1:0 Kirmse (65.), 1:1 Gessinger (78.)
Bes. Vorkommnis: R. Wittenborn hält Foulelfmeter von Öncül (72.)

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