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Kleeschulte bleibt nur bis Saisonende

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Von: Markus Liesegang

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Norbert Kleeschulte hat den Trainerjob beim Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge übernommen.
Norbert Kleeschulte hat den Trainerjob beim Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge übernommen. © Liesegang

Der 59-jährige Hammer Norbert Kleeschulte ist neuer Trainer des Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge. Der Nachfolger von Jens Schulte-Vögeling hat angekündigt, diese Aufgabe nur bis zum Saisonende zu übernehmen.

Bönen – Am Dienstag saß der neue RSV-Coach Norbert Kleeschulte erstmals auf der Bank der Altenbögger. Der 59-jährige Nachfolger von Jens Schulte-Vögeling hatte auch gleich die Gelegenheit, sein Team bei einer in dieser Saison scheinbar schwierigen Aufgabe zu beobachten – endlich ein Auswärtsspiel zu gewinnen. Es war allerdings nicht in der Handball-Verbandsliga. Im Kreispokal-Viertelfinale besiegten die Gäste den Landesligisten SVE Dolberg standesgemäß mit 33:25 (16:11).

Generalprobe schon gelungen

„Mit Abstrichen“ sei die Generalprobe für das kommende Auswärtsspiel beim TV Verl gelungen, urteilte der Altenbögger Neutrainer. Er habe aber auch keine Erklärung für die Niederlagen des RSV in fremden Hallen zuvor im Gegensatz zum ganz anderen Auftreten der Sieben vor eigenem Publikum. „Ich habe ja Videos geguckt, da hat es in Auswärtsspielen mal mehr, mal weniger geklappt.“

Wie er für Abhilfe sorgen will? „Den Leuten, die ja alle schon in höheren Ligen aktiv waren, kann ich ja eigentlich nichts mehr erzählen, wie sie denn Handball spielen sollen. Die müssen sich einfach als Mannschaft zusammenraufen.“ Spieltechnisch geht er aber auch ran. Der erste Schritt hin zur Besserung sei die Stabilität in der Deckung, die gegen Ahlen (24:22) ja weitgehend vorhanden gewesen sei. Das gelte aber egal in welcher Halle.

Kleeschulte ließ die Formation am eigenen Kreis, inklusive Torwart, nahezu durchspielen. „Dass Kai da die ganze Zeit im Tor gestanden hat, hat übrigens gar nichts damit zu tun, dass er der Sohn des neuen Trainers ist. Er ist einfach gut in Form und hat die Erfahrung.“ Nachwuchsmann Marvin Wollek gehöre sicher die Zukunft. Und Christian Ihssen sei ein weiterer Keeper mit langer Erfahrung.

Die Entwicklung beim RSV verfolgt

Die Entwicklung des RSV mit der „tollen Jugendarbeit“ verfolge er seit einiger Zeit. „Und da soll ja noch mehr passieren.“ Die erste Mannschaft habe das Privileg, dass viele, auch befreundete Spieler, die durchaus schon höher gespielt hätten, dort zusammenwirken. Das Geschehen in Altenbögge verfolgt Kleeschulte nicht nur, weil sein Sohn dort spielt. „Chris hat ja auch kurz beim RSV gespielt“, ergänzt er. „Aber ich habe ja damals schon Mike Rothenpieler für eine halbe Saison unterstützt“, erinnert der Hammer.

Der 59-jährige Kleeschulte hat übrigens eine recht bunte Vita in Bezug auf den Handballsport. Er spielte bis zur A-Jugend selbst beim ASV Hamm, danach noch kurz während der Ausbildung in Köln-Porz. „Aber mit dem Job als Polizist in Wechselschicht war ein Engagement als Spieler in höheren Ligen nicht zu vereinbaren“, erzählt er aus der aktiven Laufbahn. Nach einer Knieverletzung machte er den Trainerschein zur B-Lizenz.

Ein Freundschaftsdienst für Stracke

Zurück in Hamm übernahm er im Laufe der Jahre nicht nur die zweite Mannschaft des ASV, sondern dann die A-Jugend der Ahlener SG – unter anderem mit Björn Wiegers und Tobias Mateina – und führte die Ahlener Handballdamen von der Landes- in die Verbandsliga. Seinen Sohn Kai trainierte er auch einmal als Coach des SCE Heessen.

Das Engagement als Trainer beim RSV soll bis zum Ende der Saison weitergehen. „Es ist ein Freundschaftsdienst für Tino Stracke, (Anm. der Red.: Sportlicher Leiter). Ich bin bereit zu helfen, weil sie im Moment keinen Trainer haben. Und ich habe die Mannschaft ausdrücklich gefragt, ob sie mich denn haben will.“ Ende der Saison sei definitiv Schluss. „Und, wenn Tino vorher jemanden findet, habe ich auch kein Problem damit, sofort wieder auszusteigen.“

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