RSV nimmt letzte Hürde vor dem Aufstiegsduell

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Thomas Wollek (hier noch im Trikot des HC Heeren) hütete in der zweiten Hälfte das Tor des RSV Altenbögge beim Gastspiel bei TuRa Bergkamen.

BERGKAMEN -  Es ist alles bereit für das absolute Spitzenspiel in der Handball-Kreisliga am kommenden Sonntag: Tabellenführer SuS Oberaden II hat sich beim 27:22 gegen den TV Werne ebenso wenig eine Blöße gegeben wie der RSV Altenbögge am Sonntagabend beim HC TuRa Bergkamen. Wobei der 25:19 (8:10)-Erfolg der Bönener ein hartes Stück Arbeit war. Erst nach 45 Minuten schaffte der RSV, der bis dato – das 1:0 ausgenommen – immer in Rückstand war, die Wende.

„Wir waren doch recht aufgeregt“, erkannte Betreuer Björn Dörnemann, dass das Duell um den Aufstieg in einer Woche in den Köpfen der Altenbögger herumschwirrte. „Wir haben unheimlich viel verworfen, fast mehr Fehlwürfe gemacht als Tore“, so Dörnemann. Ein Beispiel für die ungewohnte Wurfschwäche der Bönener war Tom Beutner. Der sonst so treffsichere Rückraumakteur erzielte erst nach 40 Minuten sein erstes Tor, hatte sich bis dahin aber schon fünf Fehlversuche geleistet.

Besonders in der ersten Hälfte lief bei den Gästen kaum etwas zusammen. Das Fehlen von Leistungsträger Tino Stracke war deutlich zu merken. Zwar hatten die Bönener mit Martin Höhmann, dem ehemaligen Oberliga-Spieler der HSE Hamm, auf Strackes Position ein Ass aus dem Ärmel gezogen, doch das Zusammenspiel lahmte nach nur wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten. Mit zwölf Toren hielt Höhmann den RSV dafür aber alleine im Spiel.

Das sich eine spannende Partie entwickelte, lag jedoch nicht nur an den Schwächen der Gäste. Der Tabellensechste aus Bergkamen machte den Bönenern das Leben schwer, verfügte im Angriff allerdings auch nicht über die große Durchschlagskraft. So blieb Altenbögge immer in Reichweite. „In der Abwehr war das einigermaßen okay, aber vorne waren wir nicht spritzig genug. Wir sind nicht in Schwung gekommen“, meinte Dörnemann.

Die Vorstellung der Bönener wurde vor den Augen der Aufstiegsrivalen aus Oberaden im zweiten Durchgang besser. Und als mit dem Tor zum 16:17 die erste Führung für die Gäste auf der Anzeigentafel aufleuchtete, zogen diese gleich auf und davon. Beim Stand von 17:21 (55.) war die Entscheidung gefallen. Daran hatte ein weiterer Joker der Bönener großen Anteil. A-Jugendtrainer Thomas Wollek nahm nach dem Wechsel den Platz im Tor ein, hielt sofort zwei Siebenmeter und zeigte auch im Anschluss klasse Paraden. Dazu leitete der Routinier, der im vergangenen Jahr noch beim Landesligisten HC Heeren ausgeholfen hatte, mit schnellen Pässen einige Tempogegenstöße ein, die die flinken Dennis Geckert und Lukas Florian dankend zu Toren nutzten.

„Am Ende war es ein verdienter Sieg, weil wir uns in der zweiten Hälfte zu unseren alten Stärken gefunden haben“, bilanzierte Dörnemann abschließend. - bob

RSV: Springhoff (1.-30.), Wollek (31.-60.), Joneleit (n.e.) – Florian (4), Lublow (2), Höhmann (12/5), Beutner (2), Geckert (4), Bajramovic, Althaus, Abel, Pieper (n.e.), Wöllert (n.e.), Supenkamp (n.e.)

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