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Neues von der IG Bönen: Kücük geht, Wunschspieler Nweke kommt

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Von: Rainer Gudra

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Hüseyin Kücük (links), der nun ehemalige Sportliche Leiter, beim Spiel gegen Altenrheine mit Mohammed Bulut, Samet Akyüz, Ivan Mandusic und Serfallah Gün (vorne).
So wird’s nicht wieder sein: Hüseyin Kücük (links), der nun ehemalige Sportliche Leiter, beim Spiel gegen Altenrheine mit Mohammed Bulut, Samet Akyüz, Ivan Mandusic und Serfallah Gün (vorne). © Liesegang Markus

Kurz vor dem Start in die Vorbereitung am Montag, 4. Juli, haben sich beim künftigen Fußball-Westfalenligisten IG Bönen noch einige Personalien ergeben.

Bönen - So hat sich Hüseyin Kücük, Sportlicher Leiter und auch Spieler des souveränen Landesliga-Meisters, aus beiden Bereichen zurückgezogen. Neu ist hingegen als vierter Zugang für die Saison 2022/2023 Kingsley Kanayo Nweke vom FC Borussia Dröschede.

20 Tore für Absteiger Dröschede

„Mein Wunschspieler: robust, ballsicher, ein Linksfuß mit Torriecher“, sagt Trainer Ferhat Cerci über den wuchtigen Mittelstürmer, der in der vergangenen Saison beim Westfalenliga-Absteiger aus Iserlohn für 20 der insgesamt nur 37 Tore verantwortlich war. „Ein feiner Junge, ich bin sehr glücklich über seine Verpflichtung“, sagt Cerci.

Zuvor hatte er bereits mit dem früheren marokkanischen U17-Nationalspieler Mohammed El Gourari sowie Kaan Akcay zwei junge Zugänge präsentiert, die eine Vergangenheit bei der Hammer SpVg hatten und zuletzt für Oberliga-Absteiger Westfalia Herne (El Gourari) und den Westfalenligisten BSV Schüren (Akcay) spielten. Zudem wird am Montag (19 Uhr, Schulzentrum) mit Barbaros Inan ein 19-jähriges Sturmtalent vorgestellt. Der Belgier, der beide Flügel bespielen kann, stand zuletzt im Oberliga-Kader des ASC 09 Dortmund.

Kücük will viel kürzer treten

Wegbereiter dieser Verpflichtungen war Hüseyin Kücük. „Ich habe jetzt für mich aber beschlossen, deutlich kürzer zu treten – ganz spontan“, sagt der nun ehemalige Sportliche Leiter, der sich in Zukunft mehr seiner Familie widmen möchte. Der Aufwand für die Westfalenliga sei als Aktiver und als Funktionär noch einmal deutlich höher als eine Spielklasse tiefer, sagt Kücük, und: „Ich werde jetzt erst einmal meinen Urlaub genießen und dann sehen, wie es weitergehen wird.“ Zunächst einmal möchte er sich mehr seinem Sohn widmen, der beim SVF Herringen Fußball spielt.

Einen Nachfolger gibt es bei der IG noch nicht. „Ich muss mich einfach für die tolle Zusammenarbeit bedanken. Wir bleiben Freunde, und er wird uns nicht nur als Sportlicher Leiter fehlen“, sagt Ferhat Cerci. Er selbst – und auch Prasident Kemal Cakir – sieht auf dieser Position derzeit keinen Handlungsbedarf: „Die Vorbereitung auf die Saison 22/23 ist abgeschlossen und da hat Hüseyin alles erledigt gehabt. Wir suchen einen adäquaten Mann für 23/24. Es geht auch ein Jahr ohne.“ Allerdings schränkt Cerci ein: „Sollten neue Leute mit neuen Ideen zu uns kommen, werden wir uns sicher an einen Tisch setzen. Da sind wir für alles offen.“

Acar-Wechsel: Wogen geglättet

Derweil haben sich die Wogen um den Wechsel von Yasin Acar zu Türkspor Dortmund geglättet. „Türkspor, die IG und ich haben uns zussammengesetzt und haben alles geklärt“, sagt der Spieler, und: „Falls ich in letzter Zeit emotional reagiert habe und die eine oder andere Aussage falsch herüber kam, möchte ich mich dafür entschuldigen.“ Acar dankte beiden Vereinen für deren professionelles Handeln und sagte: „Jetzt kann ich mich voll auf meine Aufgabe bei Türkspor freuen und konzentrieren.“

Zwischen dem Dortmunder Verein, der in einer Parallelstafffel ebenfalls Meister geworden ist, und der IG, speziell zwischen den beiden Trainerfreunden Orhan Özkara (Türksspor) und Ferhat Cerci (IG), war es zu Streitigkeiten gekommen. Der Vorwurf aus Bönen: Acar, der 2020 aus Rhynern gekommen war, und Türkspor sollen „hinten herum“ sowie „respektlos“ (Cerci) und ohne direkten Kontakt zur IG versucht haben, den Spieler aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag heraus zu bekommen. „Wir haben jetzt sachlich über alles gesprochen“, berichtet Acar.

Vertrag noch nicht aufgelöst

„Fakt ist: Wir wollen dem Jungen keine Steine in den Weg legen. Wir als Verein, in erster Linie aber unser Präsident, haben gesagt: Unter bestimmten Bedingungen können wir uns die Auflösung des Vertrages vorstellen“, sagt Cerci, aber auch: „Die Vertragsauflösung ist noch nicht zustande gekommen. Aber wir bewegen uns aufeinander zu.“

Das erste Testspiel im Rahmen der Vorbereitung wird die IG am Freitag, 8. Juli, beim künftigen Oberligisten TuS Bövinghausen bestreiten (19 Uhr). Der Klub des 2014er Weltmeisters Kevin Großkreutz, trainiert vom ehemaligen Profi Sebastian Tyrala, hat sich in den vergangenen Wochen enorm verstärkt – zum Beispiel auch mit Sezer Toy vom künftigen Ligakonkurrenten Westfalia Rhynern. Zudem sind Partien bei der SpVg Hagen 1911 am 10. Juli, beim BSV Schüren am 17. Juli sowie erstmals daheim am 31. Juli gegen die Reserve des Drittligisten SC Verl angesetzt.

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