Reiten

Neuerungen in Hacheney kommen gut an

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Svenja Borghardt gewann mit Georgiana das Zwei-Phasen-Springen und ein A*-Springen.

Bönen J Zu den beliebtesten Plätzen auf der Anlage der Reitgemeinschaft Bönen-Hacheney zählten am Wochenende die Sitzplätze an dem Weg entlang des Abreitvierecks der Dressurhalle. Die Wettkämpfe des Sommerturniers fanden zwar in einiger Entfernung statt, aber dort boten die Bäume ab dem frühen Nachmittag Schatten. Es waren nicht nur die Pferde und Reiter, die unter der Hitze am Wochenende litten, auch bei den Zuschauern floß der Schweiß.

„Wir haben dankeswerterweise Wasser von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen“, wusste Sabine Kroll, die 1. Vorsitzende der RGH, dass ihr Verein in diesem Jahr mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Als am Montag die Spuren des großen Sommerturniers aufgeräumt wurden, war sie froh darüber, dass alles zur Zufriedenheit der Gäste von den zahlreichen Helfern bewerkstelligt wurde. So waren die Wettkampfstätten in gutem Zustand und die Bedingungen so gut wie unter diesen Voraussetzungen möglich. Und ganz wichtig: Das Rote Kreuz musste mit Ausnahme von ein paar Wespenstichen nicht eingreifen.

 Zwar verzichteten einige gemeldete Reiter – besonders am Freitag und Samstag – auf ihren Start „aber wir haben nicht mit so vielen Teilnehmer gerechnet“, sagte Kroll. Die dem Wetter zum Trotz insgesamt guten Zahlen begründete sie mit dem neuem Abreiteplatz für die Springreiter: „Da haben wir jetzt Sand und das ist gut angenommen worden.“

Auftakt des Sommerturniers der RG Hacheney

Sportlich zog Kroll ebenfalls zufrieden Bilanz – besonders mit dem Blick auf die eigenen Reiter. „Es gab nicht eine Prüfung, in der Hacheneyer nicht platziert waren“, sagte sie. Stark vertreten war der Gastgeber naturgemäß bei den kleinen Disziplinen. Zwei Siege feierte Svenja Borghardt, die mit Georgiana die Zwei-Phasen-Springprüfung gewann. Erste wurde sie auch in einem A*-Springen vor Vereinskollegin Leonie Kroll und den Nordböggerinnen Dajana Plaaß-Birwe und Stephanie Schoen. Der RFV Nordbögge-Lerche war dafür im Mannschaftsspringen auf Rang zwei besser platziert als verschiedene Hacheneyer Teams. Ganz vorne landete der RV Kamen.

Sommerturnier der RG Hacheney - der Samstag

Borghardt ritt zudem in einem neuen Wettbewerb auf Rang zwei, einem A**-Springen, bei dem die Schwierigkeit der Hindernisse ständig weiter ansteigt, bis zum Abschluss zwei L-Hürden zu überwinden sind. „Das ist eine gute Alternative“, findet Sabine Kroll, da so A-Springer auch mal höhere Herausforderungen meistern könnten. „Zwei L-Sprünge schafft jeder, der A reiten darf“, meint Kroll.

Die RGH-Reiter sammelten weitere goldene Schleifen: Laura-Marie Kroll gewann mit einer starken Wertnote von 8,00 die Dressurreiterprüfung mit Danny´s Boy, Susanne Engelhardt auf Despino eine Springpferdeprüfung der Klasse A* (7,2). Anna Vieler mit Hollywood Star wurde Erste im Reiter-Wettbewerb. Der Titel als vereinsbeste RGH-Reiterin wurde aber zum Abschluss des Turniers an Sina Becker vergeben, die viele vordere Platzierungen holte und die besondere Prüfung mit der Nummer elf für sich entschied. Die war nur für Haflinger ausgeschrieben und kam bei ihrer Premiere gut an. Alle Spezialisten aus der Umgebung seien mit ihren Ponys zum Heideweg gekommen.

Neu in der Ausschreibung war das Springen für Haflinger. Es wurde von den Freunden dieser Pferderasse gut angenommen und mit Sina Becker (Zweite von rechts) von einer Lokalmatadorin gewonnen.

Auch die Nordbögger zeigten sich eine Woche nach ihrem eigenen Turnier wieder in guter Form. Neben vielen vorderen Plätzen siegten Jenny Schilk mit Gerstloo’s Amadeus im Standard-Springwettbewerb, Hannah Heine mit Dicentra in der A-Dressur (7,3).

Sommerturnier der RG Hacheney - der Sonntag

Zwei weitere Erfolge gingen nach Bönen, wenn auch nicht an heimische Vereine. Nina-Maria Palomäki (RV Rhynern) zeigte die beste Vorstellung in der M-Dressur, der höchsten ausgeschriebenen Prüfung in der Reithalle. Petra Schaumann nahm die goldene Schleife in der A**-Dressur mit zum RFV Kamen. Den Sieg im prestigeträchtigen M-Springen verpasste Christina Aust mit Kollinear im Stechen nur knapp um weniger als eine Sekunde (der WA berichtete. Wie schon unmittelbar zuvor bei ihrem ersten Platz in der L-Prüfung hatte sie mit ihren Pferd beim Anreiten (und später bei der Siegerehrung) zu kämpfen. Als es dann aber drauf ankam, waren beide voll da.

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