Lauf am Förderturm

Neuerungen beim Turmlauf schlagen ein

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Gelungene Premiere: Jan-Philipp Struck kümmerte sich beim Turmlauf um die neu eingeführte elektronische Zeitmessung.

Ganze zwei Stunden dauerte der vierte Lauf am Förderturm vom Start des Schülerlaufs bis der letzte Walker ins Ziel trottete, eine gute Stunde die Ehrung der Sieger. Aufbau und Test der Technik, der Kuchentheke und des Grillstandes, das Einrichten der Strecke mit Posten, Richtungstafeln und Entfernungshinweisen hingegen benötigte ein Vielfaches der Zeit.

Seit dem frühen Sonntagmorgen waren die Bönener Lauffreunde aktiv. Der Dank an den Verein war das Lob der 345 Sportler, die trotz des Schmuddelwetters zum Turm fanden. Entsprechend positiv fiel die Bilanz des Vorsitzenden Jochen von Glahn aus, als die letzten Arbeiten am Nachmittag erledigt waren. „Alles hat gut geklappt. Und angesichts des Dauerregens können wir auch mit der Teilnehmerzahl durchaus zufrieden sein“, meinte er. „Ziehen“ würden ja in der Regel nur noch die großen Läufe, die zugleich ein attraktives Ausflugsziel darstellten. Das Stichwort sei: Laufen als Event. Die „Kleinen“ hätten es schwer. „Deswegen bin ich auch froh, dass wir den Turm als Herausstellungsmerkmal haben“, so von Glahn. Die Idee, das Drumherum ganz in die Goethehalle zu verlegen, wurde deswegen im Vorfeld der Planungen zur vierten Auflage abgelehnt.

Die Angebote im Bönener Wahrzeichen rückten diesmal näher zusammen. Eine Mikrofonübertragung in die warme Cafeteria vereinte das Geschehen über die Etagen. Auf der Rasenhängebank im Untergeschoss des Turms fand nicht nur die Siegerehrung statt, Marcus Voß hatte dort den Ausrüsterstand des Lauffreunde-Ausstatters aufgebaut. Keine schlechte Standortwahl: Immerhin diente der Ort vielen Läufern zum Wechseln in wärmere und trockene Klamotten. Da entdeckte mancher, was er noch gebrauchen könnte.

4. Lauf am Turm Bönen, Teil 1

„Wie erwartet rumpelig“, äußerte sich von Glahn zur wichtigsten Neuerung des Lauffreundejahres 2019, der Einführung der automatischen Zeiterfassung mit raceresult-System. „Eigentlich perfekt!“, widersprach der Verantwortliche für die Umsetzung der Zeitmessung, Jan-Philipp Struck. Trotz der Druckerprobleme hätten die Sportler nach zwei, drei Minuten die Urkunden in der Hand gehalten. Die Ergebnisse seien direkt online gewesen. Nur der Ausdruck von Ergebnislisten für das Aushängen vor Ort hakte. „Man könnte überlegen, das durch die Projektion per Beamer zu ersetzen“, so Struck.

„Wir hatten dann noch einen, der seine Startnummer verloren hatte, den konnten wir aber zuordnen“, erklärte der EDV-Fachmann des Vereins. Als Backup stand eine Videokamera neben der Kommandozentrale am Start, im Camping-Bulli von Claudia und Peter Bollwig. „Das mit den Schirmen als Regenschutz beim Sechs-Stundenlauf im Sommer hatte sich ja nicht bewährt“, erklärten die beiden Lauffreunde ihre vierrädrige Leihgabe.

Flatterband schützt verfrühter Zeitmessung

An den Start und den Zieleinlauf unter anderen Bedingungen mussten sich einige Läufer allerdings noch gewöhnen. Struck und seine Helfer hatten das Registrierungspad für den passiven RFID-Chip in der Startnummer weiträumig mit Flatterband abgesichert. Das hätte nämlich bei einem ungeduldigen, dem Pad zu nahe gekommenen Läufer frühzeitig die Zeitmessung ausgelöst.

Zu guter Letzt ist es Standard des jeweiligen Vorsitzenden der Lauffreunde bereits seit Beginn des Bönener Volkslaufes in Flierich vor 34 Jahren, die Thekenmannschaft zu loben. Die einen, die einsam unter dem Pavillon vor dem Foyer des Turms grillten, für ihr Durchhaltevermögen, denn die Würstchen wurden anschließend von den Hungrigen schnell ins Trockene gebracht und drinnen gegessen. Die anderen dafür, dass sie wie jedes Jahr ganz Bönen und die Angereisten mit dem Kuchen fürs sonntägliche Kaffeetrinken versorgten. Überhaupt die Helfer: „Es hat sich ausgezahlt, dass wir jetzt Teamleiter haben, die den jeweiligen Bereich managen“, meinte von Glahn zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

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