Neuer Kreisläufer für den RSV

Beim RSV fliegen schon wieder die Bälle

Um Spaß am Handball und regelmäßiges Training ging es RSV-Coach Jens Schulte-Vögeling (linkes Foto) in den ersten Wochen, bald soll die Intensität der Einheiten aber erhöht werden.
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Um Spaß am Handball und regelmäßiges Training ging es RSV-Coach Jens Schulte-Vögeling (linkes Foto) in den ersten Wochen, bald soll die Intensität der Einheiten aber erhöht werden.

Vor einiger Zeit haben die Verbandsliga-Handballer des RSV Altenbögge wieder ihr Training aufgenommen. Coach Jens Schulte-Vögeling hatte vor allem das Ziel, dass alle wieder gut und ohne Verletzung in Bewegung kommen. Zeitnah möchte er aber nun die Zügel anziehen. Sein Kader hat sich im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen allerdings noch leicht verändert.

Bönen – Eigentlich, so Schulte-Vögeling, hätten alle Akteure, die auch im Vorjahr nach dem Aufstieg in der Abbruchsaison 2019/2020 das Abenteuer Verbandsliga in Angriff genommen haben und dann nur einmal spielen durften, auch für die kommende Spielzeit ihre Zusage gegeben, doch jetzt kann er auf Dennis Geckert und Jan Weber nicht mehr so wie gewünscht zurückgreifen. Beide treten kürzer.

„Sie sind aber nicht weg“, sagt Schulte-Vögeling. Linksaußen Geckert wird aus privaten Gründen in Zukunft nur noch als Standby-Spieler fungieren und kein regelmäßiges Training mit der Mannschaft mehr absolvieren. „Um seine Fitness mache ich mir aber keine Sorgen“, weiß Schulte-Vögeling, dass der frühere Kapitän auch neben dem Handball sportlich unterwegs ist. Sollte es auf links Probleme geben, wird Geckert bereitstehen. „Ins Handballspielen wird er schnell wieder reinkommen“, ist sich der Coach sicher.

Weber, der erst vor der vergangenen Saison nach Bönen zurückgekehrt war, beginnt nach den Ferien eine Meisterschule mit Unterrichtsstunden am Abend. Noch ist zwar nicht klar, um welche Tage es sich handeln wird, doch mit Familie, Haus und der Schule ist der Kreisläufer gut ausgelastet. Es gelte abzuwarten, wie viele Trainingseinheiten Weber letztlich bestreiten könne, so Schulte-Vögeling.

Ersatz am Kreis aus Heeren

Ersatz am Kreis haben die Altenbögger bereits gefunden. Christopher Zacharias stößt vom Bezirksligisten HC Heeren zum RSV. Zacharias wird bald 30 Jahre alt und spielte für TuRa Bergkamen auch schön in höheren Ligen. „Er passt gut in die Mannschaft und scheut sich auch nicht vor der Abwehrarbeit“, meint sein neuer Coach.

Keeper Marvin Wollek, der in der Vorsaison schon zum Verbandsliga-Kader gehörte, obwohl er noch bei den A-Junioren spielte, ist nun endgültig fest dabei und bildet mit Christian Ihssen und Dirk Joneleit, der ein weiteres Jahr dranhängt, das Torwart-Trio in der MCG-Halle. Wolleks A-Jugend-Teamkollegen Tim Baeck und Jonas Weige, der seine Schulterprobleme aus der Vor-Coronazeit mittlerweile überwunden hat, werden ebenfalls bei der Ersten mittrainieren und können sich für Einsatzzeiten empfehlen. Ob sie später in der Verbandsliga oder im ambitionierten Kreisliga-Team spielen werden, wird die Vorbereitung zeigen.

Dennis Geckert tritt aus privaten Gründen beim RSV kürzer, steht aber als Standby-Spieler bereit.

Auch Wöllert und Renzing trainieren mit

Das gilt auch bei Giuliano Wöllert, der aus Bergkamen nach Bönen zurückkehrt, wo er im Nachwuchsbereich bereits eine Mannschaft trainiert. Kilian Renzing war im Verlauf des Lockdowns vom Hammer SC zur RSV-Reserve gewechselt. Der Rückraumakteur hat mit Anfang 20 laut Schulte-Vögeling aber „Bock drauf“, die Herausforderung in der Ersten zu suchen. Der Coach freut sich, dass dieses Quartett dabei ist, so dass er immer viele Leute beim Training hat. Die Tür nach oben ist beim RSV aber generell nicht zu. „Wir wollen uns eng mit der Zweiten verzahnen“, erklärt Schulte-Vögeling.

Verzichten muss er vorerst allerdings auf Gregor Stefek, der sich im März einen Achillessehnenriss zugezogen hat und zumindest die komplette Vorbereitung verpassen wird. Ob er beim Saisonbeginn Anfang Oktober dabei sein kann, ist unklar. Lukas Florian ist dagegen nach seiner Schulter-Operation im Januar bereits ins Training eingestiegen, macht auch schon Passübungen mit, belastet aber noch nicht voll.

Langsam die Zügel anziehen

Überhaupt haben es die Altenbögger bislang eher ruhiger angehen lassen. Nach der monatelangen Pause setzte Schulte-Vögeling „viel auf Verletzungsprävention“, arbeitete an der Stabilität und an der Athletik, setzte Therabänder für den Schulter- und Sprunggelenkbereich ein. „Wir haben aber auch schon den Ball fliegen lassen.“ Außerdem ging es ihm vor allem darum, „den Spaß am Handballsport und eine Regelmäßigkeit“ wiederzufinden. „Jetzt so langsam können wir aber einen Gang höher schalten“, will er die Lauf- und Trainingsintensität intensivieren. Der Übergang zur ‘normalen’ Vorbereitung steht an.

Für die hat der Trainer die ersten Testspiele ausgemacht – das erste steigt am 22. Juli gegen den Oberligisten TuRa Bergkamen. Vom 13. bis 15. August bestreiten die Altenbögger ein Trainingslager in der eigenen Halle. Deutlich früher, nämlich am jetzigen Samstag, werden die RSV-Handballer bereits einige Zeit miteinander verbringen. Der „Teamtag“ werde einen Mix aus „Sportlichkeit und Geselligkeit“ bieten, kündigt Schulte-Vögeling an. Mit dem genauen Programm will er seine Schützlinge jedoch überraschen.

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