Rennrollstuhl

Neuer deutscher Rekord für Denis Schmitz

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Dennis Schmitz stellte über 1500 m einen neuen deutschen Rekord auf, in anderen Rennen rissen aber seine Gurte.

Notwill - Das volle Programm, das Rennrollstuhlfahrer Denis Schmitz bei den verschiedenen Veranstaltungen im schweizerischen Notwill absolvierte, zerrte nicht nur an den Kräften des Böneners, sondern auch an seinem Material. So musste er zwei Rennen mit technischen Pannen an seinen Rollstuhl bestreiten, schaffte aber auch gute Ergebnisse.

Schon in der Vorwoche hatte er über 100 Meter in 19,68 Sekunden einen neuen deutschen Rekord aufgestellt und den Wettbewerb gewonnen. An dieses Resultat kam der Behindertensportler der RGS Bönen im weiteren Verlauf allerdings nicht mehr heran. Zunächst riss ihm in einem 100-m-Lauf der Kniegurt, er kam bei der international besetzten Veranstaltung aber dennoch in einer Zeit von 20,54 auf Rang zwei. Zwei Tage darauf wurde er in 19,84 erneut Zweiter. „Unter 20 Sekunden, das ist gut“, meinte Vater und Trainer Rüdiger Schmitz zufrieden. Damit sammelte sein Sohn weitere Achtungserfolge in dieser wichtigen Disziplin, in der in seiner Schadensklasse T33 im August in Berlin die Europameisterschaft ausgetragen wird. Nach einer Überarbeitung der Klassifizierung einiger Konkurrenten des Böneners durch den Behindertensportweltverband wird derzeit die EM-Norm neu geprüft. Aktuell steht sie noch bei unter 19 Sekunden.

In Notwill, das bei Luzern liegt, wagte sich Schmitz auch wieder an die 1500 m. Das lohnte sich, denn er unterbot seinen eigenen deutschen Rekord um 14 Sekunden auf 4:41:48 Minuten, musste allerdings als Zweiter seinem Konkurrenten den bis dato von ihm gehaltenen Europarekord überlassen. In einem 200-m-Lauf riss dann noch ein Rückengurt, weswegen Rüdiger Schmitz eine gemischte Bilanz zog: „Das war vielleicht zu viel Programm“, sah er zum Ende der Veranstaltung auch einen Kräfteverschleiß.

Es geht aber ab Ende Juni munter weiter. Beginnend mit den Landesmeisterschaften am 23./24. Juni ist er mit seinem Vater viel unterwegs. Die Woche darauf ist er beim Grand Prix in Berlin, bevor die DM in Kienbaum ansteht. Ab dem 16. Juli geht es dann zu einem Nationalmannschaftslehrgang in die Schweiz.

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