SpVg in Lauerstellung vor dem freien Wochenende

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Tobias Wittwer, Sedat Cakir und Fatih Korkmaz haben Grund zu Lachen. Die SpVg ist das einzige ungeschlagene Team der Kreisliga A1.

Bönen - Genau drei Mannschaften sind im gesamten Fußball-Kreis Unna-Hamm noch ungeschlagen, darunter die SpVg Bönen, die in Stockum gerade so noch ein Unentschieden rettet und dem A-Liga-Spitzenduo auf den Fersen. Am Tabellenende feierte die IG Bönen einen wichtigen Sieg, während der VfK Nordbögge sich vor dem spielfreien Allerheiligen-Wochenende über verschenkte Punkte ärgerte.

Nach einem schwachen Beginn lag die SpVg in Stockum nach rund 20 Minuten mit 0:2 hinten. Nach der Pause drehte Bönen auf und markierte verdientermaßen fünf Minuten vor dem Ende durch einen abgefälschten Kopfball von Malik Öncül noch den 2:2-Ausgleich. SpVg-Coach Hendrik Dördelmann war voll des Lobes für seine Mannschaft: „Das war eine super Teamleistung, die uns in den letzten Wochen gefehlt hat. Die Einstellung war top.“

Die SpVg verpasste allerdings die Gelegenheit, die Punktverluste VfL Mark (1:2 gegen BV 09 Hamm) und des TuS Uentrop (2:2 gegen die Hammer SpVg III) zu nutzen, um den Abstand auf die beiden punktgleichen Tabellenführer auf zwei Zähler zu reduzieren. Das wollte Dördelmann jedoch nicht als Haar in der Suppe gelten lassen: „Wir sind die einzige Mannschaft der Liga, die noch ungeschlagen ist, und sind in Schlagdistanz“, hob er vielmehr hervor. Die anderen Teams ohne Niederlage sind übrigens die Kreisliga-Frauen des FC Overberge und die Reserve von Rot-Weiß Unna in der Kreisliga B2.

Bönen fiel sogar vom dritten auf den fünften Rang zurück, da der BVH und Eintracht Werne knapp vorbeizogen. Das unterstreicht nur, wie eng es in diesem Jahr zugeht. Lediglich fest steht, dass diese fünf Vereine den Titel unter sich ausmachen werden. Die HSV III als Sechster liegt schon sieben Punkte hinter der Rehbusch-Elf. Die SpVg hat dabei ein Spiel weniger als die vier Konkurrenten, könnte sich also noch ganz nah an die Spitze heranschieben. Das weiß auch Dördelmann: „Dann haben wir in den direkten Duellen , die Chance vorbeizuziehen.“ Schon der nächste Spieltag am 8. November könnte Bewegung in die Fünfer-Gruppe bringen, treffen doch Werne und Mark sowie der BVH und Uentrop aufeinander.

Bönen muss sich allerdings selber im Derby gegen die IG schadlos halten. Für die Mannschaft von Trainer Ayhan Sezer (Bild) ist es das erste von zwei aufeinanderfolgenden Lokalduellen, spielt sie doch eine Woche später gegen den VfK Nordbögge. In die Partien geht die IG gestärkt, beendete sie doch eine Serie von sechs Spielen ohne Sieg mit dem verdienten 2:0-Erfolg gegen Lohauserholz. Die Sezer-Elf überzeugte kämpferisch und hatte seit langem auch wieder drei Akteure auf der Bank, was sich in der Schlussphase in Unterzahl nach dem unnötigen Platzverweis von Sherif Karahan (58.) bemerkbar machte.

Sezer, der als – allerdings kaum geprüfter – Ersatz für den verletzten Stammkeeper Emre Tuczuoglu das erste Zu-Null-Spiel seiner Mannschaft erlebte, lobte seine Schützlinge dann auch. Er vergaß aber nicht darauf hinzuweisen, dass angesichts von vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nichts erreicht sei. Deshalb will er das spielfreie Wochenende zu einem weiteren Gespräch mit den Spielern nutzen, um die gegen Hölzken gezeigte richtige Einstellung dauerhaft einzufordern.

Der VfK hingegen erhielt am Freitagabend in Herringen einen weiteren Rückschlag. Vier Tore reichten dem Vorletzten nicht, um wenigstens einen Punkt aus Herringen mitzunehmen. Trainer Jürgen Serr haderte mit dem Schiedsrichter, der in der Schlussphase eine Rote Karte für den SVF wegen Notbremse stecken ließ und das Zeitspiel der Herringer nicht ahndete. So wurde die tolle Moral nach dem zwischenzeitlichen 2:5-Rückstand nicht mehr belohnt und es blieb beim 4:5. Allerdings luden die Nordbögger den Gegner auch zu den fünf Treffern ein. Besonders als der VfK versuchte mitzuspielen, wurden die Defizite der Mannschaft deutlich. Die Serr-Elf ist aktuell schlichtweg auf einigen Positionen nicht a-liga-tauglich besetzt.

Dennoch, bis zur Winterpause kann der VfK seine Ausgangslage für die Rückrunde verbessern. Möglich ist das, trifft er doch auf Mitkonkurrenten wie die IG, den HSC oder den TuS 59. - bob

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