Neue Hoffnung bei der IG Bönen

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Fatih Korkmaz (links) brachte nach seiner Einwechslung frischen Wind ins Spiel der Bönener.

BÖNEN -  Die Situation stellt sich zwar noch nicht wirklich besser da, aber ein Anfang ist immerhin gemacht. Mit dem 1:1 im Nachholspiel beim VfL Mark beendete die IG Bönen seine Niederlagenserie und sendete ein Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Das rettende Ufer ist immer noch weit entfernt, sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Aber: „Wir sind auf dem richtigen Weg. So ein Auswärtspunkt kann für uns noch Gold wert sein“, erklärte Trainer Ayhan Sezer. Er hätte zwar lieber einen Dreier aus der Mark mitgenommen, nahm das Unentschieden jedoch als wichtiges Erfolgserlebnis für seine in der Hinrunde arg gebeutelte Mannschaft gerne an.

Für die Aufholjagd setzt sich das Liga-Schlusslicht kleine Etappenziele. Zuerst will die IG den letzten Tabellenplatz an TIU Rünthe, das derzeit vier Punkte vorausliegt, abgeben. Dann geht der Blick weiter nach oben. „Wir haben die direkten Konkurrenten noch vor uns“, weißt Sezer auf die Duelle mit Gurbet Spor Bergkamen am 23. März und mit TIU am Ostermontag, 21. April, hin. Vor allem Diese Partie sind für den Bönener Klassenerhalt von elementarer Bedeutung.

Das IG-Team scheint sich im Vergleich zur Hinrunde tatsächlich verbessert zu haben. Die Mannschaft stand beim VfL Mark kompakter, war in der Offensive torgefährlicher und im Zusammenspiel strukturierter. Daran hatten natürlich die vielen Neuzugänge ihren Anteil. Stürmer Ibrahim Yörük traf gleich im ersten Spiel, Caner Bölükbasi und Semi Karayaka waren vor allem in der ersten Hälfte an vielen guten Szenen beteiligt, und Sherif Karahan stabilisierte die Abwehr. „Wir haben jetzt mehr Klasse drin“, sagt Sezer und meint das sowohl spielerisch als auch taktisch.

Und über eine weitere Tatsache freut sich der Coach. Er verfügt nun über eine liga-taugliche Bank. Mit Fatih Korkmaz und Harun Dogan brachte Sezer im zweiten Durchgang neuen Schwung, wo er in der Hinrunde bei seinen Wechseln meist zum Lückenfüllen gezwungen war. Obendrein stand ihm mit Mikail Oturak ein weiterer Stürmer zur Verfügung, der als vierter Reservespieler in der Mark nicht zum Zuge kam. „Wir haben jetzt mehr Vielfalt“, freut sich Sezer.

Der Trainer weiß aber auch, dass noch viel Arbeit auf ihn und sein Team wartet. Zwischenzeitlich verfielen die Bönener nämlich wieder in den alten Trott. Sie schlugen die Bälle nur hinten raus und leisteten sich leichtfertige Abspielfehler im Spielaufbau – was der VfL prompt zum Ausgleich nutzte. Im zweiten Durchgang agierte das Sezer-Team oft zu hektisch im Spielaufbau.

Die Feuerprobe für die „neue“ IG folgt am 16. März, wenn die Rückserie offiziell fortgesetzt wird. Dann kommt es zum Derby mit Tabellenführer SpVg Bönen. Das Lokalduell hat für beide Teams große Bedeutung. Schließlich will die Rehbusch-Elf auf dem Weg zur Meisterschaft nicht ausgerechnet beim Rivalen stolpern, während die IG jeden Punkt braucht. - bob

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