Fußball

Bönener Torwarttalent Wündisch schwärmt von ter Stegen

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Fynn Wündisch, Nachwuchstorwart FC Schalke 04, mit seinen Eltern Janina und David

Fynn Wündisch trägt seit vier Jahren das Trikot des FC Schalke 04. Der Bönener schwärmt allerdings nicht von Manuel Neuer oder Alexander Nübel, sondern von Marc-Andre ter Stegen.

Bönen – Nein. Nationaltorwart Manuel Neuer ist nicht das Vorbild von Fynn Wündisch. Obwohl der ja auch aus der Schalker Schule stammt. Das Bönener Torwarttalent in Diensten des FC Schalke 04 hat Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona zum Idol erkoren. Obwohl!? Das prägende Torwartspiel des Schnappers des FC Bayern München findet Fynn Wündisch schon gut. Dessen Auftritte als elfter Feldspieler zu agieren, versucht der Zehnjährige sich in der U 11 des Gelsenkirchener Bundesligisten anzunähern. „Und ich denke, die Knappenschmiede bietet beste Voraussetzungen“, sagt Mutter Janina Wündisch, „wenn man guckt, welche Torhüter die schon hervorgebracht hat.“ Den aktuellen Keepern der Blau-Weißen, Alexander Nübel und Markus Schubert, und auch den an Brann Bergen (Norwegen) ausgeliehenen Ralf Fährmann, der aus der Schalker Jugend stammt, begegnete Fynn Wündisch ab und an. „In den Kabinengängen, wir geben uns dann die Hand und wechseln ein paar Worte“, erzählt er. 

Vierte Saison auf Schalke

Bei den Schalkern spielt er jetzt die vierte Saison. Eigentlich, denn der Reviercup, das Messen der Mannschaften aus den Leistungszentren, ist wegen Corona ausgesetzt. „Wir sind momentan Zweiter hinter Leverkusen, haben aber noch kein Spiel verloren“, sagt Fynn Wündisch. „Und Leverkusen hat mehr Spiele“, ergänzt Vater David. Dass der Spielbetrieb noch einmal aufgenommen wird, damit rechnen die Wündischs nicht wirklich. „Der Cup besteht ja aus inoffiziellen Freundschaftsspielen“, beschreibt David Wündisch. „Im nächsten Jahr, wenn Fynn in der U 12 ist, wird eine richtige Meisterschaft ausgespielt.“ 

Beim Sichtungstraining Ostern 2016 der Beste Dass er dann weiter im Schalker Tor steht, ist für Fynn Wündisch klar. Auf die Frage, warum er bei einem Sichtungstraining auf Schalke Ostern 2016 ausgewählt wurde, sagt er selbstbewusst: „Weil ich der Beste war.“ Er wurde daraufhin zu einem Lehrgang im September bis Ende Oktober 2016 eingeladen. Und er bestätigte seine Leistung über jetzt vier Jahre. „Die Trainer gucken, ob sich die Spieler erkennbar weiterentwickeln. Es geht aber nicht nur um fußballerische Faktoren. Sozialverhalten und die schulische Situation spielen ebenso eine Rolle“, erklärt Janina Wündisch. Drei- bis viermal in der Woche, wenn ein Spiel angesetzt ist, ist Fynn Wündisch auf Schalke. „Wir teilen uns die Fahrerei mit meinen Eltern und Schwiegereltern. Die ganze Familie unterstützt uns“, sagt Janina Wündisch.

Vater in Wiescherhöfen

Eine halbe Stunde vor dem Trainingsstart sollten die Nachwuchskicker vor Ort sein, denn bevor es losgeht, werden die Übungseinheiten besprochen. „Das Training ist schon ein anderes Kaliber als in den kleinen Vereinen“, erklärt die Mutter. Fynn Wündisch startete mit vier bei der SpVg Bönen, spielte ein Jahr auch bei Westfalia Rhynern, bevor er nach Gelsenkirchen ging. „Er wollte immer ins Tor“, blickt Janina Wündisch, „er konnte damals auch absolut nicht schießen.“ Sie spielte früher Fußball, der Vater tut es immer noch – im Mittelfeld oder der Abwehr in der zweiten Mannschaft des TuS Wiescherhöfen. 

Onkel Marco Behrend ist Torwart in der TuS-Ersten , Opa Jürgen Behrend war es ebenso. „Ich hab mir nur am Anfang gewünscht, dass er im Feld spielt“, gibt David Wündisch zu. „Aber ich hab schnell gesehen, dass Torwart sein Ding ist. Hauptsache, er spielt Fußball und es macht ihm Spaß. Das ist das Wichtigste.“ Seine Stärken sieht Fynn Wündisch in Flugbällen, der Spieleröffnung. Eben das Mitspielen, wie von modernen Schnappern gefordert. An der erforderlichen Schusstechnik auch für ein präzises Passspiel hat er gearbeitet. „Der linke Fuß ist noch nicht optimal“, schränkt der Schüler ein. „Fynn guckt sich unheimlich viel ab“, beschreibt David Wündisch einen weiteren Aspekt des Dazulernens seines Sohnes. 

Barcelona der Traumverein

Wie alle Sportler ist auch Fynn Wündisch momentan der Selbstdisziplin unterworfen. Der Zehnjährige bekommt aber Trainingspläne vom Schalker Trainerstab. „Athletik, Kraft und Laufen mit Marco“, fasst Janina Wündisch zusammen. Sie filmt die diversen Einheiten. Der Gelsenkirchener Trainerstab verschafft sich so einen Überblick über Fortschritte der Eleven. Außerdem hat Fynn Behrend aktuell einen Personal Trainer: Sercan Engin, aus Bönen kommender Jugendtrainer bei Borussia Dortmund, kümmert sich mit Kraft- und Stabilitätsübungen um die Stärkung der Physis des Zehnjährigen. Die räumliche Nähe veränderte bei dem Zehnjährigen übrigens auch die Blickrichtung als Fan. Früher war er Anhänger von Borussia Dortmund wie die Mutter, nun fiebert er mit dem Lieblingsverein des Vaters, dem FC Schalke 04. Aber wenn der Nachwuchstorwart tatsächlich einmal Profi wird, hat das Talent ein anderes Traumziel: den FC Barcelona geworfen. Dort spielt schließlich sein Vorbild Marc-Andre ter Stegen

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