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Nachgefragt: Youssef Bouaid über seine Rote Karte nach 37 Sekunden

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Von: Boris Baur

Youssef Bouaid sah nach rekordverdächtigen 37 Sekunden die Rote Karte.
Youssef Bouaid sah nach rekordverdächtigen 37 Sekunden die Rote Karte. © Baur Boris

Youssef Bouaid landete erst Sonntagfrüh am Flughafen. Dann eilte er zum Spiel der IG Bönen II beim SVF Herringen und sah wegen einer Notbremse bereits nach 37 Sekunden die Rote Karte. Mit Boris Baur sprach er darüber und die erste Niederlage des Aufstiegskandidaten, die mit 1:6 gleich deutlich ausfiel.

Herr Bouaid, beschreiben Sie doch mal die Szene, die zur Roten Karte führte.

Wir hatten Anstoß und der Ball kam zu mir. Ich habe zu meinem Innenverteidigerpartner gepasst und der hat versucht, sofort zum Stürmer zu passen. Da habe ich gesehen, das ist ein Fehlpass und der Gegner läuft einen Konter. Ich wollte klären, aber mein Timing war nicht gut und so habe ich statt des Balls denn Gegner getroffen. Als ich aufgestanden bin, habe ich registriert, der Schiedsrichter greift nach hinten, das ist eine Rote Karte. 37 Sekunden, das ist Rekord.

Wie haben Sie darauf reagiert, so früh schon runter zu müssen?

In dem Moment habe ich das nicht bereut, weil ja kein Tor gefallen ist. Aber ich hatte dann schon Gewissensbisse, den auf Dauer habe ich der Mannschaft ja geschadet. Der Ball ging zwar nicht rein, aber wenn man das Endergebnis sieht, hat es schon geschadet. Ich habe es aber auch so gesehen, dass es bereits im Sechzehner gewesen ist, dann wäre es nur eine Gelbe Karte gewesen. Denn die Doppelbestrafung gibt es ja nicht mehr. Ich hätte mir gewünscht, dass es im Sechzehner gewesen wäre.

Sie sind erst in der Nacht mit dem Flugzeug gelandet.

Yasin (Tirgil – Anm. d. Red.) und ich waren im Urlaub. Ich weiß gar nicht, wann wir gelandet sind. Aber es hat gereicht, um eine halbe Stunde zuhause zu sein. Ich stand erst zwei Minuten auf dem Platz, da hat der Schiedsrichter schon angepfiffen. Man kann aber nicht sagen, dass es daran lag. Ich hatte den Fokus auf Herringen. Ich habe nur versucht, den Fehlpass eines Mitspielers auszubügeln.

Im Spiel hatte die IG auch in Unterzahl viele Chancen und hat dann einfache Gegentore kassiert.

Es gibt im Fußball eine ganz einfache Regel: Wer die Tore schießt, gewinnt das Spiel. Das haben wir nicht gemacht. Der Gegner war jetzt nicht so überragend, aber unterm Strich war die Niederlage verdient, wenn auch nicht in der Höhe.

Was bedeutet die erste Niederlage der IG mit Blick auf die weitere Saison?

Dass wir durchmarschieren, wird sowieso nicht passieren. Wir hatten bis jetzt nicht so starke Gegner und werden noch auf andere Gegner treffen. Da werden wir auch mal das eine oder andere Spiel verlieren. Aber das ändert nichts daran, dass wir aufsteigen wollen. Wichtig ist, aus den Fehlern zu lernen und nach vorne zu schauen.

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