Unnötige Zitterpartie für den RSV in Ennigerloh

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Tom Beutner (links) zeigte in der ersten Hälfte eine überragende Leistung, baute nach dem Wechsel aber deutlich ab.

Ennigerloh -  Nach der Schlusssirene schallten die „Auswärtssieg“-Rufe der Spieler des RSV Altenbögge durch die Olympiahalle des TV Ennigerloh. Wäre die Partie allerdings nach der 40. Minute so weitergelaufen wie zuvor, hätten sich die Bönener am Ende wohl nur kurz für den vierten Saisonsieg in der Handball-Bezirksliga abgeklatscht. Die Partie wäre ein souveräner Pflichtsieg gewesen.

Die Emotionen kamen auf, weil die Gäste beim Stand von 24:19 einbrachen und noch gehörig um den Erfolg zittern mussten. Mit 32:30 (18:13) behielt der RSV letztlich die Oberhand – und durfte zurecht laut jubeln.

„Der Sieg war verdient aufgrund der ersten Hälfte. Wir sind noch nicht so weit, ein Spiel einfach runterzuspielen“, sagte Altenbögges Coach Mike Rothenpieler. „Am Ende entscheiden Nuancen“, meinte auch Rolf Tacke, sein Pendant auf TVE-Seite: „Du musst die entscheidenden Dinger machen. Das haben wir nicht.“

Zu Beginn warfen sich beide Mannschaften gemütlich ein. Bis zum 3:3 war fast jeder Wurf ein Treffer. Dann ging Ennigerloh mit 6:3 (8.) in Führung, doch die Gäste verkürzten postwendend auf 6:5 (12.). Die elf Treffer verteilten sich auf zehn verschiedene Schützen, nur Tim Gerwien hatte doppelt eingenetzt. Angeführt von Lukas Florian und dem eingewechselten Tom Beutner, die die Tore bis zum 8:10 (19.) erzielten, setzte sich die Bönener so langsam ab. Besonders Beutner lief heiß, kam bis zur Pause auf sieben Treffer.

Der RSV brachte schnell fünf Tore zwischen sich und hielt diesen Vorsprung auch bis zum 19:24 (41.) konstant. Der TVE hatte allerdings damit begonnen offensiver zu decken, nahm Beutner und später Stracke kurz. Meist war auch noch ein zweiter Ennigerloher vorgerückt. „Wir hatten nur die eine Chance“, sagte Tacke. „Sie haben es offensiv gut gedeckt, und wir hatten den einen oder anderen, der damit nicht zurecht kam“, so Rothenpieler.

In nur fünf Minuten war der Gastgeber wieder in Schlagdistanz (23:24/46.). Rothenpieler nahm eine Auszeit, und zumindest defensiv stand Altenbögge danach wieder stabiler. „Wir waren wieder in der Emotion“, meinte Rothenpieler. Vorne leisteten sich die Gäste allerdings weiter zu viele technische Fehler, um gegen den TVE in die Schranken zu verweisen. Ennigerloh besaß sogar die Chance zum Ausgleich, agierte dann aber zu hektisch. Der RSV zog zwischenzeitlich auf 26:29 davon (57.), 90 Sekunden vor Schluss stand es jedoch wieder 29:30. Am Ende entschieden Einzelaktionen die Partie. Florian mit einem Alleingang, Stracke per Siebenmeter und eine Parade von Wollek sicherten dem Gast den Auswärtserfolg. - bob

TVE: Kochmann, Drees – Moreno (2), B. von Greifenstern (5/2), Dittrich (4/1), J.-H. Helmig (5), Walman (1), C. Helmig (1), S. Helmig (1), Heiringhoff (2), F. von Greifenstern (2), Gesell (2), Klar (2), Zert (2) RSV: Karlin (1.-46.), Wollek (46.-60.) – Altner, Brandt (2), Gerwien (2), Stracke (5/1), Geckert (4), Florian (6), Beunter (9), Lublow, Pieper, Grzybowski, J. Weber

Zeitstrafen: 2/3 (B. von Greifenstern, S. Helmig/Lublow, Florian, Brandt)

Torfolge: 3:3, 6:3, 6:5, 8:10, 10:15, 13:18 – 15:20, 19:24, 23:24, 26:27, 29:30, 30:32

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