RSV nach Sieg im Spitzenspiel bereit fürs „Finale“

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Timo Althaus will mit dem RSV auf dem Weg zum Spitzenspiel gegen Oberaden II alle Hürden aus dem Weg räumen.

BÖNEN -  Die Augen in der Handball-Kreisliga richten sich auf den 16. März. Dann gastiert Tabellenführer SuS Oberaden II beim Zweiten RSV Altenbögge. „Das wird ein absolutes Spitzenspiel“, sagt RSV-Spielertrainer Timo Althaus: „Ich vermute, wer da gewinnt, hat die besten Chancen aufzusteigen.“

Der RSV hat am Wochenende die Weichen für das Top-Duell mit Oberadens Reserve gestellt. Mit dem 35:33-Sieg beim VfL Kamen distanzierten sie den letzten ernsthaften Verfolger und wahrten ihren einen Punkt Rückstand auf den SuS. Kamen liegt nun sechs Zähler hinter dem Spitzenreiter. „Für uns war das Kamen-Spiel das Halbfinale, und jetzt wird es gegen Oberaden ein Finale“, rechnet Althaus mit einem Zweikampf um den Titel. „Uns ist aber klar, dass wir, wenn wir bis dahin ein Spiel verlieren, nicht mehr antreten brauchen“, sagt der Rückraumakteur und betont: „Wir müssen die anderen Gegner hundertprozentig ernst nehmen. Ich gehe nicht davon aus, dass Oberaden irgendwo Punkte liegen lässt“

Ein Kontrahent auf dem Weg zum Spitzenspiel ist der TV Werne, gegen den der RSV in der Hinrunde seine einzige Saisonniederlage kassierte. Der TVW ist momentan mit 21:7 Zählern Dritter. Die Niederlage schiebt Althaus auf das Harzverbot in Werne und das Fehlen von ihm selbst und von Tino Stracke. Am 23. Februar, wenn der TVW in die MCG-Halle kommt, „haben wir noch eine Rechnung offen“, meint Althaus: „Wir wollen und müssen da gewinnen. Und in Topformation sollte uns das auch gelingen.“

In Kamen gab ein starker Schlussspurt den Ausschlag für den RSV. Von 30:30 setzte sich Altenbögge in vier Minuten auf 35:31 ab, gestattete dem VfL anschließend nur noch Ergebniskosmetik. „Wir haben das Spiel mit unserer Erfahrung und jugendlichem Leichtsinn gewonnen“, lobte Althaus die Routiniers Stracke und Torwart Dirk Joneleit ebenso wie Jungspund Lukas Florian. Außerdem habe Kamen mehr unter Druck gestanden, sei deshalb vielleicht nervös geworden und habe die Deckung etwas offensiver aufgestellt. Dagegen hatte Trainer Thomas Richter in der Auszeit kurz vor Schluss an seine Spieler appelliert ruhig zu bleiben und Zeitstrafen zu vermeiden.

Noch nicht das Niveau von vor Weihnachten

„Man hat gemerkt, dass es für Kamen die letzte Chance war. Das sie gegen uns gewinnen mussten“, meinte Althaus. Mit dem hochmotivierten Gegner hatte der RSV zu Beginn auch seine Probleme. Zumal der VfL versuchte mit einer Manndeckung die Top-shooter Stracke und Tom Beutner aus dem Spiel zu nehmen. „Da haben wir uns schwer getan“, gab Althaus zu. Erst die Einwechslung von Hendrik Abel brachte den Bönenern die notwendige Sicherheit. „Hendrik hat genug Erfahrung auf Rückraum-Mitte, hat ja auch schon höher gespielt“, machte Althaus den Unterschied aus.

Die spannende Schlussphase hätten die Altenbögger durchaus vermeiden können, als sie kurz nach dem Wechsel vier Tore vorne lagen. „Wenn wir uns weiter absetzen, wären die Zuschauer ruhiger geworden“, so Althaus. Doch bald war der RSV mit zwei Treffern im Hintertreffen. Auch mit der Abwehrarbeit war der Spielertrainer nur bedingt zufrieden: „Wir haben uns zu oft aus dem kompakten Verbund rauslocken lassen und waren zu schnell mit dem Gedanken beim eigenen Tor. Wir sind noch nicht soweit wie vor der Weihnachtspause, als sich die Gegner an uns die Zähne ausgebissen haben. Da müssen wir wieder hinkommen.“

Eine Drohung an die Konkurrenz. Die SG Massen II kann sich am Sonntag (18 Uhr/MCG-Halle) also schon einmal warm anziehen. Dann fehlt allerdings Tjorben Pflug erneut wegen seiner Schulterverletzung. - bob

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