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Nach 7:0 gegen Roxel: IG Bönen fehlt ein Sieg zur Meisterschaft

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Von: Rainer Gudra

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Damir Kurtovic (rechts) gratuliert seinem Verteidigerkollegen Almin Spahic zum 3:0.
Damir Kurtovic (rechts) gratuliert seinem Verteidigerkollegen Almin Spahic zum 3:0. © Rainer Gudra

Die IG Bönen hat sich am Donnerstag mit einem überzeugenden 7:0 (1:0)-Heimerfolg über den BSV Roxel die Chance eröffnet, bereits am Wochenende die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga (4) – und damit verbunden den Aufstieg in die Westfalenliga – zu sichern.

Bönen – Dazu reicht ein Sieg am Sonntag beim SV Eintracht Ahaus, vielleicht aber auch schon eine Niederlage von „Verfolger“ SG Bockum-Hövel am Samstag beim SC Altenrheine. „Ein kleiner Schritt fehlt uns noch. Wir werden gleich gemeinsam Fasten brechen, dann richten wir den vollen Fokus auf Ahaus. Dort wollen wir endlich das Ding sichern“, meinte Trainer Ferhat Cerci, dessen Team das vierte Mal in Folge ohne Gegentor geblieben ist.

Chancenwucher vor der Pause

„Es war heute sehr, sehr gut von der ersten bis zur letzten Minute. Wir haben das sehr souverän gespielt, haben nichts zugelassen. Wir wussten, dass sie sehr, sehr tief stehen werden und haben gerade in der zweiten Hälfte immer gute Lösungen gehabt. Wir haben das Tempo hoch gehalten und damit sind sie überhaupt nicht klargekommen.“

Wenn sich der souveräne Tabellenführer, der jetzt 16 Punkte Vorsprung bei sechs ausstehenden Spielen hat, etwas vorwerfen lassen muss, dann ist es Chancenwucher. „Ich war in der ersten Halbzeit nicht zufrieden, wir hätten zur Pause deutlich höher führen müssen. Am Ende ist das 7:0 viel und hoch, aber es hätten heute auch zehn oder elf sein müssen“, meinte der Bönener Trainer.

Samet Akyüz der „Dosenöffner“

Dabei begannen die Hausherren gleich sehr druckvoll und beschäftigten die Roxeler Abwehr vor allem mit dem temporeichen Spiel über die linke Seite mit dem quirligen Semih Yigit. Die Münsteraner schafften es kaum, sich vom Bönener Druck zu befreien, doch vergaben die Gastgeber ein halbes Dutzend bester Chancen, nachdem Ilker Algan mit einem Lattentreffer aus gut 25 Meter Entfernung für den ersten Höhepunkt gesorgt hatte.

Das erlösende 1:0 erzielte schließlich mit Samet Akyüz ein Spieler, der sonst eher selten trifft. „Ich mache eben nur die wichtigen Dinger. Das war heute der Dosenöffner“, freute sich der Mittelfeld-Abräumer über sein drittes Saisontor (29.) mit einem Kopfball nach einer Linksflanke von Yigit.

3:0 durch einen Innenverteidiger

Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Überlegenheit der Gastgeber fort. Nachdem Adem Cabuk in der 51. Minute mit einem Heber über Torhüter Hermes hinweg das 2:0 erzielt hatte, ging auch das 3:0 auf das Konto eines Defensivmannes: Almin Spahic wollte bei einem Eckball seine Kopfballstärke einsetzen, doch nach einem Pfostentreffer von Algan staubte der Innenverteidiger aus drei Metern mit einem beherzten Schuss ab (53.).

Auch anschließend ließ der Druck der Gastgeber nicht nach. Es ergaben sich Chancen über Chancen, bei zwei Treffern entschied sich das Unparteiischen-Trio im Zweifel für die Gäste – und deshalb auf Abseits.

Kapitän ET schnürt Doppelpack

„Egal, wen wir rausnehmen oder reinpacken, egal, welches System wir spielen, egal, wie der Spielstand ist, wir sind sehr ausgeglichen besetzt. Nicht das Ergebnis war heute für mich entscheidend, sondern die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Und das war sehr, sehr gut“, freute sich Ferhat Cerci. Weil Arif Et in der Schlussphase doppelt traf und Algan sowie der eingewechselte Serhat Gün das Ergebnis in die Höhe schraubten, hatte ihr Trainer auch den Chancenwucher der ersten Halbzeit schnell wieder abgehakt.

IG Bönen: Mandusic – Kurtovic, Spahic, Güvercen – Kusakci (61. Acar), Akyüz (64. Bulut), Algan, Demir (64. Budak) – Cabuk (68. Gün), Et, Yigit

Tore: 1:0 Akyüz (29.), 2:0 Cabuk (51.), 3:0 Spahic (53.), 4:0 Et (78.), 5:0 Gün (83.), 6:0 Algan (90.), 7:0 Et (90.+1)

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