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Nach Fehlstart ist der TVG bereit zur Klettertour

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Von: Boris Baur

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Von den ersten 13 Saisontoren der Fliercher erzielte Bastian Eickhoff (links) sieben.
Von den ersten 13 Saisontoren der Fliericher erzielte Bastian Eickhoff (links) sieben. © Baur Boris

Die Fußballer sind in der Winterpause. In der Kreisliga B1 haben die vier Teams aus der Gemeinde sehr unterschiedlich abgeschnitten. Zeit für eine Bilanz. Diesmal mit dem TVG Flierich-Lenningsen, der nach einem Fehlstart den Anschluss ans Mittelfeld herstellte und nun nach oben klettern möchte.

Wie lief die Hinrunde?

Ein Saisonziel hatten die Fliericher erst gar nicht aufgestellt, Platz elf mit 18 Punkten zum Abschluss der Hinrunde, mit einem Nachholspiel in der Hinterhand, hatten sich die Fliericher dann aber wohl auch nicht vorgestellt. Der Platz sieht jedoch schlechter aus als es die Ausgangslage darstellt, denn Rang vier ist nur vier Zähler entfernt. Abstiegssorgen gibt es bei elf Punkten Vorsprung ebenfalls nicht mehr. Wobei, die hatte Trainer Thorsten Müller die ganze Zeit nicht, wie er mehrfach betonte, obwohl seine Mannschaft am sechsten Spieltag erst einen Punkt auf dem Konto hatte und Vorletzter war.

Was war gut?

Einfach gesagt, alles nach dem achten Spieltag. Wobei der TVG schon vorher durchaus ordentliche Leistungen zeigte, aber Pech hatte oder sich durch Aussetzer selbst schlug. Vier Siege und zwei Unentschieden bei stolzen 22:9 Toren lautet die Bilanz in der zweiten Hälfte der Hinrunde. Die Gründe für die Trendwende: Die Mannschaft hatte sich ausgesprochen und gemeinsam mit Müller an der Taktik gefeilt. Dazu war das von Sonntag zu Sonntag oft wechselnde Aufgebot von da an immer reichlich gefüllt. Zudem war Bastian Eickhoff in der Offensive nicht mehr der Alleinhalter.

Was war schlecht?

Flierich fand, inklusive des Erstrundenaus im Kreispokal bei D-Ligist Gurbet Spor Bergkamen (0:2), einfach nicht in die Saison. Wobei das Startprogramm mit den beiden Spitzenreitern IG Bönen II (2:2) und TuS 59 Hamm (1:2) hart war, beim damals noch hochgehandelten SVE Heessen II (1:5) schlug sich der TVG ebenso wie im Derby gegen die SpVg Bönen II (0:1) quasi selbst.

Was war das Highlight?

Als Florian von Glahn und seine Teamkollegen auch noch das sechste Tor im Derby gegen den VfK Nordbögge lautstark und gemeinsam mit ihren Fans bejubelten, war klar, dass dieser 6:0-Erfolg Anfang Dezember nach einer bis dahin weitgehend ernüchternden Saison für vieles entschädigte. Gleichzeitig entledigten sich die Germanen mit dem Sieg gegen den Drittletzten wohl auch endgültig aller Abstiegssorgen. Dass der Lokalrivale über 70 Minuten in Unterzahl spielen musste, war den Flierichern egal. Der Tag gehörte dem TVG.

Was war der Tiefpunkt?

Nach dem ersten Saisonsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht TuS Uentrop III sollte eine Woche später beim kaum erfolgreicheren Vorletzten, SG Isenbeck, die Aufholjagd des TVG beginnen. Doch es kam am 26. September anders. Flierich verlor mit 2:3, Fabian Henkel verschoss einen Elfmeter zum möglichen 3:2. „Das war insgesamt schlecht“, urteilte Coach Müller anschließend.

Was muss im neuen Jahr besser werden?

Am Butterwinkel hängt viel mit dem Personal zusammen. Mal hat Müller mehr Akteure zur Verfügung, mal weniger. Mehr Konstanz ist also das Stichwort. Auch könnte der TVG mehr Kaltschnäuzigkeit gebrauchen – vor dem gegnerischen Tor, aber auch in der eigenen Defensive. Auch wichtig: weniger Fehler im Spielaufbau.

Wo geht die Reise hin?

Schon nach der Pause an Totensonntag hatte Müller erklärt, dass der TVG sich jetzt in die Position gebracht habe, um Plätze gutzumachen. Das ist noch nicht gelungen, sollte aber nachgeholt werden. Der TVG steht unter Wert. Läuft es richtig gut, ist sogar noch ein Platz unter den ersten Fünf möglich.

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