Fußball

"Einer wird traurig sein"

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„Ich bin ganz schön aufgeregt“, sagt IG-Keeper Muzaffer Onur vor dem Entscheidungsspiel gegen den TSC Kamen. Er trifft auf seine ehemaligen Teamkolllegen.

Bönen  - Die Aufregung steigt bei den Spielern der IG Bönen und des TSC Kamen. Am Donnerstag steigt um 16 Uhr in Heeren das Entscheidungsspiel der beiden Meister der heimischen Fußball-Kreisligen. Für Muzaffer Onur ist es nicht nur wegen der Bedeutung eine ganz besondere Begegnung.

Der 31-jährige IG-Keeper hütete bis zum vergangenen Sommer noch das Tor des TSC. Im Gespräch mit Boris Baur spricht er über das Wiedersehen mit seinem Kollegen, seine Rolle als Torhüter und seine Aufregung vor diesem Spiel.

Herr Onur, am Donnerstag steigt das Spiel der Spiele für die IG Bönen. Spüren Sie eher Vorfreude oder Nervosität?
Muzaffer Onur: 
Definitiv beides. Ich habe ganz viel Freude auf das Spiel und ich bin auch ganz schön aufgeregt. Meine beiden Trainer versuchen schon, mich runterzuholen, damit ich hochkonzentriert bin. Ich werde einfach mein Spiel machen.

Haben Sie in ihrer Karriere schon eine vergleichbare Partie gespielt?
Onur:  Nein, das kann ich nicht sagen, dass man ein anderes Spiel damit vergleichen kann. Das wird ein Topspiel auch für mich.

Es geht für die IG ausgerechnet gegen den TSC Kamen. Erst vor einem Jahr sind Sie vom TSC nach Bönen gewechselt. Ist es deshalb ein noch besonderes Spiel für Sie?
Onur:  Definitiv. Ich habe noch Kontakt zu den Kollegen und den Trainern. Und wir haben noch vor der Saison gescherzt, dass wir ja am Ende gegeneinander spielen könnten. Und jetzt wird es ernst. Ich freue mich darauf. Das sind beides türkische Mannschaften, da bin ich sehr gespannt.

Wie lange waren Sie beim TSC?
Onur: Zwei Jahre. Ich war relativ zufrieden. Es war kollegial, es passte alles. Die Mannschaft hat sich kaum verändert, nur im Sturmbereich. Da fehlte es uns in den Jahren zuvor noch.

„Es gibt keinen Favoriten“

Was erwarten Sie überhaupt für ein Spiel?
Onur: Ich erwartete ein offenes Spiel, auch teilweise aggressiv. Mit der Situation muss man umgehen können. Auch die Fans werden eine Beeinflussung sein. Das wird schon etwas Besonderes. Das wird spannend, gerade wo ich auch die Kamener Zuschauer gut kenne. Da wird es Sticheleien geben, aber nach dem Spiel sind wir alle wieder Freunde.

Die TSC-Trainer Tuncay Sömnez und Gültekin Ciftci haben zuletzt gegenüber dem WA der IG die Favoritenrolle zugeschoben. Sehen Sie das auch so?
Onur: Vielleicht machen sie das, einfach um den Gegner zu pushen, und zu ihrer Mannschaft sagen sie was anderes. Ich weiß, es ist anders. Es haben beide eine starke Saison gespielt. Die A2 war in diesem Jahr etwas schwächer. Da waren die ersten Beiden ja weit vorne weg. In der A1 war vor einigen Wochen noch bis zum vierten, fünften Platz alles sehr eng. Aber es gibt keinen Favoriten. Es sind beide stark. Und einer muss gewinnen, der andere ist traurig. Ich hoffe, dass jeder gesund vom Platz kommt. Wir haben vor dem Spiel gegen Flierich in Heeren trainiert, da sind Bünyamin Uysal und Serkan Baslarli umgeknickt. Der Verlierer hat ja noch ein Türchen offen. Die Dortmunder sollen auch stark sein, und da müssen alle wieder spielen.

Beide Mannschaften sind souverän Meister geworden, müssen aber um den Aufstieg bangen. Wie empfinden Sie diese Situation?
Onur:  Ich finde die allgemeine Situation schon als ärgerlich. Man kennt es aus den anderen Ligen: Die Meister steigen auf. Für den, der verliert, wird es sehr traurig. Fr mich wäre es sehr schön, wenn wir beide in der nächsten Saison in der Bezirksliga wieder gegeneinander spielen.

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