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Mühmsamer IG-Sieg: Die besten Angriffsreihen der Liga suchen lange den Weg zum Tor

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Von: Markus Liesegang

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Adem Cabuk musste sich lange auf der ungewohnten Position des Mittelstürmers beweisen, markierte aber prompt einen Doppelpack.
Adem Cabuk musste sich lange auf der ungewohnten Position des Mittelstürmers beweisen, markierte aber prompt einen Doppelpack. © Liesegang Markus

Kein gutes Landesliga-Spiel seiner Elf sah Ferhat Cerci in der ersten Hälfte eines 3:1 (1:0)-Sieges gegen den Tabellensechsten VfL Senden. „Die Umstellungen, die ich vornehmen musste, merkte man. Wir haben vor allem in der ersten Hälfte offensiv nicht viel Druck entwickelt“, erklärte der Trainer der IG Bönen. „Für die Jungs war es aber auch neu auf diesen Positionen zu spielen.“

Bönen – Ein Blick auf den Spielbericht verriet, dass Cerci hauptsächlich Verteidiger dabei hatte. Zwei davon, Ersin Kusakci (rechts) und Adil Elmoueden (links), beackerten am Sonntag die offensiven Außenbahnen, Adem Cabuk, der sonst dort wirbelt, gab den Mittelstürmer. Und einen Ilker Algan, eigentlich Achter, erinnerte Cerci auch während der Partie ständig daran, dass er eine hängende Spitze geben sollte. „Viel effektiver ist er aber, wenn er aus der Tiefe kommt“, gab auch der Trainer zu. Das alles war der Verletzungsmisere geschuldet, auf der Bank der Bönener saßen „nur“ der Sportliche Leiter Hüseyin Kücük, der angeschlagene Serhat Gün und Torwart Marcel Klemmer.

Immerhin hielt die Bönener Deckung alles vom eigenen Tor fern. „Der gute Gegner“, so Cerci über die zweittorgefährlichste Offensive der Liga (32 Treffer) suchte aber auch lange die Richtung zum Tor. Kurz vor der Pause rutschte ein Steilpass von Sendens gutem Sechser Tom Schlögl durch, VfL Sturmspitze Prince Sanyang verzog knapp.

Güvercin staubt zur Führung ab

Bönen hingegen, dass sich durch den Sieg und das Unentschieden von Eintracht Ahaus auf drei Punkte vom Tabellenzweiten absetzte, traf schon in der 16. Minute. Algan hatte sich auf der rechten Seite gegen drei Münsterländer durchgesetzt und auf Budak zurückgelegt. Dessen Schuss aus 16 Metern konnte Torwart Johannes Brückner nur abklatschen lassen. Der heranstürmende Okan Güvercin versenkte den Ball vom rechten Strafraumeck links im Gästetor. Viele Torraumszenen gab es in den ersten 45 Minuten nicht mehr. Aber noch ein wegen Abseits nicht gegebenes Tor durch Algan, der in der 42. Minute von Ilkay Nagis bedient wurde.

Die Pausenansprache des Bönener Trainerteam aus Cerci und Evren Karka fruchtete offensichtlich. Drei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Elmoueden die erste Chance, scheiterte an Brückner. Eine Minute später marschierte Güvercin bis zur Grundlinie durch. Cabuk verfehlt den Querpass knapp. Der in der zweiten Hälfte sehr agile Ismail Budak bediente dann in der 60. Minute mit einem langen Ball seinen Mittelstürmer. Cabuk nahm den Ball direkt, Brückner lenkt den Ball noch an den Außenpfosten. Zwei Minuten später hatte der eingewechselte Niklas Castelle, der Toptorjäger der Liga, die Chance zum Ausgleich, scheiterte jedoch an Ivan Mandusic im Bönener Tor.

Senden verkürzt in Unterzahl

„Mein Spieler wurde außen behandelt und durfte nicht wieder rein“, ärgerte sich Sendens Trainer Rabah Abed nach dem Spiel über den Schiedsrichter und die Entstehung des 2:0 für den Gastgeber: Algan spielte Cabuk schön frei, der aus sieben Metern traf (73.). Danach sah Sendens Joshua Dabrowski nach einem Foul an Güvercin seine zweite gelbe Karte. Kurz darauf (76.) wechselte Cerci Gün ein und Cabuk auf seine angestammte Außenposition. Die erste Aktion eines schönen Zusammenspiels mit Algan hätte fast die Entscheidung gebracht. Cabuk traf den Ball nicht richtig, Brückner bekam kein Problem (78.).

In der 81. Minute keimte Hoffnung bei den Gäszten auf. Niklas Castelle tanzte Damir Kurtovic und Güvercin aus und verkürzte mit seinem 14. Saisontreffer auf 2:1. Der Gastgeber antwortete umgehend. Almin Spahic gab den Außenstürmer und überlief die Sendener Deckung. Abnehmer seines Querpasses: Cabuk, der keine Mühe hat, den Ball zum 3:1-Endstand im VfL-Tor unterzubringen (82.).

IG: Mandusic – Nagis, Kurtovic, Spahic, Güvercin – Akyüz, Budak (85. Kücük) – Kusakci (75. Gün), Algan, Elmoueden – Cabuk
VfL: Brückner – Schlögl, Gottwald, Tjaden, Kelle – Dabrowski, Karaterci (83. Alnemek)– Geister, T. Castelle, Colak (73. Heubrock) – Sanyang (46. N. Castelle)
Tore: 1:0 Güvercin (16.), 2:0 Cabuk (73.), 2:1 N. Castelle (81.), 3:1 Cabuk (82.)

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