Meier gewinnt fünften Lauf am Turm  

+
Zum 5. Lauf am Turm starteten knapp 400 Läufer. Der Soester Lukas Meier (Nr. 224) gewann vor Phil Lembach (135) und Manuel Sinner (links neben Meier).

Bönen - Lukas Meier heißt der Sieger des 5. Laufs am Turm 2020. Der Soester erreichte das Ziel mit einer Zeit von 33:23 Minuten fast zwei Minuten vor dem Zweitplatzierten Phil Lembach von der LG Rhein-Wied (35:13 min).

Dritter wurde dann mit Manuel Sinner ein Einheimischer unter den insgesamt 366 Startern. Der Lenningser lief eine halbe Minute (35:43 min) nach dem Rheinländer ein.

Meier läuft in persönlicher Bestzeit allen davon

„Das ist meine Bestzeit“, beantwortete Meier die entsprechende Frage. „Ich hatte eine aufsteigende Form bemerkt“, überraschte den 32-Jährigen seine Leistung nicht. Im Gegensatz zu den meisten Läufern, die den Turmlauf zur ersten Standortbestimmung im neuen Jahr nutzen, hat Meier keine Starts in nächster Zukunft geplant. „Ich muss mal runter kommen“, so der Ex-Fußballer, der vor fünf Jahren aufs Laufen umsattelte. Da auch Lembach eine Bestzeit über die zehn Kilometer eine 33er Zeit vorweisen kann, hatte der jetzt für den Marathonclub Menden startende Sinner keine Chance auf die ersten beiden Plätze. Der ehemalige Lauffreund wirkte im Ziel müde.

„Ich musste auch den Vierten und Fünften in Schach halten“, erklärte er. Die, Nils von der Heide (35:46 min, Marathon Soest) und Daniel Wimmer (35:50 min, LG Deiringsen), waren ihm auf der Ziellinie auf den Fersen. Sinner sah den Lauf als Standortbestimmung. „Ich muss über die kurzen Strecken schneller werden“, meint der Mann mit einer Marathonbestzeit von 2:38 Stunden. Das Ziel erreichte Sinner auf seiner Hausstrecke noch nicht. „Ich habe mich auf den ersten beiden Kilometern an Meier gehängt“, erklärte Sinner, der da auch wie vom Soester gefordert Führungsarbeit übernahm. „Man kann ja nicht die ganze Zeit im Windschatten laufen.“ Bei recht starkem Gegenwind kostete das Kraft.

Mit Rückenwind 20 km pro Stunde

Am Beginn des Sesekeradwegs setzte sich der spätere Sieger ab. „Am Anfang lief der Erste so 18,5 bis 19 km pro Stunde“, protokollierte Klaus Budde auf seinem Führungsfahrrad, „mit Rückenwind dann sogar 20.“ Jetzt stünde die Hammer Serie an, erzählte Sinner, bevor er im April den ersten Marathon in Mailand laufen werde.

Bei den Frauen gewann Doro Arendsee vom SuS Oberaden. Ihr Vorsprung vor der Zweitplatzierten Yvonne Volz, ebenfalls aus dem stark vertretenen Marathonclub Menden, betrug im Ziel 26 Sekunden. „Ich bin das Rennen angegangen, um zu gewinnen“, sagte die Bergkamenerin, „aber man weiß ja vorher nie, wer am Start steht.“ Arendsees Bestzeit über die Strecke liegt bei 39:37 Minuten. Die reichte der Langstreckenspezialistin bei ihrem dritten Start in Bönen.

Kuls zufrieden mit der Leistung als Familie  

Begonnen hatte der Tag am Turm mit dem Schülerrennen über zwei Kilometer. Das gewann Lauffreund Caspar Gabriel Kul, ebenso deutlich wie Meier bei den Großen. Kul hatte im Ziel mit 7:56 Minuten eine knappe halbe Minute Vorsprung vorm Zweitplatzierten Mats Schürmann (8:25 min, Marathonclub Menden). „Ich bin mit unserer Familienleistung absolut zufrieden“, meinte Mutter Ann-Kristin Kul. Sie selbst wurde 48. der Frauenwertung (55:47 min), ihr Mann Thomas 33. bei den Männern (41:02 min), die Töchter Sophie-Martha und Elizah-Marie liefen gemeinsam nach 10:37 Minuten über die Ziellinie. „Sie haben sich toll unterstützt“, lobte die Mutter. Meier verpasste bei seinem Debüt am Bönener Förderturm den Streckenrekord nur knapp. Den aus dem Jahr 2018 hält weiter der Kölner Simon Dahl mit 32:43 Minuten. Vielleicht schaffte er den den ja im kommenden Jahr. „Wenn es passt, komme ich wieder“, sagte er nach der Siegerehrung am Sonntag. „Den Kurs find ich schön. Er ist schön flach.“ Zufrieden mit der Veranstaltung war auch der Veranstalter. „Es sind ja doch 400 Läufer gekommen“, freute sich Lauffreunde-Vorsitzender Jochen von Glahn. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare