Handball

Lukas Florian schwärmt vom neuen RSV-Team

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Lukas Florian hat in dieser Saison bereits 13 Treffer für den RSV Altenbögge erzielt.

„Es macht einfach nur Spaß.“ Das Fazit von Lukas Florian über den Saisonstart des RSV Altenbögge in der Handball-Landesliga fällt eindeutig aus.

Bönen - Daran ändert auch die 24:26-Auswärtsniederlage im zweiten Spiel bei Angstgegner Borussia Höchsten nichts. Im Gegenteil, für Florian war die Partie ein klares Zeichen dafür, dass die Mannschaft lebt.

„Die Einstellung stimmt. Jeder hat für jeden gekämpft. Das war in Höchsten gut zu sehen. Als wir mit dem Rücken zur Wand standen, haben alle noch einmal Gas gegeben. Und es haben alle gefeiert auf der Bank“, so Florian, der bislang schon 13 Treffer erzielt hat. 

Am vergangenen Sonntag in Dortmund geriet der RSV kurz nach der Pause mit 13:19 in Rückstand, lag eine Viertelstunde vor Schluss eigentlich aussichtslos mit 16:23 zurück. „Ich weiß nicht, woran es lag, vielleicht fehlte uns die Konzentration, als ob wir noch in der Kabine geblieben wären. Das war auf jeden Fall der Knackpunkt“, meinte Florian, betonte aber gleichzeitig: „Alles was danach kam, davor muss ich den Hut ziehen.“ 

Bis auf zwei Tore verkürzte Altenbögge. Für den Rückraumakteur lag es dann nur an Kleinigkeiten, dass es nicht zur Wende reichte. Letztlich war das zwar ärgerlich, trübte seine ersten Eindrücke von der neu zusammengesetzten Mannschaft aber nicht. „Wir sind eine Super-Truppe“, sagt der 22-Jährige: „Es macht einfach Bock, wenn von der Bank so viel kommt.“

Und auch den Handball, den die Bönener nun präsentieren können, findet Florian gut. „Ich spiele eigentlich eh gerne Tempohandball. Darauf wollen wir uns jetzt fokussieren“, sagt er. Aufgrund der Verletzungsprobleme musste der RSV in der Vorsaison in den Partien die Geschwindigkeit rausnehmen, „damit wir nicht nach 30 Minuten platt sind“, so Florian. Am geänderten Spielstil haben die Neuzugänge großen Anteil: „Wir können durchwechseln ohne Qualitätsverlust. Man kann voll Tempo gehen und dann wieder für zehn Minuten auf die Bank“, sagt der Leistungsträger, der im Vorjahr nur kurze Pausen erhielt und deshalb in einigen Begegnungen zum Ende hin merklich abfiel. „Das ist ein Luxus, den wir jetzt haben“, hofft Florian darauf, dass das Verletzungspech nicht zurückkehrt.

Einer von zwei Co-Kapitänen

Er selbst ist in dieser Saison in der Hierarchie aufgestiegen, ist einer der beiden Co-Kapitäne. Eine Verantwortung, die er gerne übernommen, obwohl er sagt: „Ich zähle mich selbst noch zu den Jungen.“ Trotz seiner 22 Jahre geht Florian allerdings schon in seine sechste Saison bei den Senioren – und in den vergangenen Jahren ging er meistens auch voran.

Wohin der Weg des RSV in dieser Spielzeit führen kann, sei laut Florian schwierig. „Das erste Ziel ist es, mit dem Abstieg so früh wie möglich nichts mehr zu tun zu haben. Und da bin ich guter Dinge“, möchte Florian nicht noch so eine Zitterpartie wie im Vorjahr mit Rettung in letzter Minute erleben: „Alles, was danach kommt, nehmen wir gerne mit.“

Dabei sei die Leistungsdichte in der Landesliga 3 wieder ziemlich hoch. „Es können alle Handball spielen“, weiß der 22-Jährige.

Die Altenbögger schleppen noch einen Nachteil aus der Vorbereitung mit sich herum. „Wir sind nicht so eingespielt wie andere Mannschaften, die zweimal in der Woche mit dem Ball in der Halle was machen konnten“, sagt der dynamische Rückraumshooter. Er glaubt, dass sich die Bönener noch besser aufeinander einstimmen werden, je länger die Saison dauert. Dann gehören solche Auszeiten wie in Höchsten vielleicht bald der Vergangenheit an.

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