Handball

Luca Tröster und der perfekte Einstand beim RSV

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Beim Beachhandball-Turnier lernte Luca Tröster (Mitte) seine neuen Vereinskollegen kennen. Mit einigen hat er aber auch schon zusammengespielt.

Bönen – Einen besseren Einstand hätte Luca Tröster kaum haben können: Nach einem Urlaub verpasste der Neuzugang des RSV Altenbögge zwar die ersten Trainingseinheiten, doch beim Beachhandball-Turnier des Vereins auf dem Hof Isenbeck konnte er seine Landesliga-Teamkollegen gleich gut kennenlernen – zumindest die Hälfte, die er noch nicht kannte.

„Das war ein Mega-Spaß. Es ging ja nicht primär um Handball, sondern um den Verein. Dafür war das perfekt“, sagt der 21-Jährige.

Sein erster Eindruck war durchweg positiv: „Es ist alles total familiär, im Gegensatz zu Hamm. Jeder kennt jeden und man wird offen miteingeschlossen. In Hamm ist alles größer“, meint Tröster, der mit Dominik Weigel zusammen aus der Oberliga-Mannschaft des ASV Hamm-Westfalen in die MCG-Halle wechselte. Einige Akteure kannte er daher noch aus Hammer Zeiten. Mit seinen 21 Jahren zählt der Rechtsaußen zu den Youngstern im Team, ein Problem sei das nicht: „Die Jungs sind schon cool. Die Teamchemie stimmt total. Das hat mich zwar nicht überrascht, ist aber schon außergewöhnlich“, so Tröster.

"Wir müssen an die Leistungsgrenze gehen"

Mittlerweile hat ihn der Vorbereitungsalltag allerdings eingeholt. Kraft- und Konditionsarbeit hat der ebenfalls neue Trainer Jens Schulte-Vögeling, der an der Verpflichtung nicht ganz unbeteiligt war, in der ersten Phase auf den Plan geschrieben. „Es steht viel Laufen auf dem Programm. Das ist schon anstrengend, und wir müssen an die Leistungsgrenze gehen“, sagt Tröster zu den ersten Wochen: „Aber alle sind in einer guten körperlichen Verfassung.“

Bis zum Ende der Woche müssen die Altenbögger noch richtig Gas geben, dann gönnt Schulte-Vögeling seinen Schützlingen eine Woche aktive Pause, ehe mit einem Testspiel zuhause am 28. Juli der zweite Teil der Vorbereitung beginnt. „Mit nur zwei Neuzugängen sollte das Einspielen besser gehen als in der vergangenen Saison“, glaubt Tröster.

"Wir sollten uns an den besten Mannschaften orientieren"

Die Spielzeit in der Landesliga geht der Neuzugang zurückhaltend an. „Wir sollten uns relativ schnell aus der Abstiegsgefahr bringen und dann schauen, was nach oben geht“, sagt er. Das vordere Drittel hat er im Blick. „Wir sollten uns an den besten Mannschaften orientieren“, findet Tröster. Sein neues Team schloss die vergangene Spielzeit als Fünfter mit viel Luft nach oben ab. Dass gleich fünf Aufsteiger in die Landesliga-Staffel 3 einsortiert wurden, sieht Tröster nicht als Vorteil: „Wir kennen gar keine Mannschaften. Die können auch stark sein.“ Das fehlende Duell mit seinem alten Verein – die Drittvertretung des ASV wurde in die Staffel 2 umgruppiert – vermisst Tröster schon. „Jeder in der Mannschaft hätte sich über das Derby gefreut.“

Obwohl der RSV-Neuzugang in seinem zweiten Seniorenjahr zuletzt nur in der Oberliga aufgelaufen war, ist die Landesliga für ihn kein Neuland. In der Saison davor half er bei der damals noch vom heutigen RSV-Akteur Sören Feldmann trainierten ASV-Dritten aus. Unter anderem übrigens zweimal gegen Altenbögge, wobei er einmal zwei und einmal fünf Tore erzielte. Auch als A-Jugendlicher wurde er hin und wieder hochgezogen. „Da konnte ich schon mal reinschnuppern“, so Tröster.

Die Landesliga ist nicht so schnell

„Der Handball ist nicht schlechter, aber nicht ganz so schnell“, sagt er zum Vergleich mit der Oberliga. Das sei aber von Mannschaft zu Mannschaft unterschiedlich. Sein neues Team setze auf Tempo, worin Tröster neben seiner Eigenschaft als Teamplayer auch seine Stärken sieht. Mit 21 Jahren fehle ihm aber die Erfahrung. „Mit Gregor Stefek jemanden auf meiner Position zu haben, mit dem ich mich gut verstehe, ist da gut. Wir können perfekt kommunizieren.“ Außer auf Rechtsaußen könnte Tröster beim RSV auch im halbrechten Rückraum auftauchen. Der Trainer habe darüber mit ihm bereits gesprochen, sagt er.

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