Bitteres Ende für Weber bei der Jugend-DM in Zeiskam

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Lara Weber mit Chocolate Daisy zeigte bei der Jugend-DM in drei von vier Springen Topleistungen.

Zeiskam - Was sich zunächst gut anließ, endete mit einer Enttäuschung. Weil dem Bönener Reittalent Lara Weber das letzte Springen bei der deutschen Jugend-Meisterschaft im pfälzischen Zeiskam völlig daneben geriet, fiel sie auf den 24. Rang im Endklassement. Aus der Traum von einer Top-Ten-Platzierung bei ihrem letzten Auftritt in der Altersklasse der Junioren.

„Wir sind traurig“, sagte Vater und Manager Udo Weber auch mit einem Tag Abstand noch. Die Enttäuschung wirkte umso bitterer, weil bei dem dreitägigen Wettbewerb vorher alles so gut geklappt hatte. In der ersten Wertungprüfung, einem S*-Springen, legte die 18-Jährige mit Chocolate Daisy einen guten Start hin. Sie absolvierte den Kurs wie geplant fehlerfrei und sortierte sich mit acht Sekunden Rückstand auf Rang zehn ein.

Weniger erfolgreich verlief am nächsten Morgen die zweite Prüfung. Gleich das zweite Hindernis riss Weber, die für den RV Fritz Sümmermann Fröndenberg startet und im Vorjahr bei dem DM Zwölfte geworden war. „Das ist ärgerlich, aber das kann passieren“, sagte Vater Udo, zumal seine Tochter auf der elfjährigen Stute eine der schnellsten Zeiten in diesem S*-Springen hinlegte. Platz 29 war das Ergebnis.

Damit war aber zumindest das erste große Ziel erreichst. „Wenn man zu einer DM fährt, will man ins Finale der besten 30 kommen“, erklärte Udo Weber. In dieses zogen Lara und Chocolate Daisy als 17. ein.

Es folgte die schwerste Prüfung der Veranstaltung, ein weiteres S*-Springen mit zwei Umläufen. Besonders im ersten war die Zeitvorgabe sehr knackig, kaum einer der talentiertesten Reiter Deutschlands schaffte es fehlerfrei durch den Parcours. Die Bönenerin erhielt nur eine kleine Zeitstrafe von 0,5 Punkte, arbeitete sich auf Rang zehn vor und besaß Chancen das Springen zu gewinnen. „Das war super“, war Udo Weber zuversichtlich, denn der zweite Durchgang sah etwas leichter aus.

Doch schon früh passte bei Lara Weber der Abstand zum Hindernis nicht, prompt folgte der erste Fehler – und dann lief gar nichts mehr. Die Bönenerin verlor viel Zeit, machte weitere Fehler und ritt mit 16,75 Strafpunkten und gesenktem Haupt aus dem Parcours. Statt des möglichen siebten Platzes leuchtete nur Rang 24 für Weber und Chocolate Daisy auf.

Für die Bönenerin war die DM der Höhepunkt des Jahres. Im nächste Jahr hofft sie als „Junge Reiterin“ die Qualifikation erneut zu schaffen. Bis dahin wird sich für die Abiturientin aber Vieles geändert haben. Ab November absolviert sie ihre Grundausbildung bei der Bundeswehr in Hannover. Ab Januar soll sie dann in der Sportkompanie Warendorf weiter ausgebildet werden.

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