Letzter Kampf für die TuS-Ringer

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Mit Daniel Keim droht den Bönenern der Kapitän am letzten Kampftag gegen Ehrenfeld auszufallen.

BÖNEN -  Über 17 Wochen erstreckt sich die Saison der Ringer in diesem Jahr. Start war am 30. August, und jetzt stehen in der Verbandsliga noch zwei Kampftage auf dem Plan. Doch für die TuS Bönen ist bereits am Samstagabend Schluss. Mit einem Heimspiel gegen den RC Ehrenfeld (19.30 Uhr/Goethe-Halle) endet für den Klub ein sehr gut verlaufene Spielzeit.

„Wir hoffen, noch einmal einen guten Heimkampf bieten zu können“, denkt Kapitän Daniel Keim auch an die eigenen Fans, die in diesem Jahr bereits fünf Heimerfolge bejubeln durften. Wenn auch die Vorzeichen für einen weiteren Sieg nicht besonders gut sind, sollte ein spannender Abend garantiert sein.

Das fängt schon damit an, dass Ehrenfeld um seine letzte Chance auf die Verbandsliga-Meisterschaft kämpft. Der Tabellenzweite liegt drei Zähler hinter Spitzenreiter Witten II, der zeitgleich beim Liga-Vierten Heros/Annen eine schwere Aufgabe vor sich hat, um den Titel schon vorzeitig einzufahren. „Ich denke nicht, dass Ehrenfeld eine Reisegemeinschaft schicken wird, denn Witten ist noch nicht durch. Sie haben eine minimale Chance“, rechnet Keim mit Bestbesetzung beim Gegner.

Dem verlangten die Bönener schon in der Hinrunde einiges ab. Auch wenn das Duell bereits nach dem siebten Kampf entschieden war, endete das Aufeinandertreffen lediglich 22:15 für den Favoriten aus Köln. „Das Ergebnis zur Pause ist zu hoch ausgefallen. Da haben wir mit der Kampfrichterin gehadert“, erinnert sich Keim. So reklamierten die TuS-Ringer für Fatih Karabulut im Schwergewicht gegen Wladimir Zimmermann (1:2) einen Schultersieg. Und auch 96-kg-Mann Sebastian Strzalka fühlte sich beim 1:3 gegen David Haubrich um Wertungen betrogen, hätte sonst durchaus gewinnen können. So war also ein Sieg in Köln für die Bönener möglich.

Karabulut und Strzalka werden natürlich auf Revanche aus sein. Ansonsten sieht es aber nicht so rosig aufseiten der Gastgeber aus. Vor allem nicht im 74-kg-Bereich: Keims Einsatz ist aufgrund von Nackenproblemen fraglich, Lukas Korte an der Hüfte angeschlagen. „Ich denke, Lukas wird sich den letzten Kampf nicht entgehen lassen“, so Keim, der bei seiner Genesung auf Zeit spielt.

Die potenziellen Ausfällen könnten zu einigen Verschiebungen im Bönener Aufgebot führen. So überlegt Trainer Ingo Manz, wie schon oft angekündigt, beim Saisonabschluss Mark Hauke im Leichtgewicht aufzubieten. Dann müssten Karsten Wegner und Dennis Thiemann kein Gewicht machen, sondern würden eine Klasse aufrücken. Igor Wiens wäre dann für die 74 kg frei. Die TuS könnte auch auf Athleten aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen, denn die Reserve hat spielfrei, hat erst eine Woche später ihren Saisonabschluss.

Die Ehrenfelder stehen nicht umsonst auf Rang zwei. Sie stellen eine starke, ausgeglichene Mannschaften aus der zwei Kämpen herausragen. Kevin van Rienen (84 kg) weist eine makellose Bilanz von 14:0 auf und fügte im Hinkampf Tobias Falkenstein seine erste Niederlage im Bönener Trikot zu. Ebenfalls über Bundesliga-Erfahrung verfügt Robin Pelzer, der auch alle seine 14 Auftritte für sich entschied. Er wechselte bislang zwischen 66 und 74 kg. „In Bönen ist alles möglich“, lauert Keim dennoch auf eine Chance. - bob

TuS: 55 kg: Hauke (?), Wegner, 60 kg: Thiemann, Wegner (?), 66 kg: Kosch, Thiemann (?), Wiens, 74 kg: Keim (?), Korte, Wiens (?), 84 kg: Falkenstein, F. Manz, 96 kg: Strzalka, 120 kg: Karabulut

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