Kellerduell für den VfK / SpVg Favorit beim TSC

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Eigene Ziele: Raphel Thiemann (rechts) will beim TSC einen Platz in der Startelf, Sebastian Schneck (links) bald wieder spielen und Trainer Hendrik Dördelmann weniger Fehler als in Lohauserholz sehen.

Bönen - Während die SpVg Bönen als haushoher Favorit den siebten Spieltag der Fußball-Kreisliga A1 bestreitet, ist die IG Bönen nur Außenseiter. Ein echtes Kellerduell erwartet dagegen den VfK Nordbögge an der Feuerwache.

VfK Nordbögge – TuS Germania Lohauserholz II (Sonntag 15 Uhr/Feuerwache).

Letzter gegen Vorletzter – für den VfK steht das erste der sogenannten Sechs-Punkte-Spiele an. Traten die noch punktlosen Nordbögger bislang gegen Mittelfeld- und Topteams der Liga an, trifft die Mannschaft von Trainer Jürgen Serr nun erstmals auf einen Gegner, der tabellarisch auf Augenhöhe liegt. Die Germanen haben bislang nur zwei Unentschieden geholt. Das letzte davon allerdings bei der SpVg Bönen. Die Gäste erleben einen Umbruch, nach dem einige Leistungsträger gegangen sind und noch passt das neue Gefüge nicht recht zusammen.

Das Wort ‘Umbruch’ wäre für die Fluktuation, die im Sommer in Nordbögge herrschte, sehr beschönigend. Der riesengroße Aderlass führte zum Sturz auf den letzten Tabellenplatz. Den will der VfK jetzt verlassen. „Wenn du jetzt nicht was holst, stellt sich Frage, wann überhaupt“, sagt Trainer Jürgen Serr, doch er schränkt gleich ein: „Aufgrund der personellen Situation gibt es ein dickes Fragezeichen.“ Bis zu sieben Ausfälle zählt Serr. Definitiv fehlen die Urlauber Philip und Robin Wittenborn sowie Frederik Bennemann und die Langzeitverletzten Philip Preiß und Philip Rudolph. Hoffnung hat der Trainer noch bei Samed Özgüc und Kevin Siebert, die wieder das Training aufgenommen haben. Als Ersatz für Torhüter Robin Wittenborn steht Sven Bollmann bereit.

Die Partie wollen die Nordbögger offensiver als sonst angehen. „Wir versuchen nach vorne zu spielen, dürfen aber nicht ins offene Messer rennen“, sagt Serr. Bei Hölzken fehlt unter anderem der aus dem Bönen-Spiel rotgesperrte Hendrik Kree.

IG Bönen – BV 09 Hamm (Sonntag 15 Uhr/Schulzentrum).

Die IG Bönen hat ein Abwehrproblem. 17 Gegentore in sechs Spielen sind wirklich nicht berauschend, doch vor dem Duell mit dem offensivstarken BVH stellt sich die Sache noch einmal anders dar. Trainer Ayhan Sezer muss in Arman Kuba und Sherif Karahan, die im Urlaub weilen, sowie auf den gesperrten Furkan Aydeniz gleich auf drei Defensivspieler verzichten. Zudem fällt Mittelfeldspieler Layé Toure aus privaten Gründen aus. „Da müssen wir schauen, dass wir zumindest einen Punkt holen“, sagt Sezer.

Ein Zähler gegen den Tabellensechsten aus dem Hammer Norden wäre auch für die Moral gut, denn seit drei Spielen gingen die Bönener leer aus. „Wir stehen nicht so schlecht da, aber es ist nicht so, dass es mich zufrieden stellt. Wir brauchen Punkte, damit wir nicht auf die anderen gucken müssen“, erklärt Sezer. Mit den anderen meint er die Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen. Derzeit ist die IG als Zwölfter da mittendrin.

Dabei hadert der Trainer gar nicht mit den Leistungen seiner Akteure. „Wir haben gut gespielt, aber belohnen uns nicht“, sagte er zum 2:4 bei der HSV III. „Wir haben weniger ein Problem mit dem Gegner, sondern damit die Tore nicht zu machen.“

In den Kader könnte Ibrahim Yörük zurückkehren. Dazu will der Trainer das Team gerne um zwei weitere Spieler verstärken.

TSC Kamen II – SpVg Bönen (Sonntag 15 Uhr/Jahn II, Hammer Osten).

Wegen der Bauarbeiten im Unionstadion trägt der TSC seine Heimspiele im Hammer Osten auf dem Gelände der Hammer SpVg aus. Doch nicht nur aufgrund des fehlenden Heimvorteils der Türken sind die Gäste favorisiert. „Allein von der Tabellensituation müssen wir gewinnen“, stellt SpVg-Coach Hendrik Dördelmann klar: „Aber das geht nur mit der richtigen Einstellung von der ersten Minute an.“

Bönen will den Kontakt zu den Spitzenteams VfL Mark und TuS Uentrop nicht verlieren, die bislang alle Spiele gewonnen haben. Darf sich deshalb keinen Ausrutscher erlauben. Der TSC spielt als 14. gegen den Abstieg. „Es ist wichtig, dass wir oben dranbleiben. Dafür müssen wir auf jeden Fall gewinnen“, so Dördelmann, der noch etwas mit dem jüngsten Unentschieden gegen Lohauserholz II hadert.

Die Bönener können fast auf Bestbesetzung bauen. Malik Öncül ist nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder spielberechtigt, zusätzlich sind auch Urlauber Oliver Hartmann und der lange verletzte Jörn Holtmann wieder eine Option. Sebastian Schneck ist wieder voll ins Training eingestiegen. Jetzt gilt es nur noch, sich schnell auf den Kunstrasen im Hammer Osten einzustellen. „Damit haben wir ja manchmal unsere Probleme“, sagt Dördelmann. Die früheren Nordbögger im Kader sollten daher wohl vorweggehen.

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