Letzte Chance für den VfK / IG und SpVg in Personalnot

VfK Nordbögge - TuS Wiescherhöfen II Eike Hoffmann im Hintergrund Dennis und Andre Juraschuk

Bönen - Wenn der VfK Nordbögge seinen kleinen Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt am Glimmen halten will, muss im Kellerduell der Fußball-Kreisliga A1 an Gründonnerstag gegen Lohauserholz II ein Sieg her. Die SpVg will ihre Erfolgsserie ausbauen. Für die IG Bönen geht es darum, die höchste Heimnspiel-Niederlage auszuwetzen.

TuS Germania Lohauserholz II – VfK Nordbögge (Gründonnerstag 19.30 Uhr, Hahnenbach/Hinspiel 2:6).

„Das ist mit eines der wichtigsten Spiele“, redet VfK-Coach Sven Kaczor erst gar nicht um den heißen Brei herum: „Da entscheidet sich, ob wir noch einmal Hoffnung schöpfen können.“ Die Situation ist eindeutig: Nordbögge ist mit fünf Punkten abgeschlagenes Schlusslicht. Erster Konkurrent davor ist Lohauserholz mit zwölf Zählern. „Wenn wir nicht gewinnen, wird es ganz, ganz eng“, so Kaczor.

Beide Mannschaften gehen mit – für ihre Verhältnisse – Rückenwind in die Partie. Lohauserholz feierte vor zwei Wochen beim 7:0 gegen den TSC Hamm II seinen ersten Rückrundenerfolg und hätte am vergangenen Sonntag beinahe Spitzenreiter SpVg Bönen geärgert (0:1). Nordbögge verdiente sich nach einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3-Unentschieden gegen Wiescherhöfen. Es war der erste Punkt für den VfK seit dem 4. Oktober. „Die Stimmung war danach schon positiv. Das hat uns einen kleinen Ruck gegeben“, berichtet Kaczor. Der wird allerdings dadurch gedämpft, dass mit Philip Preiß (angeschlagen), Nicolas Kirmse (fünfte gelbe Karte) und Kevin Garske (krank) bis zu drei Leute auszufallen drohen. Sascha Frey, Steffen Serr und Philip Rudolph absolvierten am Mittwochabend bei der Reserve eine Generalprobe, nach der Kaczor auf grünes Licht hofft. Der Trainer fordert „die alten Tugenden“ ein: „Was ich sehen will, ist Kampf und Leidenschaft. Spielerisch ist mir das relativ egal, wenn das Ergebnis passt.“ Im Hinspiel stimmte das Resultat: Da landete der VfK seinen bislang einzigen Saisonsieg – und der fiel mit 6:2 deutlich aus.

SpVg Bönen – TSC Hamm (Gründonnerstag 19.30 Uhr, Rehbusch/3:0).

Über den offiziellen Spieltag mitten in der Woche ist SpVg-Trainer Hendrik Dördelmann wenig begeistert. „Das grenzt für mich an Wettbewerbsverzerrung“, schimpft er. Denn wegen zahlreicher Schichtarbeiter bekommt er kaum eine Mannschaft zusammen: „Wir kriegen elf Mann auf die Platte, das war es dann.“ Neben den Langzeitverletzten sind Cengiz Güner, Kevin Scheibke und Yannic Weißenberg nicht dabei. Bei Björn Kempe ist es unklar, ob er es rechtzeitig schafft. Dazu fehlt Christoph Wöllert wegen seiner roten Karte am vergangenen Sonntag. Dördelmann wird wohl selbst die Fußballschuhe schnüren. Immerhin stehen Ali Öncül und Sebastian Schneck wieder zur Verfügung.

Mit der TSC-Reserve kommt aber vielleicht der richtige Gegner zur ersatzgeschwächten Rehbusch-Elf. Die Hammer sind Drittletzter und verfügen angesichts von 88 Gegentoren nicht über eine sattelfeste Abwehr. Außerdem fordert Dördelmann Wiedergutmachung fürs Hinspiel. Das gewann die SpVg zwar 3:0. „Vor allem die erste Halbzeit war aber eine der schlechtesten Leistungen in dieser Saison“, erinnert sich Bönens Trainer. Im Titelrennen darf sich der Gastgeber sowieso keinen Ausrutscher erlauben. „Wenn man den Anspruch hat, oben mitzuspielen, muss man solche Spiele gewinnen“, sagt Dördelmann und bezieht auch mit Blick auf den Ostermontag gleich Derby-Gegner Nordbögge mit ein.

BV 09 Hamm – IG Bönen (Gründonnerstag 19.30 Uhr, Nordendamm/6:1).

Der Spielplan meint es nicht gut mit der IG. Nach dem Tabellenzweiten Mark (0:4), dem -dritten Uentrop (1:1) und dem -fünften HSV III (1:2) folgt nun das Aufeinandertreffen mit dem Liga-Vierten BV 09. „Die nächste schwere Hausaufgabe“, stöhnt Trainer Sven Kabutke. Seine Mannschaft hielt in den Partien eigentlich immer gut mit, belohnte sich aber lediglich gegen Uentrop mit einem Zähler. Der Coach sieht den Grund im Sturm. „Wir haben da vorne Leute, die spielen extremst eigensinnig. Darüber müssen wir reden“, sagt Kabutke: „Wenn die mal zusammenspielen würden, haben wir eine echte Waffe.“ Sein Team sei in der Lage, gegen jeden Gegner etwas zu holen, glaubt er.

Allerdings werden die Personalsorgen nicht weniger. Zu den Ausfällen von Mehmet Duman, Ismail Oturak und Tato Tsekvashvili (alle verletzt) sowie Arman Kuba (Türkei) gesellt sich diesmal Ramazan Dincer. Außerdem hofft Kabutke, dass alle es pünktlich zum Treffpunkt schaffen. Für die IG gehe es um Bonuspunkte, „die wir gerne mitnehmen, die wir so langsam aber mitnehmen müssen“, mahnt Kabutke. Die Kontrahenten im Abstiegskampf waren zuletzt nämlich erfolgreicher als die Bönener. - bob

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