Neue Strecke "Rund um den Förderturm" ist fertig

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Das Nadelöhr: Bei Hochwasser könnten die Lauffreunde an der Sesekebrücke Unnaer Straße Probleme bekommen. 

BÖNEN - Lange ist klar, dass die Lenningser Ermelingschule in diesem Jahr geschlossen wird. Das bedeutete wegen der fehlenden Infrastruktur das Aus des Volkslaufes „Rund um Flierich“. Die Lauffreunde suchten nicht lange nach Alternativen. Der Bönener Förderturm geriet in den Fokus des Veranstalters.

 Schon 2010 nutzte der Verein das Wahrzeichen, um dort das 25-jährige Jubiläum mit einem Fünf-km-Lauf zu feiern. „Der Förderturm ist für unseren Straßen- und Volkslauf die einzige echte Standortalternative nach der Schließung der Ermelingschule“, warb Vorsitzender Jochen von Glahn in der Jahreshauptversammlung im März. Und Stellvertreter Markus Meier stellte daraufhin gleich zwei Streckenvarianten vor.

Die eine war die zweieinhalb Kilometer lange des Jubiläumslaufs, also vom Förderturm über die Zechenstraße und den Schwarzen Weg zum Rexeradweg, dann über Bogen- und Zechenstraße zurück zum Turm. Der Weg müsste für zehn Kilometer viermal gelaufen werden.

Der andere Weg, der hauptsächlich über den neuen Sesekeradweg führt, trifft eher den Charakter eines Landschaftslaufes wie es der im Bönener Süden war. Es ist kein Rundkurs, sondern einer mit Wendepunkt. Die Strecke startet und endet natürlich am Förderturm. Der Weg geht über Zechenstraße auf den Schwarzen Weg und beschreibt dann eine Schleife über Rexeradweg, den Nordkamp zurück auf den Schwarzen Weg. Anschließend führt er parallel zum Rexebach zum Sesekeradweg und am Flüsschen entlang Richtung Sportflughafen Heeren. Dort ist der Wendepunkt. Zurück geht es direkt zum Turm.

HIER geht es zu einer größeren Ansicht der Strecke.

„Ein solcher Rundkurs ist durchaus zuschauerfreundlich“, beurteilte Sven Serke die erste Variante. „Die Strecke hat mir damals gut gefallen, aber bei einer etwas höheren Beteiligung sehe ich Schwierigkeiten bei Überrundungen insbesondere von Walkern und Nordic Walkern, die gerne nebeneinander gehen“, tendiert der Sieger des Jubiläumslaufs zur Wendepunktvariante. Wie auch die überwältigende Mehrheit der Vereinsmitglieder in der Jahreshauptversammlung.

Abseits der langen Tradition – der Fliericher Lauf wurde 30 Mal ausgetragen und zählte bislang 18490 Finisher – hat der Umzug einige Vorteile. Mitten in Bönen lockt er wohl mehr Publikum. „Und die Logistik ist viel leichter zu stemmen“, sagt Meier. Parkplätze sind rund um die Goetheschule ausreichend vorhanden. „Es reichen zwei Einweiser“, erklärt er. Mit der TuS Bönen als Hausherrin der Dreifachsporthalle einigte sich der Verein auf die Nutzung von Umkleiden und Duschen. Bad & Sauna nebenan direkt mit einzubinden, ein Rundumpaket mit anschließenden Wellnessangebot zu schnüren, ist an- aber noch nicht zu Ende gedacht.

Einen Nachteil hat die Strecke aber auch: Normalerweise unterquert der Radweg die viel befahrene Hammer Straße. Bei Hochwasser der Seseke würde dieser Teil des Weges unpassierbar, eine Sperrung der Landesstraße 665 ist aber schwer durchsetzbar. Der Plan B der Lauffreunde, die Hochwasservariante, sieht eine 5-km-Strecke bis zur Brücke vor, die zweimal gelaufen werden müsste.

„In jedem Fall werden beide Strecken amtlich vermessen“, verspricht Laufwart Jürgen Korvin die Bestenlistentauglichkeit. Wie der Lauf „Rund um Flierich“ ist nämlich der um den Förderturm ebenfalls wichtig für die Vereinskasse. Und vergleichbare Zeiten steigern die Attraktivität einer solchen Veranstaltung. Die Zeitnahme selbst soll auch modernisiert werden. Die Organisatoren holen Angebote von Unternehmen ein, die per Chip messen. Und den anderen Bönener Vereinen nutzt die Vermessung der Strecke: „In unserer Mitgliederversammlung gab es die Anregung, dabei auch eine Strecke von 7,5 km zu definieren, die für die Abnahme der Walking/Nordic-Walking-Leistung des Deutschen Sportabzeichens geeignet ist. Diese Anregung nehmen wir gerne auf“, sagt Korvin. - ml

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