Leichtathletik

Ultraläufer haben Bönen im Blick

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Der Förderturm steht im Mittelpunkt des Sechs-Stunden-Laufes. Er ist Ausgangpunkt der 1,3 Kilometer langen Runde.

Bönen - Michael Klein ist sich schon vor der Premiere sicher: „Das wird eine tolle Geschichte“, sagt der Lauffreund. Er hat den ersten Bönener Sechs-Stunden-Lauf ins Leben gerufen, der am Samstag, 28. Juli, rund um den Förderturm durchgeführt wird. Klein bestreitet selbst seit vielen Jahren sogenannte Ultraläufe, die über die Marathon-Distanz hinausgehen. Jetzt lädt er also die Ausdauersportler in die Gemeinde.

Klein hat bei Veranstaltungen, bei denen er selbst mitgemacht hat, eifrig die Werbetrommel für das Rennen in Bönen gerührt, weswegen viele seiner Bekannten daran teilnehmen werden. Über 60 Voranmeldungen aus ganz Deutschland seien bereits eingegangen. Das sei laut Klein für eine Premiere gut. Er rechnet damit, dass sich die Zahl sogar auf rund 100 Starter erhöht. Wenn die Läufer ab 10 Uhr auf die Reise geschickt werden, haben sie den Förderturm nahezu stets im Auge. Die 1380 Meter lange Strecke führt nämlich auf unbefahrenen Wegen rund um Bönens Wahrzeichen, wo sich die Teilnehmer stärken können. „Viele Läufer machen ein paar Runden und genießen die Verpflegung“, erklärt Klein, dass sich bei einem Sechs-Stunden-Rennen recht unterschiedliche Ziele gesteckt werden und mehr als nur ein paar Getränke ausgegeben wird. Es geht also etwas lockerer zu, auch wenn der Ehrgeiz bei allen vorhanden ist. „Die Besten könnten am Ende 80 Kilometer geschafft haben. Die meisten werden so 40, 45 Kilometer laufen“, vermutet Klein und verweist darauf, dass die Strecke nicht so einfach sei. In jeder Runde gilt es eine Steigung von 23 Metern zu bewältigen. Das klingt nicht viel, „aber da kommen einige Höhenmeter zusammen“, so Klein. Auch das Geröll und die Steinchen auf dem Weg würden sich über die Dauer bemerkbar machen.

Weil für das Rennen keine Straßen abgesperrt werden müssen, hält sich der organisatorische Aufwand in Form von Streckenposten im Vergleich zum Turmlauf der Lauffreunde im Winter in Grenzen. Laut Klein sei dies ein Grund, warum sich Ultraläufe bei Veranstaltern immer mehr an Beliebtheit erfreuen. Die Ausdauersportler wiederum nutzen solche Rennen gerne als Vorbereitung für den Halb- und komplett Marathon, steigen deshalb gerne auch mal früher aus.

Weil der gewählte Termin der Bönener Premiere mit dem Sternlauf in Münster kollidiert, haben sich die Lauffreunde überlegt, einen Teil der Startgebühr dem Verein „Kinderkrebshilfe Münster“ zu spenden, für den auch beim Sternlauf gesammelt wird.

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