Lauf um den Förderturm: Erstmals mit automatischer Zeitnahme

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Zahlreiche Läufer nutzen den Turm um den Förderturm als Vorbereitung für die Frühjahrsklassiker wie die Hammer Winterlaufserie.

Bönen – Drei Tage noch, dann begrüßt die kleine Gemeinde Bönen Rudel von Leichtathleten. Der 4. Lauf am Förderturm startet am Sonntag um 11 Uhr. Bisher nutzten knapp über 200 Läufer und Walker die Online-Anmeldung.

Als „etwas schleppend“ bezeichnete Lauffreundevorsitzender Jochen von Glahn den Zuspruch der Sportler. Allerdings: Erstmals in der Geschichte des insgesamt schon 34 Jahre alten Volkslaufs waren die Voranmeldungen nur online über das Internetportal race|result möglich. Und bekanntlich entscheiden sich viele Läufer erst nach dem Blick aus dem Fenster, ob sie sich auf den Weg nach Bönen machen. Ultimatum für die Voranmeldung ist heute um 22 Uhr. Bis 30 Minuten vor dem Start können Kurzentschlossene aber noch direkt am Turm gegen eine um zwei Euro höhere Startgebühr nachmelden.

Ein bisschen Spannung

Die Organisation des Laufs steht. Gestern Abend hatten die Lauffreunde eine letzte Besprechung. Es galt nur noch Feinheiten abzuklären. Das Helferteam arbeitet schließlich seit Jahren zusammen. „Aber ein bisschen Spannung ist schon da“, erklärte von Glahn, „es ist ja das erste Mal, dass wir für die Zeitmessung und die Urkundenausgabe komplett selbst verantwortlich sind.“ Das System mit passiven Transpondern des Spezialisten race|result hätte die Generalprobe beim 6-Stundenlauf im Sommer gut bestanden.

Im Prinzip ist die Methode auch narrensicher: In der Startnummer befindet sich ein RFID-Chip. „Deswegen auch die zwei Euro Pfand auf die Nummern“, erklärt von Glahn. Wenn man diesen nicht knicke, sei der Chip unempfindlich. Der Verein überlegt, in Zukunft ein Prüfsystem anzuschaffen. Das muss aber warten.

„In diesem Jahr mussten wir schon einiges in diese Zeitmessung investieren, für Laptops und Drucker.“ Als „Backup“ wird der Ziel-Einlauf gefilmt, so das eine zeitliche Einordnung auch bei einem fehlerhaften Chip möglich bleibt. „Die Zeit ist ja das A und O für den Läufer“, so der Lauffreunde-Chef. Ein Restrisiko bestünde immer bei einem Systemausfall. Für ein Plus an Sicherheit sorge eine doppelte EDV-Ausstattung.

Die durch die automatische Zeitnahme frei werdenden Helfer werden in Zeitmessung eingesetzt – „Manpower“ benötigt der Verein also auch an diesem Sonntag. Die Siegerehrung und die Ausgabe der Tombolapreise wird diesmal nicht auf der Sechsmeterebene stattfinden, sondern wieder auf der so genannten Rasenhängebank.

Alles bleibt am Turm

„Die Idee, dass in der Sporthalle durchzuziehen, haben wir im Vorstand abgelehnt. Wir haben dieses tolle Ambiente mit dem Turm als Allleinstellungsmerkmal. Das wollen wir erhalten. Wir werden Heizpilze zünden“, sagt von Glahn. Bekannte Namen, zum Beispiel von Siegern der vergangenen Jahre, schmücken bisher noch nicht die Meldeliste. Das war in der Historie des Laufs aber oft der Fall. Christel Dörschel (SG Wenden, 37:14 Min.) und Simon Dahl (Köln, 32:43 Min.), die beiden Inhaber des aktuellen Streckenrekords über die zehn Kilometer, kamen zum 3. Lauf um den Förderturm 2018 auch spontan nach Blick auf den Laufkalender.

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