Nordbögges Kapitän Lars Lenser setzt auf den Teamgeist

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Lars Lenser hat nicht nur den Ball im Blick, sondern auch die Mitspieler.

BÖNEN -  Lars Lenser ist einer von drei (!) verbliebenen Akteuren des VfK Nordbögge aus dem Kader der vergangenen Saison. Automatisch fällt ihm so die Rolle als Führungsspieler zu. Im Gespräch mit Boris Baur erklärt der 30-Jährige, dass die Nordbögger nach dem großen Umbruch im Sommer eine Wagenburgmentalität entwickelt haben und dass sie nicht das zweite Pelkum werden wollen.

15 Spieler sind im Sommer gegangen. Haben Sie jemals einen solche Aderlass wie jetzt beim VfK erlebt?

Lars Lenser: Nein, so nicht. Damals in Heessen war es ähnlich, aber da war ich auch einer derjenigen, der gegangen ist. Aber jetzt sind ja nur drei Spieler aus dem alten Kader geblieben. Und Neuzugänge haben wir ja auch nicht viele.

Als Sie nach und nach gehört haben, wer alles die Mannschaft verlässt, war da auch für Sie der Wechsel eine Option?

Lenser: Für mich nicht. Ich bin ja quasi in Nordbögge verwurzelt. Ich wohne zu Fuß nur zwei Minuten vom Platz. Da war das keine Option. Ich bin ja auch schon 30.

Wie ist Ihr Eindruck von der neu zusammengestellten Mannschaft?

Lenser: Spielerisch haben wir aktuell noch viel zu tun. Ich glaube aber, wenn die Einstellung stimmt, läuferisch und kämpferisch, dass wir in der Liga nicht chancenlos sind. Und die Stimmung in der Mannschaft ist echt super. Gerade verglichen mit dem vergangenen halben Jahr ist die Stimmung um einiges besser. Allen ist bewusst, was ansteht und was wir machen müssen, damit wir nicht das zweite Pelkum werden.

Die meisten Neuzugänge haben zuvor länger in der Kreisliga B gespielt. Ist der Sprung nicht vielleicht zu groß?

Lenser: Bei Einigen schon, bei Einigen nicht. Robin und Philip Wittenborn, das sind Leute die zum Beispiel Kreisliga A spielen können. Es hängt viel davon ab, wie sie es durchziehen. Ich sehe bei Einigen Potenzial nach oben.

Neu ist auch der Trainer. Jürgen Serr hat früher sogar als Profi gespielt. Macht sich das bemerkbar?

Lenser: Die Trainingseinheiten sind nicht so hart, wie ich das gedacht habe. Da hatte ich schon härtere Trainer. Aber er verlangt viel und lebt es vor. Wenn es nicht klappen sollte, liegt es zumindest nicht am Trainer. Allein im Pokalspiel gegen Bergkamen, wo ja keiner einen Cent auf uns gesetzt, hat er das Maximale herausgeholt.

Zuletzt hat Serr mit 50 Jahren wieder auf dem Platz ausgeholfen. Hilft das der Mannschaft?

Lenser: Aktuell hilft uns das sehr viel. Er strahlt Ruhe aus und spricht viel. Er ist zwar nicht mehr so schnell, aber das ist mit 50 Jahren ja auch nicht verwunderlich. Aber das Fußballspielen hat er nicht verlernt. Aktuell möchte ich ungern auf ihn verzichten, und ich würde es begrüßen, wenn er weiter mitspielen würden.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Printausgabe des Westfälischen Anzeigers.

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