289000 Euro Landesmittel fließen - Viel Neues beim TV RW Bönen

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Ortsbegehung: Den neuen Boden in der Tennishalle begutachteten (von links) Michael Köhler, Frank Stefank, Sandra Deutsch und der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes, Dirk Presch.

Richtig schick ist der neue Belag der Tennishalle am Südfeld. Er wird es zumindest den November über noch bleiben. Die Meisterschaft ist unterbrochen, die Halle für den Publikumsverkehr geschlossen.

Bönen – „Das ist echt schade, der Boden ist klasse“, sagt Michael Köhler, Aktiver und stellvertretender Vorsitzender des TV Rot-Weiß Bönen. Die Halle wird seit Anfang Oktober genutzt. „Und eigentlich hatten wir ein funktionierendes Hygienekonzept. Desinfektionsmittel ist hier. Die Halle wird belüftet und wir haben ein Einbahnstraßensystem eingerichtet“, erklärt Vereinsvorsitzender Frank Stefank. 

Möglich wurde der Teppich für den Verein durch Fördermittel des Landes. „50 000 netto hat der Belag gekostet“, erläutert Stefank. „Wir hatten in dem Fall mal Glück mit der gesenkten Mehrwertsteuer“, ergänzt Kerstin Schöneberg-Stefank, 1. Jugendwartin. „Die Farbe habe ich alleine ausgewählt“, erklärt der Vorsitzende seinem Gast Dirk Presch. „Dieses Blau ist aber Standard als Hallenboden“, wendet Köhler ein. 

Presch, der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes Bönen, ist an diesem Nachmittag gemeinsam mit Kassiererin Sandra Deutsch vor Ort, um zu gucken, wie die Fördermittel verwendet worden sind. Schließlich hatte die politische Vertretung der Bönener Sportvereine federführend geholfen, die Mittel zu beantragen. In nur einer Woche lag der Teppich. „Wenn alle den Sport betreffenden Maßnahmen, hier und auch die Fußballplätze am Zechenturm umgesetzt worden sind, steht Bönen hervorragend da“, so Presch. „Immerhin ist diese Infrastruktur ein weicher Standortfaktor, um Menschen in die Gemeinde zu ziehen.“

 Insgesamt werden am Südfeld 289 000 Euro in fünf Einzelmaßnahmen verbaut. „Der Eigenanteil des Vereins beträgt zirka 40 000 Euro“, sagt Stefank. Am Montag wird der Bagger anrollen. Die Außenplätze drei bis fünf werden ausgekoffert, bekommen eine neue Drainage, einen neuen Untergrund und einen neuen Belag. Alle fünf Plätze vor dem Vereinsheim werden zudem mit einer automatischen Bewässerung versehen.

 „Die Anlage gehört seit den 90er-Jahren dem Verein, die Plätze eins und zwei gehören aber noch der Gemeinde. Ich glaube, die wollte den Grund damals als Bauland behalten“, begründet Stefank die nicht ganz komplette Sanierung, Der Grund, warum diese Plätze von der Komplettsanierung ausgenommen werden: „Wir stecken da ja kein Geld rein, wenn das doch irgendwann bebaut werden sollte“, so Stefank.

 Die Sanierung der Außenanlagen dient der Nachhaltigkeit. Der neue Untergrund reguliert das Wasser besser, die automatische Beregnung ist gezielt und sparsam. Sie entlastet die Platzwarte, ist nachts in Betrieb, das Wasser verdunstet nicht gleich wieder. Alle Maßnahmen an den Plätzen im und hinter dem Eichenwald werden behindertengerecht ausgeführt. 

Die Pflasterung des bisher stufigen Besucherbereichs neben den sechs Spielflächen im Osten soll ebenfalls noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Dorthin wird ein gemulchter Weg, begrenzt durch Holzbalken, führen. „Das war ein Akt, den Weg durch den Wald genehmigt zu bekommen“, erinnert sich Schöneberg-Stefank an diverse Verhandlungen mit dem Kreis Unna. 

Als letzte Maßnahmen werden die Sanitäranlagen der Herren saniert und gefliest werden. Die Vereinsverantwortlichen hoffen, dann 2021 auf einer Topanlage in die Sommersaison gehen zu können. Die Versicherungsleistungen, die der Verein für den Wasserschaden in der Halle nach einem Sturm im Frühjahr 2019 erhielt, nutzte er zum Teil für die Renovierung der Gaststätte und für eine neue Kühlanlage.

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