Schöne Figuren, klasse Ausstrahlung

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Jenni Sofronov, Annica Betsch und Giulia Ritter belegten bei den Junioren den zweiten Platz.

BÖNEN - Aus einem Titel wurde es nichts für die Sportakrobaten der TuS Bönen. Trotzdem erzielten die beiden Gruppen auf den Landesmeisterschaften der Vollklasse am Sonntag in der Goethehalle Achtungserfolge. Die Jugendlichen mit Melissa Martens, Anouk Richter und Luna Standop platzierten sich auf dem sechsten Platz. Die Juniorinnen Guilia Ritter, Annica Betsch und Jenni Sofronov wurden Zweite.

Die Bönener Jugendlichen bestreiten gerade ihre erste Wettkampfsaison, die Juniorinnen starteten in der Besetzung bereits im vergangenen Jahr. Luna Standop als Oberfrau der jüngeren Gruppe ist ganz neu dabei. „Aber sie lernt unglaublich schnell“, erklärte Eva Heße, die die TuS-Akrobatinnen gemeinsam mit Schwester Anna trainierte. „Echt gut“, urteilte Eva Heße über die Balanceübung der Jugendlichen.

Bildergalerie zu den Landesmeisterschaften:

Landesmeisterschaft der Sportakrobaten

„Sie waren supernervös, haben viel überlächelt“, erklärte sie, „hatten eine klasse Ausstrahlung.“ Eine Note von 23,56 Punkten in der Summe der Einzelnoten aus Artistik, Schwierigkeit der Figuren und der Technik (Maximalpunktzahl je zehn Punkte) war die Belohnung für Martens, Richter und Standop nach der ersten Übung. Allerdings brauchte Standop (Jahrgang 2006) anschließend Hilfestellung bei einem Rondart-Salto in der zweiten Dynamikübung. Das Trio beendete den Wettkampf somit mit einer Gesamtpunktzahl von 45,265 Punkten.

Fast perfekt verlief die Balanceübung der Bönener Juniorinnen. „Sie haben sehr schöne Figuren gezeigt, aber Annica hatte einen kleinen Patzer beim freien Rad“, beäugte Anna Heße die Gruppe vom Rand der Matte aus. Der Fehler fiel auch den Richtern auf. Da die Tempoübung ebenfalls nicht 100-prozentig ablief, verpassten Ritter, Betsch und Sofronov den Titel und die für die Qualifikation für die nordwestdeutschen Meisterschaften in Wilhelmshaven (18. April) notwendigen 42 Punkte. Die Bönenerinnen holten 40,298 Punkte. „Sie haben trotzdem gut gearbeitet, zwei starke Doppelsalti auf die Matte gebracht“, lobte Eva Heße. Davon ab wäre die Qualifikation wertlos gewesen, da Guilia Ritter im Abiturstress steht, der Termin mitten im Prüfungszeitraum liegt.

Ein dickes Lob der beiden Trainerinnen bekamen schließlich die zahlreichen Helfer, ebenso die der Bönener Ringerabteilung, ab. Auch wenn die Zahl der Gäste aus Vereinen von Aachen über Gütersloh bis Lingen mit mehr als 100 überschaubar war, hielten diese den Heßes den Rücken frei. Mit Seniortrainerin Christel Oberdörfer und Abteilungsleiterin Andrea Ritter fehlten krankheitsbedingt nämlich zwei erfahrene Organisatoren solch großer Wettbewerbe. - ml

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