Mentler überrascht sogar seinen Trainer

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Jan Mentler (rechts) gewann in Dormagen den Vize-Landesmeistertitel.

DORMAGEN - Der zweite Platz von Jan Mentler bei den Landesmeisterschaften der Ringer versetzte selbst den Trainer der TuS Bönen in Erstaunen: „Das war saustark. Bei der A-Jugend wird er Sechster, bei den Junioren Vierter und jetzt bei den Männern, wo alle dabei sein können, wird er Zweiter“, war Ingo Manz begeistert von seinem Schützling.

Ansonsten waren die Erfolge der männlich Bönener in Ückerath überschaubar. Die Mädchen holten dagegen einen kompletten Medaillensatz.

In dem Vorort von Dormagen zog Mentler in der Gewichtsklasse bis 65 kg nach zwei Siegen über Carlos Wanas aus Bielefeld und den Essener Yannik Weber ins Finale ein. „Er hatte ein glückliches Los, hat aber auch stark gerungen“, sagte Manz zu den Siegen aufgrund technischer Überlegenheit und auf Schulter. Im Finale unterlag der Bönener jedoch dem Oberliga-Ringer Fahim Nasari vom KSV Witten, platzierte sich allerdings beispielsweise vor David Mohammed, der für die RG Annen/Heros in der Verbandsliga antritt.

Nicht so erfolgreich verliefen die Auftritte von Igor Wiens und Fehmi Güney. Wiens hatte sich für die 86-kg-Klasse entschieden und schied nach einem Sieg und zwei Niederlagen vorzeitig aus und wurde letztlich Zehnter von 15 Kämpfen. „Ihm fehlt das Training. Er ist außer Form“, meinte die mitgereiste Elke Wegner. Güney (96 kg) belegte Rang sechs von acht Ringern durch eine Niederlage und einen Aufgabensieg. „Er hat bis morgens noch gearbeitet, er ist ja Bäcker. Er hat sich dann eine Stunde aufs Ohr gehauen und wurde dann von Igor abgeholt“, so Wegner.

Erst sein zweites Turnier bestritt Fabian Kos in Dormagen. In der 54-kg-Klasse verlor er seinen einzigen Kampf gegen den Oberhausener Ahmet Demir auf Schultern. „Er ist aber ein Anfänger mit Ambitionen und Engagement. Toll, dass er sich getraut hat, an den Landesmeisterschaften teilzunehmen“, sagte Trainer Marvin Manz.

In der kleinsten Gewichtsklasse (29 kg) reichte es für Devid Stapel bei zwei Auftritten ebenfalls ohne Erfolg: „Da war mehr drin. Er hat sich selbst geschlagen“, meinte Wegner. Matthäus Strzalka (34 kg) startete mit einem Sieg, unterlag dann aber zweimal und wurde Vierter: „Er hat gut angefangen, aber am Ende abgebaut“, so Wegner. Den gleichen Platz belegte auch Christian Alewelt (46 kg), dem zwei Schultersiege bei zwei Niederlagen gelangen: „Er hat seine Leistung abgerufen“, lobte Wegner.

Die Mädchen waren einen Tag später an der Reihe. Ihre Turnierpremiere bei den Landesmeisterschaften feierte dabei die erst sechsjährige Samia Manz. Die Tochter von Trainer Ingo Manz verlor ihren ersten Kampf wurde aber in der 22-kg-Klasse Zweiter und durfte sich über eine Urkunde freuen. Ebenfalls nur einmal auf die Matte ging Verena Alewelt in der weiblichen Jugend. Sie entschied sich kurzfristig für den Start in 70 kg, um zu starker Konkurrenten aus dem Weg zu gehen, legte dann Jasmin Rimmer aus Haßloch auf die Schulter und gewann die Goldmedaille.

Bronze ging an Fabienne Manz, die nach ihrem Auftaktsieg im Halbfinale von ihren Rückenproblemen gestoppt wurde. „Sie hatte ihre Gegnerin schon gehabt, doch dann hat es gezogen und sie kurz nachgelassen“, sagte Ingo Manz. Anne Feix aus Heusweiler, mit der sich die Bönenerin immer enge Duelle liefert, befreite sich und gewann auf Schulter. Platz drei sicherte sich mit einem 12:1-Erfolg. „Da hat sie auf die Zähne gebissen“, so der Trainer. - bob

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