Fußball

Die IG auf den Spuren von Besiktas und Galatasaray

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Hoch hinaus will Kemal Cakir (hier bei der Meisterfeier 2019) mit der IG Bönen. Die Mannschaft fährt jetzt in die Türkei ins Trainingslager.

Bönen - Nicht nur vor dem grauen Winterwetter, sondern auch vor den schlechten Trainingsbedingungen fliehen die Fußballer der IG Bönen. Der Landesligist schlägt kurzfristig für fünf Tage seine Zelte in Antalya auf, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten, in der der Tabellendritte noch einmal angreifen will. Präsident Kemal Cakir sei Dank.

Nach Manavgat ins Fünf-Sterne-Hotel „The Sense Deluxe“ im Süden der Türkei fliegt der 26-köpfige Tross am kommenden Montag, zu dem neben 19 Spielern und dem Trainerduo um Ferhat Cerci und Evren Karka auch Betreuer Ferdi Cerci, der Sportliche Leiter Hasan Kayabasi, Physiotherapeut Zafer Aslan sowie die Vorstandsmitglieder Osman Celik und Alim Keskin zählen. Der mit seinen Pflegeheimen zeitlich sehr ausgelastete Präsident Cakir wird auch vorbeischauen, wie er sagt. „Wir wollen die Jungs ein bisschen verwöhnen“, sagt Cakir, bei dem im Dezember die Idee des Trainingslagers reifte.

"Man muss auch etwas geben"

„Ich erwarte etwas von den Spielern, und dann muss man auch etwas geben“, erklärt Cakir. Auf dem gemeinsamen Jahresabschluss weihte er das Team in seine Pläne ein. „Ich habe gefragt, ob die Jungs alles für die Meisterschaft tun werden, und sie haben mir ihr Wort gegeben. Dann müssen wir auch zeigen, dass es der Verein ernst meint“, hat Cakir den Titel und damit den dritten Aufstieg in Folge auch angesichts von zehn Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Wacker Obercastrop noch nicht aufgegeben. Unter anderem deshalb investierte er im Winter mit den Verpflichtungen von Yasin Acar und Ogün Gümüstas weiter in die Mannschaft. Realistischer erscheint der zweite Platz, der zu einer Relegationsrunde berechtigen würde, in der wohl weitere Aufstiegsplätze vergeben werden.

Proficlubs und ein alter Bekannter trainieren in Manavgat

Da die Trainingsbedingungen der Bönener derzeit zu wünschen übrig lassen, nun also die Reise nach Anatalya. „Das ist ein Problem für uns, und wir drehen uns im Kreis. Das finde ich schade“, sagt Cakir, der über Bekannte in der Türkei das Unternehmen plante. Die Großklubs Besiktas und Galatasaray haben in ihrer Vorbereitung auf den Plätzen trainiert. Derzeit seien noch Profivereine aus Osteuropa zugegen, die noch in der Winterpause sind. Gegen einen davon, vermutlich ein Team aus Kasachstan, hat der Organisator vor Ort ein Testspiel ausgemacht. Eine weitere Partie soll eventuell gegen Türk Spor Dortmund stattfinden. Der ambitionierte Bezirksliga-Spitzenreiter, gegen den die IG am vergangenen Sonntag mit 2:5 verloren hat, ist ebenfalls für einige Tage in Manavgat.

Neuland für Spieler und den Verein

Für Coach Ferhat Cerci ist die Reise ein Traum. „Ich freue mich auf die Zeit“, sagt er wenig überraschend. „Für den einen oder anderen ist das auch eine neue Sache, so ein Trainingslager im Ausland. Und für uns als Verein ist es auch etwas Neues. Da gibt es organisatorisch Einiges zu bewältigen.“ Cerci plant neben den Spielen zwei Trainingseinheiten pro Tag, die erste gleich nach der Ankunft am Montag.

„Das wird eine harte und anstrengende Zeit“, kündigt er an. Intensives Üben im taktischen Bereich mit verschiedensten Spielformen sowie das Einstudieren von Standards stehen auf seinem Programm. Zudem wird er an der Spritzigkeit und der Schnelligkeit arbeiten. Das Hotel bietet mit Sauna und Wellness-Bereich die Gelegenheit zur Regeneration, dazu ist mit Zafer Aslan der eigene Physiotherapeut vor Ort.

Nur vier Spieler fehlen

Glücklich ist Cerci darüber, dass trotz der kurzen Vorlaufzeit 19 Spieler ihre Zusage gaben. Keine Selbstverständlichkeit. Lediglich Serhat Gün (Schule), Michael Oscislawski (Arbeit) sowie Wynal Medjignia (Uni-Klausuren) konnten sich nicht frei nehmen. Sie werden sich mit einem von Cerci zur Verfügung gestellten Trainingsplan fit halten. Auch Einheiten bei einer fremden Mannschaft sind im Gespräch. Kapitän Miguel Dotor-Ledo wird seine Schambeinentzündung zuhause auskurieren, Urlaub war für nicht möglich. „Es ist schade, dass sie nicht dabei sind“, so der Coach.

Gespräche über die Zukunft

Cakir verspricht sich von den gemeinsamen Tagen auch neben dem Platz viel. Die Abende dienen dem Teambuilding, Bowling und andere Aktivitäten sind geplant. Außerdem wollen der IG-Vorstand und Kayabasi mit den Spielern Gespräche über die Zukunft führen.

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