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Landesliga-Spitzenreiter IG Bönen eröffnet Rückrunde in Altenberge

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Von: Rainer Gudra

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Torjäger Adem Cabuk (am Ball)  hat vor dem Spiel in Altenberge keine Startplatz-Garantie bekommen.
Torjäger Adem Cabuk (am Ball) hat vor dem Spiel in Altenberge keine Startplatz-Garantie bekommen. © Baur Boris

Mit dem 4:1-Erfolg bei Viktoria Heiden verabschiedete sich die IG Bönen am vergangenen Wochenende aus der Hinrunde, zum Start in die zweite Serie will der souveräne Tabellenführer der Fußball-Landesliga (4) am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Altenberge daran anknüpfen.

Bönen – Oder besser: an die zweiten 45 Minuten anknüpfen. „Da haben wir sie mit hohem Pressing und frühem Stören sowie hoher Laufbereitschaft gepackt“, sagt Ferhat Cerci. Auf diese Weise hatte die IG den TuS Altenberge zum Saisonstart deklassiert – da aber gleich mit Beginn der Partie, denn nach elf Minuten führten Cercis Mannen bereits mit 3:0 (Endstand 8:0). „So wünsche ich mir das auch am Sonntag. Hoch konzentriert und Vollgas von der ersten Minute an“, sagt der Bönener Trainer.

Favoritenrolle ist klar vergeben

Die Favoritenrolle ist dabei klar vergeben. Altenberge, in den Jahren zuvor zuhause eine Macht, liegt in dieser Saison in der Heimtabelle nur auf Platz 16 mit lediglich zwei Siegen aus acht Spielen (8:17 Tore). Nur der Sieglos-TuS aus Wiescherhöfen ist schlechter. Am vergangenen Wochenende gab es für die Gastgeber mit dem 0:3 gegen den SV Herbern einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Die IG Bönen hingegen hat das beste Auswärtsteam, holte 18 von 21 möglichen Punkten.

„Ich erwarte ein ähnliches Spiel wie in Heiden. Sie werden tief stehen und versuchen, das Zentrum dicht zu machen. Die sind ebenfalls körperlich robust, groß gebaut und spielen sehr körperbetont“, weiß Cerci über die abstiegsbedrohten Grün-Weißen. „Und sie werden natürlich versuchen, uns zu langen Bällen zu zwingen.“

Flach, diagonal und vertikal

Genau das Gegenteil strebt die IG Bönen an: Ball am Boden halten, die technischen Vorteile im Spielaufbau ausnutzen, das will der Bönener Trainer bei seiner Elf sehen. Dabei sollen, anders als noch vor der Pause in Heiden, die Flügel konsequent besetzt werden, um die Altenberger Abwehrkette mit diagonalem Spiel in Bewegung zu halten und auf Dauer mehr und mehr auseinander zu reißen. „Es kann ein Geduldsspiel werden. Wir müssen die Ruhe bewahren und das Tempo hoch halten“, sagt Cerci. Die Chance auf Räume, in die der entscheidende vertikale Pass gespielt werden kann, „ergeben sich dann irgendwann von selbst“.

Kaya kehrt nach Rotsperre zurück

Personell sieht es bei der IG Bönen gut aus. Zübeyir Kaya kehrt nach seiner Rotsperre in den Kader zurück, sodass Cerci sein 20-Tore-Duo zur Verfügung hat, dabei Adem Cabuk allerdings keine Startelf-Garantie aussprechen möchte. Dieser stand auch in Heiden – noch mit Trainingsrückstand nach einer Erkrankung – erst in den zweiten 45 Minuten auf dem Platz. „Ich werde mir beim Abschlusstraining ein Bild machen. Vielleicht kommt die Startelf für ihn noch zu früh. Wir brauchen ihn in den nächsten Spielen in Top-Form“, sagt Cerci, der ansonsten auf das Aufgebot zurückgreifen kann, das in Heiden zur Verfügung stand.

Einstieg in die Wochen der Entscheidung

Für die IG, die mit sieben Punkten Vorsprung die Tabelle anführt, ist das Spiel in Altenberge der Einstieg in die Wochen der Entscheidung. Nach der folgenden Heimpartie gegen den SV Herbern warten mit dem Tabellenzweiten SG Bockum-Hövel am 13. sowie dem Dritten, BSV Roxel, am 20. März zwei der drei „Verfolger“, gegen die der Kampf um den Westfalenliga-Aufstieg vorzeitig entschieden werden kann.

Cerci befürchtet mit dem Blick auf den Zeitplan, dass sein Team aus dem gerade gewonnenen Rhythmus kommen kann. Zwischen den Spielen gegen Herbern und Bockum-Hövel liegen drei Wochen Pause (Karneval, dann spielfrei in der 17er Liga). Neben der Hammer SpVg am 22. Februar soll mit dem Holzwickeder SC ein weiterer Sparringspartner, der am 6. März ebenfalls spielfrei ist, aus der Oberliga kommen. Die Anfrage ist gestellt, ob’s auch klappt, ist noch offen.

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