Gelungene Premiere für das Fahrturnier

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Das Hacheneyer Gespann mit Kutscher Georg Nicolaiciuc und Balancier-Dame Anja Hesse.

BÖNEN -  Eine gelungene Premiere feierte die Reitgemeinschaft Hacheney mit ihrem Fahrturnier am Samstag. Und das in jeder Hinsicht. Sportlich war es stimmig, die Atmosphäre rund um das Turnier eine sehr entspannte. „Das müsst ihr umbedingt wiederholen“, hörte Organisatorin Carmen Rinkewitz vom jedem der 24 Starter, die insgesamt 52 Mal in den Parcour gingen.

Viele der Teilnehmer kamen von den Pferdefreunden Fröndenberg. Ihr erstes Kutsch-Turnier veranstalteten die Hacheneyer in Kooperation mit dem Verein. Die noch kleine Abteilung der RG-Fahrer ging nämlich an der Ruhr in die Lehre, holte sich dort die entsprechenden Scheine, einen solchen Wettbewerb nach offizieller Wettbewerbsordnung überhaupt durchführen zu dürfen. „Denn trotz der Kameradschaft untereinander – hier leiht man sich schon mal Handschuhe und Decken aus – geht es auf dem Fahrplatz in sportlicher Konkurrenz richtig zur Sache“, erklärt Rinkewitz. „Da müssen die Rahmenbedingungen in Bezug auf Sicherheit schon stimmen.“ Immerhin kurven die Gespanne im Hinderniss- Wettbewerb auf Zeit durchs Gelände. Damit der Fahrer mit seinem Zweiachser nicht aus der Kurve fliegt, steht hinter dem Kutschbock eine weitere Person, die die Zentrifugalkraft ausgleicht. Beim Hacheneyer Georg Nicolaiciuc, Vierter im Geländewettbewerb, übernahm Anja Hesse diese anstrengende Aufgabe.

Unfälle gab es am Samstag keine. Dafür von zehn bis 17.30 Uhr viel zu gucken. Klaus Walde (Fröndenberg), Sieger der Dressur und des kombinierten Fahrwettbewerbs, startete zum Beispiel in traditioneller Kutschfahrerkleidung. Ein grauer Zylinder zum feinen Zwirn zeichnete ihn als Besitzer seines Gespanns aus.

Der 68-jährige Rainer Vogt erinnerte sich wehmütig an die eigene Familiengeschichte. Mehrere Generationen Vogts fuhren früher in Heeren sogar für Bestatter. Gerne nahm er das Angebot wahr, die Tradtion bei der RG Hacheney wieder aufleben zu lassen. „Der Spaß am Kutschfahren verbindet Generationen“, freute sich Rinkewitz, dass Tochter Ronja und Vogt die Begeisterung teilen.

Das Hobby Gespannfahren zieht: „Das Interesse im Verein ist groß, wir werden eine Fahrabteilung gründen und den Platz hier weiter nutzen“, sagt Rinkewitz. Das nächste Turnier findet im Herbst 2015 statt. Und dann werde es auch nicht so kurzfristig angekündigt, verspricht die RG-Frau. „Die Resonanz war auch diesmal schon sehr gut, obwohl wir nur Mund zu Mund-Propaganda gemacht und zudem über E-Mail eingeladen haben.“ - ml

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