Letzter Spieltag in der Kreisliga A

Endspiel für IG, Generalprobe für SpVg Bönen

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Die IG Bönen um Nihat Isik (rechts) will mit einem Sieg beim HSC die Klasse sichern.

BÖNEN - Die SpVg Bönen will das letzte Meisterschaftsspiel in der Kreisliga A dafür nutzen, um für das Aufstiegsmatch am Mittwoch gegen Massen auf Betriebstemperatur zu bleiben. Die IG Bönen kämpft dagegen beim Hammer SC noch um den Klassenerhalt. Der Vorteil: Die IG hat die Karten in der Hand.

Hammer SC – IG Bönen (Sonntag, 15 Uhr, Pilsholz/Hinspiel: 2:1). Es ist das große Finale. Ein Alles-oder-nichts-Spiel. Dabei hat die IG einen entscheidenden Vorteil: „Wir müssen nicht nach rechts oder links schauen“, so Coach Ayhan Sezer. Denn die Bönener haben den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Ein Sieg beim HSC, und die IG tritt auch in der kommenden Saison in der Kreisliga A an. Ganz gleich, wie der TSC II (wie Bönen 26 Punkte) beim BVH abschneidet.

„Für uns zählt nur ein Sieg“, sagt Sezer. Voll auf die Offensiv-Karte setzt er zunächst aber nicht. „Entscheidend ist, dass wir gegen einen laufstarken HSC erst einmal die Null halten, den Ball laufen lassen und Fehler vermeiden“, beteuert er. Mit den entscheidenden Akzenten in der Vorwärtsbewegung soll dann möglichst der Führungstreffer gelingen, „der uns dann hoffentlich Sicherheit gibt“. Dass die Hammer in den vergangenen zwei Partien elf Tore kassiert und selbst nicht eingenetzt haben, interessiert Sezer nicht: „Davon dürfen wir uns keineswegs täuschen lassen“, sagt Sezer, der auf Ali Gökce (Gelb-Rot-Sperre) verzichten muss.

Unter der Woche hat der Trainer vor allem mit den jungen Akteuren viel gesprochen, um eine eventuelle Blockade im Kopf zu lösen. Denn der Coach weiß, dass sein Team unter Druck steht. In bestem Fall sollen seine Mannen diesen auf dem Rasen aber in Antrieb und Zweikampfstärke umwandeln, um am Ende den Klassenerhalt feiern zu können. Ali Gökce fehlt gelb-rot-gesperrt.

SuS Rünthe – SpVg Bönen (Sonntag, 15 Uhr, Schacht III/1:6). Na klar, der Hauptfokus liegt auf Mittwoch, wenn die SpVg gegen die SG Massen um den Bezirksliga-Aufstieg kämpft. Doch Larifari ist für den Kreisliga-Meister dennoch nicht angesagt. „Das können wir nicht machen, und das wollen die Jungs auch nicht“, sagt Axel Maurischat. Der Trainer will dabei den Spagat schaffen zwischen Spielfluss hoch halten und Akteure schonen, die geschont werden müssen. „Das müssen sie selbst entscheiden“, sagt er, fügt aber umgehend hinzu: „Ich werde jetzt nicht komplett durchmischen, und beim Granaten-Spiel am Mittwoch fehlt einigen der Rhythmus.“

Maurischat hofft bei der Generalprobe für das Aufstiegsmatch auf eine gesunde Mischung aus Spaß und nötiger Ernsthaftigkeit. Von Sparflamme will er nichts wissen. „Wir fahren nach Rünthe, um zu gewinnen“, betont der Coach. Definitiv rotieren wird der Trainer im Tor: Für Marco Behrend wird Tim Faber auflaufen. „Das hat er sich verdient“, sagt Maurischat.

Verzichten muss er hingegen auf Hendrik Dördelmann, David Gözütok und Daniel Sadrinna, Hinter dem Einsatz von Thorsten Renk (Fuß-Verletzung) steht noch ein Fragezeichen. Der Stürmer verfolge noch das Ziel, Torschützenkönig (derzeit 27 Treffer) zu werden. Dafür müsste er allerdings viermal einnetzen, um mit Sebastian Jakob (TuS Uentrop) gleichzuziehen. „Wichtiger wäre mir, wenn er am Mittwoch zweimal trifft, als mit ihm den Titel des Torschützenkönigs zu feiern“, sagt Maurischat.

TuS Germania Lohauserholz – VfK Nordbögge (Sonntag, 13 Uhr, Hahnenbach/1:4). Die sprichwörtliche goldene Ananas. Um mehr geht es nicht, wenn der VfK beim Tabellen-Zehnten aus Lohauserholz zu Gast ist. „Wir nehmen das Spiel zum Anlass, um eine Gaudi zu veranstalten“, sagt Dennis Juraschuk. Nordbögges Spielertrainer will beim Saison-Kehraus daher „vieles dem Zufall überlassen“. Wer auf welcher Position auflaufen wird, wird kurzfristig entschieden – per Zufallsprinzip. „Gedanklich sind wir schon in der Sommerpause, das Training haben wir auch schon reduziert“, räumt Juraschuk ein. „Und Hölzken ist ja auch schon gerettet.“

Egal, was am Sonntag passiert: Der VfK schließt die Serie als Dritter ab, und in wichtige Entscheidungen können die Bönener auch nicht mehr eingreifen. „Die Jungs haben sich so einen Abschluss verdient, sie waren immer diszipliniert bei der Sache“, lobt der Coach. Ganz egal ist ihm das Ergebnis aber nicht: „Die Jungs, die auf dem Platz stehen, sollen ihre Sache schon vernünftig machen. Auch wenn wir wissen, dass das Ding in die Hose gehen kann.“ Definitiv nicht zur Verfügung stehen werden Marc Aschmoneit und Thomas Kul. Sicher auflaufen werden Jonas Wiggermann und Christoph Möllert. - mg

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