Kreisläufer Jan Weber sieht viel Potenzial beim RSV

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Wenn Jan Weber einmal den Ball hat, ist er auf dem Weg zum Tor zu schwer davon zu trennen.

Bönen - Wenn Jan Weber den Ball am Kreis bekommt windet er sich aber um den Gegner herum, bis er frei vor dem Torhüter ist – und trifft. „Ich habe den Willen durchzukommen“, sagt der Neuzugang des RSV-Altenbögge selbst bei der Frage nach seinen Stärken.

Für den Handball-Bezirksligisten ist der Kreisläufer ein Glücksgriff. Dabei kam der Kontakt nach Bönen eher zufällig zustande. Timo Weber, gerade erst zum RSV gewechselt, fragte einfach bei seinem Bruder nach, ob er nicht Lust hätte, seine Sportpause zu beenden und wieder mit ihm zusammen spielen wolle. Ein paar Gespräche mit Trainer Mike Rothenpieler später zog Jan Weber erstmals das Altenbögger Trikot an. Und so bilden die drei Neuen – Dritter im Bunde ist Tim Gerwien – nun eine Fahrgemeinschaft, um zur MCG-Halle zu kommen.

Seit Anfang der vergangenen Saison hatte der 23-jährige nicht mehr gespielt. Der Beruf und die Geburt seines Kindes hatten den Anlagenmechaniker kürzertreten lassen. „Ganz ohne Handball geht es aber auch nicht“, begründet Weber sein Comeback. Der gebürtige Oberadener war lange Jahre bei TuRa Bergkamen, wo er sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft aktiv war. Da spielte er auch das letzte Mal mit seinem ein Jahr älteren Bruder zusammen. Am Ende stand vor drei Jahren der Aufstieg mit TuRas-Reserve. Die Jugend verbrachte er zunächst in Oberaden, spielte später für Overberge und Ahlen auch Oberliga und wurde früh zum Spezialisten am Kreis ausgebildet. Anfang der vergangenen Saison kehrte er zum SuS zurück, hörte jedoch nach wenigen Partien auf und verpasste die Meisterfeier des Kreisligisten.

Dementsprechend hat sich Weber den 13. Dezember schon vorgemerkt, wenn der RSV in der Oberadener Römerberg-Sporthalle antritt. Überhaupt freut sich der 23-Jährige auf die vielen Derbys. „Das ist das, was Handball ausmacht. Da kribbelt es immer“, erklärt er. Die meisten Kreisduelle will der Kreisläufer natürlich gewinnen – und er hält sein neues Team für stark genug das auch oft zu tun. „Ich setze mir immer ein hohes Ziel, deshalb sage ich, wir können um die ersten drei Plätze mitspielen“, gibt er sich optimistisch. Allerdings kennt er sich in der Bezirksliga nicht wirklich gut aus. Der große RSV-Kader sei aber ein Vorteil: „Wir haben jede Position doppelt besetzt.“

Natürlich weiß Weber auch, dass es immer einen Unterschied zwischen Trainingsspielen und Meisterschaft gibt, doch in den ersten Einheiten hat er gesehen, dass „in der jungen Truppe Potenzial steckt“. Dieses will der Trainer durch möglichst viele Treffen mit anderen Vereinen herauskitzeln. Ungewöhnlich viele gemeinsame Trainingseinheiten hat Rothenpieler von Beginn der Vorbereitung an ausgemacht. „Ich finde das richtig klasse, dass wir jede Woche ein Spiel haben. Gerade mit so einer jungen Mannschaft und den drei, vier Neuzugängen ist das sehr sinnvoll.“

Für Weber ist es natürlich wichtig, sich an die Abläufe in seinem neuem Team zu gewöhnen, zumal er am Kreis von den Zuspielen seiner Kollegen abhängig ist. Dann kann er mehr sein als ein Ersatz für Mirza Bajramovic, der aufgehört hat. Doch auch in der Defensive hat der 23-Jährige seine Stärken. „In der Abwehr bin ich jemand, der auch gerne zupackt. Ich kann einstecken, aber teile auch aus.“ Vorne hat Weber, der sich selbst als „bulligen Spieler“ bezeichnet, also den Willen zum Abschluss, hinten will er niemanden vorbeilassen. Seinen Trainer wird diese Einstellung sicherlich freuen. - bob

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