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„Kick and Run“ am Bönener Zechenturm

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Von: Jan-Niklas Dalley

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Neues Format am Förderturm: Die Lauffreunde luden zum „1. Kick and Run“.
Neues Format am Förderturm: Die Lauffreunde luden zum „1. Kick and Run“. © Dalley

Kondition, Koordination und Treffsicherheit waren beim „1. Kick and Run“ der Lauffreunde Bönen gefragt. Denn neben dem läuferischen Pensum mussten die Teilnehmer gleich mehrfach einen Ball in ein Minitor schießen. Im Vordergrund der Veranstaltung standen aber nicht Zeiten und Platzierungen. Sieger waren alle, die Spaß an diesem ungewöhnlichen Sportformat hatten.

Bönen – Völlig erschöpft standen die Läufer vor dem Tor und atmeten noch einmal tief durch, ehe sie sich ganz auf das Schießen konzentrierten. Einmal Maß genommen, mit Gefühl gegen den Ball getreten, und schon landete die Kugel bei vielen im Tor. Dann ging es wieder auf die Laufstrecke.

Siebenmal mussten die Teilnehmer des „1. Kick and Run“ der Lauffreunde Bönen die 1,34 Kilometer hinter sich bringen, und nach jeder Runde musste ein Ball aus drei Metern Entfernung in ein Minitor geschossen werden. Einige Sportler kamen dabei an ihre Grenzen. Das lag nicht nur an der hügeligen Laufstrecke auf dem Zechengelände. Die Teilnehmer mussten nämlich neben guter Kondition auch Koordinationsfähigkeiten beweisen, um beim ungewöhnlichen Lauf besonders gut abzuschneiden. „Um das Tor zu treffen, haben die Läufer jeweils sieben Versuche“, erklärte Jochen Von Glahn, Vorsitzender der Lauffreunde.

Bis sich die Teilnehmer auf dem großen Zechenplatz am „Schießstand“ versuchen durften, mussten sie zunächst ihre Laufrunde zurücklegen. Für viele wurde es zur Herausforderung, anschließend die Ruhe zu bewahren und auch mit hohem Puls das Holztor zu treffen. Die sieben Laufrunden konnten die Läufer entweder allein oder abwechselnd in kleinen Teams zurücklegen. Besonders am Zechenturm wurden die Starter lautstark von Freunden oder Familienmitgliedern nach vorne gepeitscht.

Treffsicherheit mit dem Ball war wichtig.
Treffsicherheit mit dem Ball war wichtig. © Dalley

Die Idee zum „Kick and Run“ kam den Lauffreunden, da der Verein den jährlich veranstalteten „Lauf am Förderturm“ absagen musste. Im März überlegten sich die Mitglieder dann eine Alternative für den Sommer. „Wir haben uns von dem Fun-Biathlon in Hilbeck inspirieren lassen. Wir wollten uns aber etwas Eigenes überlegen und nichts kopieren“, verrät der Vorsitzende. Nach und nach entstand dann das Konzept. „Hiermit wollten wir viele Leute ansprechen und alle Vereine zusammenbringen. Fußball kann ja fast jeder.“ Besonders Mitglieder der vier Bönener Fußballvereine sollten damit an den Zechenturm gelockt werden. Die Resonanz hielt sich jedoch in Grenzen.

Aber auch wenn wenig Vereine an den Start gingen: Bei den fast 40 Teilnehmern kam die Idee gut an. Daniel Diers und Timo Becker setzten sich als schnellstes Team gegen ihre Kontrahenten durch. „Wir spielen Fußball und gehen gerne laufen. Das hier ist die perfekte Verbindung“, erzählten die Beiden kurz nach dem Zieleinlauf. 70 Meter vor dem Ziel konnte aber selbst Fußballer Becker seine Konzentration nicht mehr hoch genug halten und leistete sich beim Schießen zwei Fahrkarten: „In der letzten Runde habe ich beim Laufen nochmal Gas gegeben. Dann habe ich das Tor erst beim dritten Versuch getroffen“, sagte er.

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