Fair-play-Anstoß in der Halle stößt auf Kritik

+
Im Vorjahr stand beim Masters mit Sherif Karahan bei der IG Bönen ein Feldspieler im Tor. Er dürfte jetzt bis in die gegnerische Hälfte dribbeln.

Hilbeck -  Alle vier Bönener Fußball-Vereine nehmen in dieser Hallensaison am Warsteiner Masters teil. Und alle vier treten am 2. und 3. Januar in der Goethehalle an, wo die SpVg Bönen eine Vorrunde der großen Turnierserie ausrichtet. Das teilte JugendGeschäftsführer Heinz Piezocha mit, der an einem Koordinierungsgespräch aller neun Gastgeber im Sportlerheim des SV Hilbeck teilgenommen hat.

Neben der SpVg, der IG Bönen und dem TVG Flierich-Lenningsen hat auch der VfK Nordbögge nach zweijähriger Hallenpause wieder für das Mammutturnier mit 126 Mannschaften und einem Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro gemeldet. Angeführt wird das Feld der 14 Mannschaft in Bönen erneut vom Oberligisten Westfalia Rhynern. Der Modus bleibt unverändert. Gespielt wird zunächst in zwei siebener Gruppen, in denen es um die Teilnahme an der Quali- und Zwischen- runde am zweiten Tag geht. Am Ende erreicht der Sieger der Halle Bönen das Finale am 24. Januar in Werl. Der Zweit- und Drittplatzierte starten dort tags zuvor in de Lucky-Loser-Runde.

Besprochen wurden in Hilbeck unter der Leitung von Masters-Organisator Dieter Bethlehem, Schiedsrichterobmann Siegfried Reffelmann und -lehrwart Karl-Josef Schulze (Kreis Soest) auch über Regeländerungen. „Da waren einige gute Sachen dabei, aber auch ein paar Sachen, die Schwachsinn sind“, meinte Piezocha. Gut fand er, dass der Torwart wieder mitspielen darf. Ob der Keeper aber unbedingt auch in des Gegners Hälfte mitkicken muss, lässt Piezocha offen. Kritisch sah nicht nur er, dass immer ein Fair-Play-Anstoß durchgeführt werden muss: „Beim allerersten Anstoß kann man das machen, aber nach jedem Tor?“ Sinn dieser Regel soll sein, dass eine Mannschaft bei eigenem Anstoß nicht sofort aufs Tor schießen kann. „Nur, was ist, wenn nach einem geschossenen Tor nur noch wenige Sekunden zu spielen sind und es noch um etwas geht?“, gab Bethlehem zu bedenken. Er befürchtet, dass das Spielgerät in diesem Fall nicht korrekt oder erst zu spät zurückgespielt werden könnte. „Da muss es dann klare Regeln geben, damit der Ball unverzüglich zum Passgeber zurückkommt“, so Bethlehem weiter.

„Weitere Änderungen sind noch im Gespräch. Spätestens bis zur Auslosung am 2. Dezember wissen wir alle Bescheid“, meinte Bethlehem. Diese wird um 19 Uhr wie gewohnt in der Warsteiner Brauerei stattfinden. Bis dahin entscheidet sich auch, ob mit oder ohne Bande gespielt werden darf. Die Futsalbälle werden in jedem Fall eingesetzt. - bob/mgr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare