TuS-Ringer ohne Probleme gegen Kirchlinde

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Obenauf: Fatih Karabulut feiert seinen Schultersieg gegen den Kirchlinder Klaudius Broll  

Bönen - Es war ein Duell zwischen zwei Tabellennachbarn. Die Gäste aus Kirchlinde standen knapp vor der TuS Bönen in der Verbandsliga. Dass die Bönener vor 80 Zuschauern mit einem 29:8-Triumph aus der Halle gingen, überraschte somit durchaus. „Dass es so schnell und deutlich wird, hätte ich nicht gedacht“, gab Mannschaftsführer Daniel Keim zu. Durch den Sieg zogen die Bönener am KSV vorbei und belegen nun Rang fünf.

In den Kämpfen vor der Pause sollten die Bönener möglichst viele Punkte holen, forderte Keim. Sein Team setzte diese Maxime beeindruckend um, nach der Hälfte der Kämpfe lag die TuS mit 16:4 vorne. Marc Hauke holte in der 57-kg-Klasse im Freistil mit einem technisch überlegenen Sieg die ersten vier Zähler. „Marc hat stark gerungen“, lobte Keim.

Auch Sebastian Strzalka (130 kg, Griechisch-Römisch) legte seinen Kontrahenten Yücel Yildizhan auf die Schulter, sodass bereits eine komfortable 8:0-Führung auf der Anzeigetafel zu sehen war. Dabei war Strzalka nur durch eine notwendige taktische Umstellung in dieser Gewichtsklasse angetreten. Denn der Stammringer Jihad El-Cheikh Hassan hatte am Vortag vier Kilo Übergewicht und durfte so nicht antreten. „Das ist in der Mannschaft mit Unverständnis aufgenommen worden“, kitisierte Keim die Undiszipliniertheit. Doch das Fehlen von El-Cheikh Hassan fiel an diesem Kampftag gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Kirchlinder kaum ins Gewicht. „In den oberen Gewichtsklassen waren sie heute nicht in Bestbesetzung“, meinte Keim.

In der 61-kg-Klasse im griechisch-römischen Stil pinnte Karsten Wegner sein Gegenüber Timo Friedhoff nach einer starken Leistung nach nicht einmal einer Minute. Fatih Karabulut sorgte in der 98-kg-Klasse im Freistilingen für goßen Jubel in der Halle. Er bezwang Klaudius Broll mit einem Schultersieg. Die Gastgeber lagen nun 12:0 vorne. Dass in Stephan Schwark der erste Bönener eine 4:0-Niederlage hinnehmen musste, war vorprogrammiert. In der 66-kg-Klasse (Freistil) traf er Senol Sakalli, der ihm in einer Minute Kampfzeit ordentlich zusetzte und letztlich auf die Schulter legte. „Das ist ein Top-Freistil-Ringer und Stephan ist dafür einfach noch zu unerfahren“, kommentierte Keim die klare Niederlage.

Fehmi Güney knüpfte nach der Pause ohnehin an die starke Ausbeute der Bönener an. In der86-kg-Klasse im griechisch-römischen Stilkontrollierte er gegen Marcel Behrend das Geschehen. Als der Kirchlinder von Güney unglücklich an den Rippen getroffen wurde, gab er verletzungsbedingt auf. „Das war heute endlich mal ein Gegner seiner Kragenweite“, freute sich Keim für Güney, der es zuvor häufig mit übermächtigen Gegnern zu tun hatte.

Der Kapitän selbst sorgte für den spannendsten Kampf des Abends. Gegen Jens Friedhoff (70 kg, Griechisch-Römisch) errang er in der vollen Kampfzeit einen knappen 1:0-Sieg. Damit war der Sieg bereits perfekt. Doch sowohl Marvin Manz (80 kg, Freistil) per Schultersieg als auch Lukas Korte, der ausnahmsweise im griechisch-römischen Stil (75 kg) rang und mit einem technisch überlegenen Sieg überzeugte, holten vier Punkte. Die 0:4 Niederlage im Freistil (75 kg), die durch eine taktisch begründete Aufgabe von Bedri Ünal entstand, fiel da nicht mehr ins Gewicht. Es blieb ein deutlicher Sieg, der den Bönenern eine Menge Selbstbewusstsein für die kommende Aufgabe beim verlustpunktfreien Spitzenreiter Simson Landgraaf verschafft. - krz

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