Weltmeister Cetin kündigt Karriereende an

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Senol Cetin reckte nach der erfolgreichen Titelverteidigung die Arme in die Luft.

Bönen - Der Weltmeister macht sich bereit für seinen Abschied. Senol Cetin kündigte nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung im Kickboxen-Cruisergewicht an, seine Karriere im kommenden Jahr mit einem Abschiedskampf im Mai zu beenden.

Dass es der mittlerweile 42-jährige Bönener immer noch drauf hat, bewies er am Samstag in der Kamener Koppelteichhalle allerdings eindrucksvoll. Bereits nach drei Runden schickte er den moldawischen Herausforderer Jura Bapusa auf die Matte. „Es geht an die Substanz“, erklärte Cetin nach seinem Sieg, durch den er nach seinem Comeback vor gut zwei Jahren weiterhin unbesiegt bleibt.

Cetin verteidigt WM-Titel

Der Kampfabend im Kamen, und bei dem sich auch Landrat Michael Makiolla unter den 500 Zuschauern befand, war für Mitorganisator Cetin ein voller Erfolg. Sein Auftritt begann jedoch mit einer Schrecksekunde, als in der Halle kurz der Strom ausfiel. Der Weltmeister ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, ging mit dem ersten Gong sofort in den Angriffsmodus über. Auch sein Gegner, der zuvor 15 seiner 16 Siege durch K.o. errungen hatte, suchte sein Heil in der Offensive. So gab es von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Beide Athleten landeten Treffer, Cetin trug am Ende ein gerötetes Auge und einen geprellten Fuß davon. „Das war ein harter Typ“, sagte Cetin. Er bearbeitete seinen Kontrahenten allerdings noch effektiver. Schon in der zweiten Runde wurde Bapusa nach einem Kick an den Kopf angezählt. Cetin schlug noch erfolgreich auf die Leber, doch es ertönte der Gong. Der Bönener ging in Runde drei aufs Ganze, attackierte wieder die Leber des Moldawiers, der diesmal endgültig vom Ringrichter ausgezählt wurde.

So verteidigte Cetin seinen Titel im Cruisergewicht (bis 86 kg) und freut sich schon auf seinen letzten Kampf. „Man merkt das Alter“, erklärte er. - bob

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