Abstiegsendspiel zwischen Bönen und Herringen

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Das Hinspiel verlor Bönen in Herringen mit 1:3 (links Ruchan Akman gegen Fabian Düser).

BÖNEN - Am Sonntag zählen endgültig keine Ausreden mehr. Die SpVg Bönen empfängt als Vorletzter der Fußball-Bezirksliga Schlusslicht SVF Herringen am Rehbusch (15 Uhr). Für die Gäste ist es bei acht Punkten Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz wahrscheinlich der letzte Strohhalm, um im Kampf um den Klassenerhalt einzugreifen. Für Bönen sieht es mit zwei Zähler mehr auf dem Konto aber auch nicht wesentlich besser aus.

„Ich glaube, den Ernst der Lage haben alle begriffen“, sagt SpVg-Coach Axel Maurischat. Er möchte das Feuer in den Augen seiner Spieler sehen: „Schon beim Warmmachen, nein schon beim Treffen muss zu sehen sein, dass alle wollen. Wir müssen irgendwann anfangen, drei Punkte zu holen.“ So greift Bönens Coach vor dem Abstiegsendspiel auch in die Schublade mit den martialischen Vokabeln: „Es muss am Sonntag Blut am Stutzen kleben. Wir müssen Gras fressen“, fordert er.

Eines ist sicher, beim Spiel der neben dem TSC Hamm beiden offensivschwächsten Teams der Liga wird es nur über den vollen Einsatzwillen gehen. Zumal auch Herringens Trainer Reiner Fiebig für kämpferisch starke Mannschaften steht. „Die werden versuchen, den Rehbusch umzugraben“, ist Maurischat auf Alles gefasst.

„Das ist unsere letzte Chance, um noch einmal an die Nicht-Abstiegsplätze dranzukommen“, sagt Fiebig: „Schon ein Unentschieden in Bönen wäre zu wenig.“ Im Gegensatz zur im Jahr 2015 noch sieglosen SpVg hat der SVF am vergangenen Wochenende ein erstes Erfolgserlebnis gefeiert. Mit 7:0 fertigte Herringen den Mitkonkurrenten Vorwärts Ahlen ab. „Ahlen soll unter aller Sau gespielt haben, aber sieben Tore muss man trotzdem erstmal schießen“, rechnet Maurischat mit neuem Selbstvertrauen beim Gegner.

Bönen verbaute sich mögliche Punktegewinnen oder Siege durch Unkonzentriertheiten in der Schlussphase. Fünf Gegentore kassierte die SpVg in den fünf Partien nach der Winterpause nach der 80. Minute. Dem steht nur Kevin Scheibkes Treffer gegen Liesborn gegenüber. „Der ein oder andere kann körperlich dann nicht mehr zulegen“, sieht Maurischat konditionelle Defizite bei Teilen seines Teams.

Maurischat hat leichte Hoffnungen, dass Tobias Wittwer nach seinem Bänderriss auf die Bank zurückkehren kann. Er hat die ersten Laufeinheiten absolviert. So weit ist Sören Symmank noch nicht, bei dem nun eine Entzündung in der Patellasehnen festgestellt wurde. Hakan Elik und David Wündisch sind weiter kein Thema. Dafür freut sich Maurischat, dass Thorsten Renk wieder fit ist: „Man hat gesehen, als er in Westernkotten reinkam, dass er uns gefehlt hat. Er ist ein schneller Spieler, mit dem man gut Konter umsetzen kann.“ Bei Herringen fehlen Jan-Philipp Faros, Henning Kastilan und Rene Guboff. - bob

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