Beim TV Germania Flierich-Lenningsen

Keine Panik nach dem Fehlstart - Sonntag Derby gegen die SpVg II

Längst ist Dennis Unterkötter Fliericher Urgestein, doch seine Jugend und die ersten Seniorenjahre verbrachte er am Rehbusch (Bild, rechts).
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Längst ist Dennis Unterkötter Fliericher Urgestein, doch seine Jugend und die ersten Seniorenjahre verbrachte er am Rehbusch (Bild, rechts).

Mit der unnötigen 2:3-Niederlage bei der zuvor sieglosen SG Isenbeck ist der Fehlstart des TVG Flierich-Lenningsen in die neue Saison der Fußball-Kreisliga B1 perfekt.

Bönen – Nach vier Spielen haben die Germanen erst einen Punkt, aber bereits drei Zähler Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Und am Sonntag kommt die SpVg Bönen II zum Derby an den Butterwinkel. „Ich kann behaupten, keiner ist zufrieden bei uns, wie wir gestartet sind“, ist auch Verteidiger Dennis Unterkötter enttäuscht: „Aber es ist noch zu früh in der Saison, um in Panik zu verfallen. Ich habe kein Spiel gesehen, wo wir unterlegen waren. Aber irgendwann müssen wir auch mal loslegen.“

Ein schweres Auftaktprogramm

Das Startprogramm meinte es nicht gut mit den Flierichern. Trainer Thorsten Müller hatte vorher schon Böses geschwant, dass sein Team lange unten stehen könnte, zumal auch ein frühes spielfreies Wochenende anstand. In den ersten drei Partien traf der TVG mit dem TuS 59 Hamm, dem SVE Heessen II und der IG Bönen II auf Teams, die gerade in der Tabelle die ersten drei Plätze belegen. Gegen den TuS war Flierich nicht schlechter, stand aber nach einem 1:2 und einem verschossenen Elfmeter von Bastian Eickhoff mit leeren Händen.

In Heessen verloren die Germanen zwar hoch mit 1:5, brachten sich aber durch kapitale Fehler letztlich selbst aus dem Spiel. „Wir machen im Aufbau Fehlpässe. Das macht es dem Gegner einfach, wenn man ihm den Ball in den Fuß spielt“, so Unterkötter. Sein Team erkämpfte sich einen Punkt beim 2:2 bei Aufstiegsaspirant IG und hatte eigentlich gedacht, damit können die Saison nun losgehen.

Herber Rückschlag am Maxipark

Doch die Niederlage bei der SG am Maxipark war ein herber Rückschlag. Schließlich wird Isenbeck im unteren Tabellendrittel vermutet, und Flierich war über weite Strecken die bessere Mannschaft. Aber wieder verschoss der TVG – diesmal Fabian Henkel – einen Strafstoß. „Da können wir das 3:2 machen. Dann kann das Spiel ganz anders ausgehen. Das sind die Nuancen, die so ein Spiel entscheiden“, sagt Unterkötter.

„Wir brauchen zu viele Chancen für ein Tor. Der Gegner trifft schneller, als wir beim Gegner treffen“, sieht Unterkötter ein Muster. Ein Vorwurf an die Offensive will der Abwehrmann daraus allerdings nicht ableiten. „Vielleicht ist es auch einen Tacken zu einfach, gegen uns ein Tor zu erzielen“, dreht er den Spieß herum. Es bleibt aber festzustellen. Die Germanen betreiben großen Aufwand, haben jedoch nur wenig Ertrag.

Viel Pech gegen SVE Heessen

„Gegen Heessen hatten wir auch Pech. Da war gefühlt jeder Ball drin“, erinnert der 31-Jährige auch an die abgefälschten Treffer des SVE, die die Partie in die falsche Richtung kippen ließen. „Was sollen wir machen. Wir sind da ja im Zweikampf und wollen den Abschluss verhindern“, stimmt für Unterkötter auch die Einstellung. „Es ist ja nicht so, dass wir keine Chance in der Liga haben. Da habe ich schon ganz andere Saisons erlebt, zum Beispiel als wir mit Flierich sang- und klanglos aus der A-Liga abgestiegen sind.“

2013 wechselte Unterkötter bereits an den Butterwinkel – nach einem kurzen Abstecher nach Nordbögge. Davor war er am Rehbusch aktiv. Das Derby am Sonntag ist für ihn daher etwas Besonderes: „Ich bin die ganze Jugend bei der SpVg gewesen. Das ist für mich ein wichtiges und ein schönes Spiel. So ein Derby macht doch den Reiz von Kreisliga-Fußball aus.“ Mit Patrick Luboch, Malik Öncül, Daniel Bednarek und anderen aus der älteren Garde der Bönener hat der 31-Jährige schon zusammengespielt. Dementsprechend weiß er, dass „die Jungs vom Rehbusch auch motiviert sind“.

Lokalduell immer „ein anderes Spiel“

Ein Lokalduell ist für Unterkötter immer ein anderes Spiel. „Das gewinnt oft nicht die bessere Mannschaft, sondern die, die es mehr will.“ Kampf, Einsatz und Willen seien entscheidend. Die Bönener stehen zwar besser da als Flierich, doch ihnen setzt die 1:3-Pleite gegen die IG-Zweite im Ortsderby am vergangenen Sonntag sicher noch zu. Sie gingen früh in Führung, spielten fast eine komplette Hälfte mit einem Mann mehr und am Ende sogar in doppelter Überzahl. Der IG reichten die beiden Freistoßtreffer von Raphael Thiemann im ersten Durchgang und das späte Kontertor durch Sedat Cakir zum Erfolg. Die Scharte werden sie ausbessern wollen, glaubt Unterkötter. „Das wird ein schwieriges Spiel. Aber es wäre ein guter Zeitpunkt für uns, eine Serie zu starten.“

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