Fußball

Vandalen beschädigen Rasen am Butterwinkel

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Am Butterwinkel hat jemand mutwillig den Rasen beschädigt.

Bönen - Ein Sonntagnachmittag im März 2020: Der Spielbetrieb in der Gemeinde ruht, nur ein paar Unentwegte kicken ein paar Bälle aufs Tor. Ein böses Erwachen gab es am Sonntag in Flierich, Reifen haben den Rasen am Butterwinkel geschädigt.

Normalerweise hallen am Wochenende Rufe über die Fußballplätze der Gemeinde, Torjubel, taktische Anweisungen, Anfeuerungen der Zuschauer und manchmal auch Kritik an einer Schiedsrichterentscheidung. Doch an diesem Sonntag ist (fast) alles ruhig. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) am Freitag – wie beinahe auch alle anderen Sportverbände – den Spielbetrieb bis weit in den April hinein ausgesetzt.

Ein paar Nordbögge kicken ein bisschen

Daher ist jetzt das Gezwitscher der Vögel zu hören, die an diesem sonnigen Tag den Frühling begrüßen. Die Plätze sind beinahe komplett verlassen, so wie sonst vielleicht nur in der Sommerpause. Ein paar Unentwegte, die das Leder nicht ruhen lassen können, finden sich aber dann doch. Und so schallt hin und wieder auch das Scheppern von Fußbällen an den Fangzäunen durch die Luft. Am Schulzentrum trafen sich am Nachmittag drei Kinder, um ein wenig aufs Tor zu schießen. An der Feuerwache waren fünf Kicker aktiv, um mithilfe eines E-Jugendtores ein paar Freistöße zu üben. Alles ohne Körperkontakt, also kein Spielchen wie einer des Quintetts betont.

Ein Bild mit Symbolcharakter für die kommenden Tage: Nix los am Schulzentrum.

Gemeinde hatte Asche- und Rasenplätze für unbespielbar erklärt

Die Gemeinde hatte am Freitag wegen der vielen Regenfälle der vorangegangenen Tage alle Fußballplätze außer den Kunstrasen des VfK Nordbögge gesperrt, wobei zumindest die Ascheplätze am Rehbusch und am Schulzentrum am Sonntag gut bespielbar aussahen. Die Sonne entfaltete ihre Wirkung. Der Rasenplatz am Schulzentrum muss dagegen dringend gewalzt werden, denn er ähnelt mehr einer Hügellandschaft. Durch die Generalabsage des FLVW hat die Gemeinde nun aber alle Zeit der Welt.

Tiefe Reifenspuren am Butterwinkel

Besonders dem TVG Flierich-Lenningsen kommt das zu Gute. Dort bekam der 1. Vorsitzende Nils Böckmann am Sonntagmorgen einen großen Schrecken, als ihm Bekannte Bilder vom Butterwinkel schickten. Ein Auto- oder Quadfahrer hatte sich den Rasen – Böckmann vermutet am Samstagabend – als Crossstrecke ausgesucht und mutwillig tiefe Reifenspuren beim Kurvenfahren in den aufgeweichten Boden gegraben.

Auf dem feuchten Rasen gruben sich die Räder tief in den Rasenplatz des TVG ein.

"Absolute Frechheit"

„Das ist eine absolute Frechheit“, ärgerte sich Böckmann, der am Montag mit der Gemeinde sprechen wird. Das Tor zum Spielfeld stand am Sonntagnachmittag offen. Auf dem Parkplatz und der Asche an der Ermeling-schule hatten Vandalen mit ihren Autos bereits Schaden angerichtet, auf dem Platz am Butterwinkel, so wie vor einiger Zeit mehr fach auf der Asche der SpVg am Rehbusch, aber noch nicht. „Wir haben bisher nie schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist schlimm, dass man komplett absperren muss“, meinte

Böckmann, der nun nach einer Möglichkeit sucht, ohne großen Aufwand zu verhindern, dass Autos auf den Rasen gelangen können. Poller seien eine Option, damit nicht jeder Trainer oder die Gärtner der Gemeinde ein Tor aufschließen müssten.

Stockschützen ein vorerst letztes Mal am Rehbusch

Am Rehbusch trafen sich am Sonntagmittag die Stockschützen ein vorerst letztes Mal, dazu die Dartsrunde um den Jugendleiter Heinz Piezocha. Beides als Art Abschlussveranstaltung, denn die SpVg entschied mittlerweile, dass alle Aktivitäten in den kommenden 14 Tagen ruhen werden und dann weiter gesehen wird.

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