Kader der Tischtennis-Regionalligisten bietet keine Überraschungen

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Er schlägt jetzt mit den „Großen“: Nils Maiworm steht im Regionalliga-Kader der Bönener Tischtennisfreunde für Jaroslaw Werner am unteren Paarkreuz an der Platte.

BÖNEN -  Die Tischtennis-Saison 2014/2015 rückt näher. Zwar haben die Spieler des Regionalligisten TTF Bönen das Training für die nächste Spielzeit noch nicht wieder aufgenommen, mittlerweile aber steht fest, mit wem es die Bönener ab August zu tun bekommen. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) veröffentlichte gestern, wie gewohnt am 15. Juli, die genehmigten Mannschaftsaufstellungen der Vereine.

Es gibt keine Überraschungen, aber jetzt wissen wir natürlich ganz konkret, wie sich die anderen Vereine in der kommenden Saison präsentieren“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg, der einen genauen Blick auf die Mannschaftsaufstellungen der Bönener Gegner geworfen hat. „Die Teams sind allesamt gut – und vor allem wieder sehr ausgeglichen“, so Darenberg, der sich schon wieder an die Vorsaison mit etlichen knappen Partien und rekordverdächtigen sieben Unentschieden erinnert fühlt. „Es gibt eigentlich kaum Teams, gegen die wir sichere Punkte einplanen können. Dafür haben wir auf der anderen Seite aber auch gegen jeden Gegner eine Siegchance, wenn es gut läuft“, so Darenberg. Der hat seine eigene Mannschaft kaum verändern müssen: Talent Nils Maiworm, im letzten Jahr noch Spitzenspieler der TTF-Reserve in der Verbandsliga, ersetzte den scheidenden Jaroslaw Werner am unteren Paarkreuz. Er ist die neue Nummer sechs der ansonsten personell unveränderten Besetzung. „Wir sind wieder sehr zufrieden mit unserer Mannschaft“, sagt Darenberg über den Vorjahres-Vierten.

Feste Punkte nicht planbar

Die Favoriten auf Meisterschaft und Drittliga-Aufstieg aber sind im kommenden Spieljahr erneut andere. Allen voran steht den Prognosen nach wohl ausgerechnet Bönens Lokalrivale: der TTC GW Bad Hamm. Der fügte seinem ohnehin schon gut besetzten Kader mit dem niederländischem Internationalen Cosmin Stan eine neue Nummer zwei hinzu. Zudem befinden sich mit Illia Barbolin, Vadim Yarashenka und Ausnahmetalent Aliaksandr Khanin (alle Weißrussland) sowie Vallout Vainula (Estland) vier weitere Nationalspieler im Grünweiß-Kader, dessen eigentliches Herzstück aber Gerrit Engemann darstellt: Der in Lünen geborene Rechtshänder gilt als eines der größten deutschen Talente – und drängt in Hamms Team zunehmend nach oben. „Hamm hat alle Möglichkeiten, ganz vorne zu landen“, sagt Darenberg.

Am ehesten wird der TTC Schwalbe Bergneustadt die Grünweißen in die Bredouille bringen können: Die Bundesliga-Reserve stellt mit Frane Kojic und dem Koreaner Kim Doyub zwei starke Spitzenspieler, die aber wohl eher als Alternative für die Erstliga-Mannschaft gesehen werden.

Gewohnt stark und sogar leicht verstärkt geht der SC Buschhausen ins Rennen, der in den vergangenen Jahren harter Rivale der TTF gewesen ist: Der SC meldet seine beiden Neuzugänge, den Ex-Bönener Jonas Franzel sowie den Regionalliga erfahrenen Andreas Konzer, am mittleren und unteren Paarkreuz – und gilt abermals als Anwärter auf eine Position im vorderen Tabellendrittel.

Dort könnte auch des SV Union Velbert landen, der freiwillig seinen Startplatz in der 3. Bundesliga aufgegeben und sich in die Regionalliga zurückgezogen hatte. Velbert stellt in Adrian Doden (Rumänien) und Tomas Janasak sowie Jiri Kroulik (beide Tschechien) eine überragende erste Mannschaftshälfte. „Gerade im Spitzenpaarkreuz wird in der nächsten Saison mit harten Bandagen gekämpft“, ahnt Darenberg auf Grund dessen.

Mit geringen Veränderungen gehen der ASV Wuppertal sowie der SC Bayer Uerdingen in den Wettbewerb. Der Dritte des Vorjahres aus Wuppertal verpflichtete den Westdeutschen Jugendmeister Henning Zeptner ebenso wie Altmeister Marcel Harler – und wird dadurch den Abgang von Leistungsträger Konstantin Schröder kompensieren können. Uerdingen dagegen vertraut exakt auf den Kader des Vorjahres, lediglich in anderer Reihenfolge: Andreas Schmitz rückt ins Spitzenpaarkreuz, Franco Loggia nach überstandenem Kreuzbandverletzung runter an die Position sechs. Eine Unbekannte für die Teams aus Nordrhein-Westfalen ist der hessische Aufsteiger TTC Lampertheim. Der schickt mit Andras Turoczy und Sourav Chakraborty zwei nominell starke Spitzenleute ins Rennen, ist für „uns aber sehr schwer einzuschätzen“, so Darenberg.

Aufsteiger Lampertheim schwer einzuschätzen

Als Absteiger werden vor Saisonstart zwei Aufsteiger gehandelt: der TTV Ronsdorf und der TTC BW Brühl-Vochem. Ronsdorf holte zwar Altmeister Georg Böhm nach Wuppertal, stellt nach dem Abgang des starken Deutsch-Chinesen Wan Guohui aber keine bessere Mannschaft als im vergangenen Aufstiegsjahr. Gleiches gilt auch für Brühl, das ebenfalls von einem ehemaligen TTFler angeführt wird: Siawash Golshahi ist neuer Spitzenmann des Oberliga-Meisters.

Gespannt ist die Regionalliga auf Golshahis neuen Teamkameraden: Der erst 13 Jahre alte Tom Mykietyn gilt als eines der größten Talente Europas in seiner Altersklasse. Dennoch: „Brühl und Ronsdorf fallen nominell leicht ab, sind aber so gut, dass sie immer punkten können. Da ist rein gar nichts entschieden“, sagt Darenberg, der selbst mit seinem Team zunächst einen Platz im gesicherten Mittelfeld anstrebt: „In der Liga ist vieles möglich und es wird wieder knapp zugehen. Deshalb möchten wir uns früh nach unten absichern.“ - jan

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