Serr übernimmt Traineramt in Nordbögge

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Zuletzt war Jürgen Serr (Mitte) 2011 als Spielertrainer beim SVE Heessen an der Seite von Volker Messner im Einsatz.

BÖNEN - So ganz verhehlen kann Thorsten Würz seinen Stolz nicht: Der 1. Vorsitzende des Fußball-Kreisligisten VfK Nordbögge hat nicht nur frühzeitig seinen Wunschtrainer als Nachfolger von Dennis Juraschuk gefunden, der im Sommer aufhört. Er mag den neuen Mann auch persönlich gerne. Ex-Profi Jürgen Serr wird zur kommenden Saison an der Feuerwache einsteigen.

Serr spielte in seiner aktiven Zeit zwei Jahre für Rot-Weiß Essen in der zweiten Bundesliga (1989 bis 1991) und danach lange für Preußen Münster in der Regional- und Oberliga. Als gebürtiger Münsteraner saß Würz damals oft im Preußenstadion. Der Kontakt sei nie ganz abgerissen, erklärte Würz nun, nachdem er Serr als neuen Trainer verpflichtet hat. Serr arbeitete fast jedes Jahr beim Nordbögger Schützenfest. Irgendwann kam das Gespräch auf Fußball – und als Juraschuk Ende der Hinrunde mitteilte, nach fünf Jahren als Spielertrainer des VfK aufzuhören, fiel Würz der Ex-Profi, der 2011 zuletzt beim SVE Heessen im Amt war, ein.

„Es war auch angenehm, die Sonntage frei gestalten zu können. Aber irgendwo juckt es mich auch mal wieder“, begründet Serr seinen Schritt zurück in den Fußball. Den Entschluss, wieder als Trainer einzusteigen, habe er nach der Anfrage von Würz recht schnell gefasst.

Bereits beim letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen den TSC Hamm II war Serr am Platz. „Das war aber kein Gradmesser“, betont der Hammer. In der Rückrunde wird er sich seine neue Mannschaft genauer begucken.

Seinen künftigen Spielern droht er mit einem Lachen auf dem Gesicht harte Arbeit an. „Die Jungs unter mir waren alle recht fit“, sagt der 49-Jährige, der im Mai 50 wird. Serr hat schon einige Erfahrung als Trainer gesammelt, unter anderem beim damaligen Oberligisten SpVg Beckum. Bei der B-Jugend der Hammer SpVg hatte er bereits den jetzigen VfK-Torhüter Andre Juraschuk unter seinen Fittichen. „Ich möchte nicht Fußball kämpfen, sondern Fußball spielen. Das ist meine Philosophie“, beschreibt sich Serr selbst.

„Er soll Zug in die Mannschaft bringen und kann mit seiner Erfahrung den Spielern sicherlich einiges beibringen. Das könnten interessante Trainingseinheiten werden“, sagt Würz. Auch Juraschuk hatte bei seinem Rücktritt erklärt, dass nach seiner Zeit an der Feuerwache neuer Schwung nicht schaden könnte. „Jürgen ist jemand ganz von außen. Es ist nicht schlecht, wenn frischer Wind von außen kommt“, so Würz.

Der Vorsitzende wird sich in den nächsten Wochen mit Serr um die Kaderzusammenstellung kümmern. Außer von Dennis Juraschuk hat er noch vom keinem Abwanderungsgelüste vernommen. Lediglich Kapitän Marc Aschmoneit wird seine´Laufbahn mit über 40 Jahren wohl beenden. Mit diesem Gedanken hatte der Routinier schon im Vorjahr gespielt. Serr würde gerne mit Co-Trainer Sven Kaczor weitermachen. Der hatte allerdings schon gesagt, dass er mit Juraschuk aufhören. „Ich hätte gerne, dass er bleibt. In welcher Funktion muss sich in den Gesprächen herauskristallisieren“, so Serr. - bob

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