Ehemaliger Bönener Tischtennis-Spieler hat umgesattelt:

Jaroslaw Werner erklärt, warum Padel so viel Spaß macht

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Padel ist die neue Leidenschaft: Jaroslaw Werner (links) mit seinem Padel-Trainer Mike Rose.

Bönen – Jaroslaw Werner spielte für die Tischtennisfreunde Bönen in der ersten Mannschaft, ein Jahr davon sogar in der zweiten Bundesliga. Inzwischen ist der 37-jährige Maschinenbau-Ingenieur dem Padel verfallen, ist in der höchsten nationalen Leistungskategorie eins eingestuft.

 Markus Liesegang ließ sich von ihm in einem Gespräch den Sportartwechsel erklären. 

Herr Werner, seit wann spielen Sie Padel? 

Ich denke, so seit viereinhalb Jahren. Das ist damit zusammengefallen, dass ich aufgehört habe, Tischtennis zu spielen. 

Sie spielen gar kein Tischtennis mehr, wie kam es dazu? 

Ich hatte ganz einfach keine Lust mehr. Die Motivation fehlte völlig. Wir waren ja mit den Herren lange im Kern zusammen mit Jan Lüke, Christopher Pläster und so weiter. Alle ähnlich alt bis auf Andreas Rosenhövel. Das brach dann irgendwann auseinander. Jan ist zum Beispiel nach Köln, kam aber noch zu den Spielen. Am Ende waren es dann nur noch Christopher, Andreas und ich. Wir haben ja zehn Jahre auf dem gleichen Niveau Tischtennis in Bönen gespielt, konnten das aber nicht mehr steigern, obwohl wir viel investiert haben. Die Prioritäten haben sich mit den Jahren auch durch Studium und Beruf verschoben. Irgendwann war es dann eine Last. Aber ein Hobby sollte auch immer Spaß machen. 

Und wie sind Sie dann zum Padel gekommen? 

Christopher hat das im Internet entdeckt und gemeint: Komm, lass uns das mal ausprobieren. Er hat dann einen Court in Herne herausgesucht. Das war so um die Weihnachtszeit 2014/15. Ich hab dann gleich Blut geleckt. Ich muss dazu sagen: Alles mit Schläger und Ball hat mir immer Spaß gemacht. Ich hab dann angefangen, richtig zu trainieren, mit dem Besitzer der Halle in Herne, Mike Rose. Ich arbeite in Herne, hab auch in Castrop gewohnt. Da waren es bis zur Halle zehn Minuten. Mike ist quasi der Erste, der das in Deutschland gemacht hat. Er war öfter beruflich in Spanien, hat Padel dort für sich entdeckt, von Profitrainern gelernt und ist jetzt auch Trainer. Leider gibt es die Halle in Herne nicht mehr, mit Mike spiele ich aber weiter zusammen. Wir spielen aber nicht mehr so viel. Früher haben wir zweimal die Woche trainiert, plus Match. Es ist in Deutschland aber auch eine schwierige Situation mit wenigen Hallen und Courts, aber auch wegen der zwei Verbände, die nicht miteinander können. (Deutscher Padel Verband, Deutscher Padel Bund – die Redaktion) Nach Schließung der Halle in Herne sind wir noch eine zeitlang nach Essen gefahren. Das war aber weit und kostet. Da trainierst du dann eher nicht, sondern spielst nur noch. 

Was trainiert man denn überhaupt, wenn Padel doch für jedermann leicht zu spielen ist?

 Du machst wie bei anderen Ballsportarten Systemtraining. Es gibt ja glatte Schläge, du kannst aber auch mit der Wand spielen. Volley und Überkopfbälle sind wichtig, extrem wichtig ist zudem der Lob. Insgesamt sind kürzere Bewegungen mit dem Schläger gefordert, da das Spiel sehr schnell ist. 

Was fasziniert Sie am Padel? 

Das macht so einen Bock. Du kannst nicht viel falsch machen und kommst so schnell rein. Mit ein bisschen Ballgefühl und Training bist du in Deutschland weit vorne. Die Nationalmannschaftsspieler sind natürlich noch eine Klasse besser. Aber sie sind nicht so weit weg wie das in anderen Sportarten der Fall wäre. Wir verlieren gegen die nicht 0:6, 0:6. Das Spiel endet eher 3:6, 3:6. Das Tolle an diesem Spiel ist die Vielseitigkeit und es sind die vielen Möglichkeiten.

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